Umwelt- und gesellschaftsverträgliche Transformation des Energiesystems

eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

Die Bundesregierung hat sich im Zuge der Energiewende zum Ziel gesetzt, den Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung kontinuierlich zu steigern und die Energieeffizienz zu erhöhen. Damit verbunden ist ein Richtungswechsel von einer Energiepolitik, die zukünftig weniger darauf abzielt, hohe Reservekapazitäten zur Verfügung zu haben, als vielmehr Energie an den momentanen Bedarf anzupassen und diese Energie möglichst umweltfreundlich zu erzeugen.

Bei der Umsetzung dieses Wechsels sind gesellschaftliche Aspekte von großer Bedeutung. Mit dem Wandel zu einem nachhaltigen Energiesystem stellt sich die Frage nach einer "gesellschaftsverträglichen" Ausgestaltung und Umsetzung. Die jüngsten Debatten und Entwicklungen mit Bezug auf die zukünftige Ausrichtung der Energieversorgung zeigen, dass gesellschaftliche Aspekte für die Umsetzung von großer Bedeutung sind. Die Ziele der Energiewende sind nicht allein mit neuen technischen Lösungen zu erreichen. Der Erfolg der Umsetzung neuer Technologien im Energiebereich wird maßgeblich davon abhängen, ob und in welchem Umfang es gelingt, technologische mit wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fragestellungen zu verknüpfen.

Vor diesem Hintergrund verfolgt die Bekanntmachung folgende Ziele:

  • Darstellung und Bewertung von Entwicklungsoptionen des Energiesystems einschließlich ökonomischer Szenarien aus sozial-ökologischer Perspektive
  • Analyse und Bewertung der gesellschaftlichen Voraussetzungen für die Akzeptanz der Transformation unter besonderer Berücksichtigung von Motivationen und Handlungsweisen der Akteure im Energiesystem; Erarbeitung und Erprobung von Strategien zur Beförderung aktiver Partizipation von relevanten Praxisakteuren und Bürgern am Transformationsprozess
  • Governance von Transformationsprozessen einschließlich ökonomischer Instrumente: Erarbeitung von Handlungsempfehlungen für die umwelt-, gesellschafts- und demokratieverträgliche Steuerung des Transformationsprozesses des Energiesystems

Der Projektträger Jülich (PtJ) setzt die Fördermaßnahme gemeinsam mit dem Projektträger im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (PT-DLR) um. PtJ betreut und berät 12 der geförderten Verbundprojekte, der PT-DLR 21 Verbundprojekte.

Ansprechpartner/in

Termine

  • Abschlusskonferenz Umwelt- und gesellschaftsverträgliche Transformation des Energiesystems Berlin (04.10.2016 - 05.10.2016) Die 33 Verbundprojekte der BMBF-Fördermaßnahme „Umwelt- und gesellschaftsverträgliche Transformation des Energiesystems“ präsentieren auf der Abschlusskonferenz im Tagungswerk Jerusalemkirche in Berlin ihre Ergebnisse und deren Anwendungspotenzial in Transferworkshops. Die Workshops greifen die Kernthemen vieler Forschungsprojekte auf: Bürgerbeteiligung bei (Infrastruktur-)Planungen, zentrale und dezentrale Energiekonzepte, Governance von Transformationsprozessen und energetische Sanierung des Gebäudebestandes. Darüber hinaus diskutieren die Teilnehmer/innen Zukunftsthemen der gesellschaftsbezogenen Nachhaltigkeitsforschung, die die Energiewende weiter voranbringen sollen. mehr...

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