Forschungsstipendien für Systembiologen

eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

Die Systembiologie ist ein innovativer Forschungsansatz, der die Durchführung komplexer Experimente mit der mathematischen Modellierung vereint und durch die Bereitstellung von prädiktiven Modellen auf die Abbildung und Vorhersage von komplexen biologischen Prozessen auf unterschiedlichen Organisationsebenen von der Zelle bis zum Organ abzielt. Seit 2004 hat das BMBF mit gezielten Förder- und Infrastrukturmaßnahmen dazu beigetragen, diesen Forschungsansatz in der grundlagenorientierten und anwendungsnahen Forschung im Bereich der Lebenswissenschaften erfolgreich zu etablieren. Im internationalen Vergleich übernimmt Deutschland mittlerweile eine Führungsposition auf diesem Fachgebiet.

  • Einreichungsfrist 30. Juni 2013

Um die bisher erzielten Erfolge dauerhaft zu festigen, bedarf es insbesondere der Aus- und Weiterbildung von qualifizierten Nachwuchswissenschaftlern. Das BMBF leistet dazu bereits einen wichtigen Beitrag, indem es in ausgewählten Maßnahmen, wie FORSYS-Partner, GerontoSys2 oder e:Bio, den Aufbau von Nachwuchsgruppen initiiert und dadurch junge Talente fördert bzw. Deutschland als attraktiven Forschungsstandort für junge Wissenschaftler etabliert.

Für eine erfolgreiche Karriere bedarf es außerdem einer frühzeitigen Vernetzung innerhalb der Wissenschaftsgemeinschaft. Dabei spielt neben dem Aufbau von Kooperationen mit nationalen Partnern insbesondere die Entwicklung von strategischen internationalen Partnerschaften eine große Rolle.

Das Konzept „Forschungsstipendien für Systembiologen“ greift diesen wichtigen Gesichtspunkt auf, indem durch seine Umsetzung jungen Nachwuchswissenschaftlern aus der BMBF-Förderung ein Forschungsaufenthalt an einer exzellenten systembiologisch-ausgerichteten Forschungsinstitution im Ausland für mindestens drei und maximal sechs Monate ermöglicht wird.

Ziel dieser Maßnahme ist neben der persönlichen Horizonterweiterung die Förderung nachhaltiger Vernetzungsaktivitäten, die Pflege existierender Kooperationen zu strategischen Partnern und der Transfer von neuen Methoden und Wissen in die deutsche Forschungslandschaft.

Die Durchführung dieser Maßnahme trägt auf diese Weise neben der Ausbildung von talentierten Nachwuchswissenschaftlern zusätzlich zur Stärkung der internationalen Position Deutschlands in der Systembiologie bei.

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