ERA-Net SIINN: Sichere Anwendung innovativer Nanowissenschaft und Nanotechnologie

eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

Das ERA-Net SIINN („Safe Implementation of Innovative Nanoscience and Nanotechnology“) ist eine gemeinsame Initiative von 19 Partnern aus 14 europäischen Ländern bzw. Regionen. Im Rahmen der ersten SIINN Bekanntmachung steht die Beteiligung an Projekten Unternehmen und Forschungseinrichtungen in folgenden Ländern offen: Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Israel, Österreich, Portugal, Rumänien, Schweiz und Wallonie (Belgien). Es werden transnationale Verbundprojekte gefördert, an denen mindestens drei Verbundpartner aktiv beteiligt sein müssen, von denen mindestens zwei aus an der Ausschreibung beteiligten Partnerländern bzw. –regionen kommen müssen.

Die Zuwendungen werden länderspezifisch gewährt, d. h. jedes Partnerland finanziert die an den Projekten beteiligten Unternehmen, Hochschulen oder Forschungseinrichtungen des jeweils eigenen Landes. Darüber hinaus können in jedem geförderten Projekt maximal zwei Partner aus anderen Staaten bzw. Regionen als den zuvor genannten teilnehmen, falls sie ihre Finanzierung auf anderem Wege als über das ERA-NET SIINN sicherstellen.

Im Rahmen des ERA-NET SIINN wurde am 20.03.2012 die erste transnationale Ausschreibung veröffentlicht. Stichtag für die Einreichung von Anträgen ist der 5. Juni 2012, 12 Uhr.

Das Ziel dieser Bekanntmachung ist das Schließen vorhandener Wissenslücken in Bezug auf Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsrisiken, die im Zusammenhang mit synthetischen Nanomaterialien stehen. Hierdurch sollen verlässliche Rahmenbedingungen für den schnellen Transfer von Forschungsresultaten aus Nanowissenschaft und Nanotechnologie in industrielle Anwendungen geschaffen werden. Die Bekanntmachung richtet sich an innovative transnationale Forschungsprojekte, die sich mit synthetischen Nanomaterialien befassen und dabei eines der vier nachfolgend genannten Themenfelder adressieren :

  1. Einführung und Entwicklung von Methoden für analytische Verfahren und Instrumente, theoretische Vorhersagen und Charakterisierung
  2. Expositions-/Belastungsuntersuchungen
  3. Erforschung der Auswirkungen synthetischer Nanomaterialien auf die Umwelt
  4. Forschungsvorhaben zu Eigenschaften synthetischer Nanomaterialien und deren Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit

Antragsberechtigt sind in Deutschland Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft (mit Sitz und überwiegender Ergebnisverwertung in Deutschland), Hochschulen, Fachhochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen. Forschungseinrichtungen, die gemeinsam von Bund und Ländern grundfinanziert werden, kann nur unter bestimmten Voraussetzungen ergänzend zu ihrer Grundfinanzierung eine Projektförderung für ihren zusätzlichen Aufwand bewilligt werden.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat eine entsprechende deutschsprachige Bekanntmachung am 27.03.2012 veröffentlicht.

 

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