Forschungsschiff SONNE steuert kaum bekannte Korallenriffe an


Bild: M. Hartig/Meyer Werft

Bild: M. Hartig/Meyer Werft

In der vergangenen Woche startete das deutsche Forschungsschiff SONNE eine zweimonatige Expedition, um die Geheimnisse des Indischen Ozeans zu untersuchen. Der Geologe Dr. Sebastian Lindhorst vom Centrum für Erdsystemforschung und Nachhaltigkeit der Universität Hamburg leitet die Fahrt. Ihr Ziel ist ein unter der Wasseroberfläche gelegenes System von Korallenriffen im Indischen Ozean, das so groß wie die Schweiz ist. Wegen seiner isolierten Lage wurde es bisher kaum untersucht.

An der Expedition sind 40 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beteiligt, unter anderem von der Universität Hamburg und dem Helmholtz-Zentrum Geesthacht (HZG). Neben der Erforschung des Einflusses des Klimawandels auf die Korallenriffe, wird die wissenschaftliche Crew zum ersten Mal auch den Weg bestimmter Mikroplastikteilchen und Schadstoffe von China bis zu den Riffen verfolgen. Sie erforschen unter anderem den Einfluss des Klimawandels auf die Korallenriffe. Sie wollen herausfinden, wie diese im Ozean treiben und wo sie verbleiben. Darüber hinaus werden sie rund um die Uhr Salzgehalt und Temperatur des Meerwassers messen und Nährstoffe, Schadstoffe und Ablagerungen am Meeresboden untersuchen, denn letztere erlauben Rückschlüsse auf das Klima der Vergangenheit.

Die Forschungsreise der SONNE wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert. Für die Begutachtung der SONNE-Fahrtanträge ist der Projektträger Jülich zuständig, der positiv begutachtete Anträge dem BMBF zur Förderung empfiehlt.

Weitere Informationen:

Pressemitteilung der Universität Hamburg

Blog zur Ausfahrt

Forschung auf der SONNE

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