3. Call des ERA-NETs SIINN: Sichere Anwendung innovativer Nanowissenschaft und Nanotechnologie

eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

Das ERA-NET SIINN („Safe Implementation of Innovative Nanoscience and Nanotechnology“) ist eine gemeinsame Initiative von 19 Partnern aus 14 europäischen Ländern bzw. Regionen. Im Rahmen der dritten SIINN-Bekanntmachung steht die Beteiligung an Projekten Unternehmen und Forschungseinrichtungen in folgenden Ländern und Regionen offen: Belgien, Deutschland, Österreich, Portugal, Region Nord-Pas de Calais (Frankreich), Rumänien, Spanien und USA. Es werden transnationale Verbundprojekte gefördert, an denen mindestens drei Verbundpartner aktiv beteiligt sein müssen, von denen mindestens zwei aus an der Ausschreibung beteiligten Partnerländern bzw. -regionen kommen müssen.

Die Zuwendungen werden länderspezifisch gewährt, d. h. jedes Partnerland finanziert die an den Projekten beteiligten Unternehmen, Hochschulen oder Forschungseinrichtungen des jeweils eigenen Landes. Darüber hinaus können in jedem geförderten Projektpartner aus anderen Staaten bzw. Regionen als den zuvor genannten teilnehmen, falls sie ihre Finanzierung auf anderem Wege als über das ERA-NET SIINN sicherstellen. Hierbei ist allerdings zu berücksichtigen, dass mindestens zwei Drittel der beteiligten Projektpartner und zwei Drittel des gesamten Förderbudgets aus Ländern/Regionen stammen müssen, die sich mit Fördermitteln an der Ausschreibung beteiligten (Belgien, Deutschland, Österreich, Portugal, Region Nord-Pas de Calais (Frankreich), Rumänien, Spanien, USA).

Im Rahmen des ERA-NETs SIINN wurde am 1. Oktober 2014 die dritte transnationale Ausschreibung veröffentlicht. Stichtag für die Einreichung der englischsprachigen Anträge beim SIINN Call Office ist der 16. Januar 2015, 12 Uhr. Darüber hinaus müssen deutsche Antragsteller separate deutschsprachige Antragsunterlagen beim Projektträger Jülich einreichen. Stichtag hierfür ist der 30. Januar 2015.

Das Ziel dieser Bekanntmachung ist das Schließen vorhandener Wissenslücken in Bezug auf Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsrisiken, die im Zusammenhang mit synthetischen Nanomaterialien stehen. Hierdurch sollen verlässliche Rahmenbedingungen für den schnellen Transfer von Forschungsresultaten aus Nanowissenschaft und Nanotechnologie in industrielle Anwendungen geschaffen werden. Die Bekanntmachung richtet sich an innovative transnationale Forschungsprojekte, die sich mit synthetischen Nanomaterialien befassen und dabei eines der vier nachfolgend genannten Themenfelder adressieren:

  • Expositions-/Belastungsuntersuchungen (Thema 1)
    Das BMBF wird keine deutschen Beiträge zu diesem Thema fördern.

Anträge bzw. Skizzen zu Forschungsprojekten mit deutscher Beteiligung können eines der drei nachfolgend beschriebenen Themenfelder adressieren. Auf die nationalen Einschränkungen im Abschnitt „Wichtige Zusatzinformationen für deutsche Antragsteller“ wird hingewiesen (siehe BMBF-Bekanntmachungstext und „Merkblatt für deutsche Antragsteller“).

  • Toxizitätsmechanismen (Thema 2)
  • Forschungsvorhaben zu Eigenschaften synthetischer Nanomaterialien und deren Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit (Thema 3)
  • Erforschung der Auswirkungen synthetischer Nanomaterialien auf die Umwelt (Thema 4)


Antragsberechtigt sind in Deutschland Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft (mit Sitz und überwiegender Ergebnisverwertung in Deutschland), Hochschulen, Fachhochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen. Forschungseinrichtungen, die gemeinsam von Bund und Ländern grundfinanziert werden, kann nur unter bestimmten Voraussetzungen ergänzend zu ihrer Grundfinanzierung eine Projektförderung für ihren zusätzlichen Aufwand bewilligt werden.

Das BMBF hat eine entsprechende deutschsprachige Bekanntmachung am 27. Oktober 2014 im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Alle deutschen Antragsteller müssen den zuständigen Projektträger kontaktieren, um die geltenden deutschen Förderbedingungen zu erfragen. Ansprechpartner ist Dr. Rainer Hagenbeck, Tel.: 02461 61 5741, E-Mail: ptj-siinn@fz-juelich.de

Ausführliche Angaben zur Vorbereitung der internationalen Skizze und alle für die Beteiligung relevanten Informationen sind der SIINN-Internetseite (www.siinn.eu) zu entnehmen oder können beim Projektträger Jülich angefordert werden.

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