LEAP-RE ist gestartet: Europa und Afrika forschen gemeinsam zu Erneuerbaren Energien


Bild: ©Anton Petrus - stock.adobe.com

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Erneuerbare Energien sind der Schlüssel, um die globale Herausforderung des Klimawandels zu bewältigen und Millionen von Menschen in Europa, Afrika und weltweit einen zuverlässigen Zugang zu Energie zu ermöglichen. Denn mehr als 789 Millionen Menschen haben keinen Zugang zu Elektrizität und rund 2,7 Milliarden Menschen weltweit verwenden Holz und andere Biomasse zum Kochen und Heizen. Afrika ist besonders betroffen.

Afrikanische und europäische Partnerorganisationen haben nun mit LEAP-RE ein gemeinsames europäisches Förderprogramm vorbereitet. Die „Long term European African Partnership on Renewable Energy“ (LEAP-RE) ist ein Fünf-Jahres-Programm, das von der Europäischen Kommission unter Horizon 2020 mitfinanziert wird. Das Bundesforschungsministerium beteiligt sich mit einem Volumen von zwei Millionen Euro in diesem Programm. Ziel ist es, eine langfristige Partnerschaft zwischen Europa und Afrika im Bereich Forschung und Innovation zu Erneuerbaren Energien aufzubauen.

Nun ist der erste gemeinsame Förderaufruf veröffentlicht worden. Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft sind aufgerufen, ihre Projektideen einzureichen. Gefördert werden Forschungs- und Innovationsprojekte entlang der gesamten Wertschöpfungskette für Erneuerbare Energien. Es kann sowohl die Energieerzeugung als auch die -umwandlung, -speicherung und -nutzung abgedeckt werden. Projektkonsortien, die die gesamte Innovationskette von der Idee bis zum Nutzer betrachten, werden ebenso positiv bewertet wie Konsortien mit Akteuren, die traditionell in anderen Branchen tätig sind, so dass durch neue Ansätze Innovationen geschaffen werden können.

Ein Konsortium muss aus mindestens vier Projektpartnern aus vier verschiedenen Ländern bestehen (mindestens zwei Partner aus Europa und mindestens zwei Partner aus Afrika). Mindestens je ein Partner des Konsortiums aus Europa und aus Afrika soll aus einem Land kommen, aus dem sich fördernde Einrichtungen (Funding organisations) am Call beteiligen.

Allgemein ist es möglich, dass weitere Partner aus europäischen Ländern/Regionen ohne beteiligte fördernde Einrichtungen an dem Aufruf teilnehmen, wenn sie einen Nachweis erbringen, dass sie über eigene Mittel zur Deckung ihrer Projektaktivitäten verfügen. Afrikanische Organisationen aus Ländern/Regionen, die nicht an dem Förderaufruf beteiligt sind, und afrikanische Organisationen aus Ländern, die an dem Aufruf teilnehmen, aber nicht nach ihren nationalen Förderregeln förderfähig sind, können eine Förderung beantragen, allerdings sind die dafür zur Verfügung stehenden Mittel begrenzt.

Einreichungsfrist für die Skizzen ist voraussichtlich der 1. April 2021 und die Frist für die Vollanträge ist voraussichtlich der 15. September 2021.

Der Projektträger Jülich (PtJ) ist eine von mehreren Förderorganisationen, die an der Projektförderung im Rahmen von LEAP-RE beteiligt sind.

Weitere Informationen


 

Die „Long term Europe Africa Partnership on Renewable Energy“ (LEAP-RE) auf ptj.de

Die LEAP-RE-Website

 

Ansprechpartner/-in


Johanna Ohnesorg
+49 002461 61-85871

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