Fachmagazin „Nature“: Lob für deutsche Förderpraxis am Beispiel der Meeresforschung


Bild: Alfred-Wegener-Institut / Steffen Graupner (CC-BY 4.0)

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Wie die Bundesrepublik Deutschland ihren weltweit erstklassigen Ruf in Forschung und Entwicklung aufrecht erhält, thematisiert das renommierte Journal „Nature“ in seiner aktuellen Ausgabe. Insbesondere die Förderpolitik des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) wird darin hervorgehoben. Diese wird auch durch den Projektträger Jülich (PtJ) unterstützt.

Das Fachmagazin „Nature nennt die MOSAiC-Expedition als Beispiel für ein Projekt unter deutscher Leitung mit internationaler Strahlkraft. Im Rahmen der Expedition befand sich das deutsche Forschungsschiff Polarstern 390 Tage im Arktischen Eis. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 20 Nationen untersuchten die Arktis im Jahresverlauf. Am Beispiel von MOSAiC analysiert „Nature“ das deutsche Fördersystem und bewertet es mit exzellent. Die deutsche Strategie, über einen langen Zeitraum eine klare Förderlinie zu verfolgen, wird besonders herausgehoben. Ein Beleg dafür, dass Deutschland in der Welt eine herausragende Rolle im Bereich der Forschung spielt.

Die herausragende Stellung wird von „Nature“ auf die langfristige und zuverlässige Forschungsförderung seitens des BMBF zurückgeführt. Allein die Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren, größte Wissenschaftsorganisation des Landes, verfügt über ein Jahresbudget von fünf Milliarden Euro. Zur Helmholtz-Gemeinschaft zählen unter anderem das Forschungszentrum Jülich mit dem Projektträger Jülich (PtJ) sowie das Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI), das die erfolgreiche MOSAiC-Expedition organisiert hat.

Diese international vernetzten deutschen Institute gehen auch in der Meeresforschung wichtigen Zukunftsfragen von gesamtgesellschaftlicher Bedeutung nach. Sie erforschen Ökosysteme, Strömungen und Stoffkreisläufe im Ozean und entschlüsseln mithilfe dieser Daten die Mechanismen für vergangene und zukünftige Klimaveränderungen. Die fachliche und administrative Steuerung der oft komplexen Forschungsvorhaben leistet PtJ. Insgesamt 575,8 Millionen Euro hat das BMBF laut aktuellem „Bundesbericht für Forschung und Innovationen“ im Jahr 2019 für die Küsten-, Meeres- und Polarforschung sowie die Geowissenschaften bereitgestellt. Forschungsprojekte in diesen Forschungsfeldern werden von PtJ am Standort Rostock betreut.  

Auch in den BMBF-Jahresrückblick hat der erfolgreiche Abschluss der bisher größten Arktisexpedition Eingang gefunden. Neben dieser Expedition der Extreme befinden sich unter dem Dach des Forschungsprogramms „MARE:N – Küsten-, Meeres- und Polarforschung für Nachhaltigkeit“ im Rahmenprogramm „Forschung und Entwicklung für Nachhaltige Entwicklung“ (FONA³) noch zahlreiche weitere Projekte. Innerhalb der von PtJ betreuten Projekte werden die auf der MOSAiC-Expedition gewonnenen Daten von Forscherinnen und Forschern ausgewertet und der Forschungsgemeinschaft zur Verfügung gestellt.

Vor allem das große Engagement von Bund und Ländern für die ergebnisoffene Grundlagenforschung (Blue Sky Research) wird im Fachbeitrag gewürdigt. Aus diesen Projekten resultieren oftmals keine realen Anwendungen, dennoch leisten sie wichtige wissenschaftliche Beiträge und stellen die Voraussetzung für praxisbezogene Entwicklungen und technische Innovationen dar. So belegt Deutschland im Nature Index nach den USA und China den dritten Platz. „Nature“ bezeichnet Deutschland daher als „wissenschaftliches Kraftzentrum“ in der Welt.

Weitere Informationen:


„How Germany retains one of the world’s strongest research reputations“ auf nature.de (Englisch)

BMBF-Jahresrückblick 2020

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