Systembiologie an Mikroorganismen – SysMo

eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

Mikroorganismen stellen im Vergleich zu höheren Organismen ideale Untersuchungsobjekte für die Systembiologie dar, da sie weniger komplex organisiert sind und sich so leichter als Gesamtsystem erfassen lassen. Im Bereich der systembiologischen Forschung an einzelligen Mikroorganismen verfügen Deutschland und weitere europäische Länder über hervorragende nationale Forschungskapazitäten.

Um die vorhandenen Kapazitäten europäischer Länder zu konzentrieren, weiter auszubauen und um existierende Strukturen effektiver zu nutzen, hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in Kooperation mit den Ländern Großbritannien, Niederlande, Norwegen, Österreich und Spanien das transnationale Förder- und Forschungsprogramm „SysMO – Systembiologie an Mikroorganismen“ gestartet. Die Bekanntmachung der Maßnahme erfolgte gleichzeitig in allen Partnerländern. Gefördert werden interdisziplinäre Verbünde mit akademischen Partnern aus mindestens drei der beteiligten Länder.

Durch multilaterale Kooperationen und die Nutzung von Synergien in experimentellen Ansätzen und der Modellierung mikrobieller Systeme soll die Initiative SysMo dazu beitragen, die mikrobielle Zelle und ihre Interaktionen mit der Umgebung als Ganzes zu beschreiben. Um die transnationale Arbeitsweise der SysMO-Projekte möglichst effizient zu gestalten, werden über die wissenschaftliche Arbeit hinaus Strukturen gefördert, die über Projekt- und Landesgrenzen hinweg den Austausch und die gemeinsame Nutzung von wissenschaftlichen Daten erlauben.

Nach einem mehrstufigen Begutachtungsprozess wurden in der ersten Förderphase elf Projekte mit einem Gesamtvolumen von ca. 30 Millionen Euro zur Förderung vorgeschlagen. In der zweiten Förderphase ab 2010 werden acht Kooperationsprojekte gefördert.

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