Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich zu nachhaltigen Rohstofftechnologien

eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

Deutschland und Frankreich haben nichtenergetische Rohstoffe als ein Thema von gemeinsamem strategischem Interesse in der Forschung identifiziert. Vor diesem Hintergrund sollen mit einer bilateralen Bekanntmachung von BMBF und der Agence Nationale de la Recherche (ANR) eine stärkere Vernetzung der Forschung und Entwicklung für neue Rohstofftechnologien in Deutschland und Frankreich und die gemeinsame Gestaltung europäischer Initiativen unterstützt werden.

Eine sichere und nachhaltige Rohstoffversorgung, insbesondere mit sogenannten "wirtschaftsstrategischen Rohstoffen" ist für die Hightech-Industrie in Deutschland und Frankreich von höchster Bedeutung. Um dem Ungleichgewicht zwischen begrenztem Angebot und steigender Nachfrage nach Rohstoffen zu begegnen, sollte das Angebot von wirtschaftsstrategischen Rohstoffen durch Erschließung bisher ungenutzter primärer und sekundärer Rohstoffquellen erhöht bzw. die Nachfrage z. B. durch Substitution gesenkt werden.

Die Fördermaßnahme fokussiert auf wirtschaftsstrategische Rohstoffe, die eine große Hebelwirkung für die Hightech-Industrie haben, im Sinne des Forschungs- und Entwicklungsprogramms des BMBF "Wirtschaftsstrategische Rohstoffe für den Hightech-Standort Deutschland". Der Fördermaßnahme liegt das BMBF-Rahmenprogramm "Forschung für nachhaltige Entwicklungen" zugrunde.

Mit der Fördermaßnahme sollen die wissenschaftlichen Grundlagen sowie Konzepte und nachhaltige Technologien zur Verbesserung des Angebots nichtenergetischer mineralischer Rohstoffe in Deutschland und Europa entwickelt werden. Die deutsch-französischen Verbundforschungsprojekte müssen einem oder mehreren der folgenden Themenfelder zuzuordnen sein:

  1. Nachhaltige Gewinnung und Verarbeitung primärer und sekundärer wirtschaftsstrategischer Rohstoffe (innovative umweltverträgliche Prozesse entlang der Wertschöpfungskette von der Gewinnung bis zum Recycling)
  2. Verbesserung der Wiederverwendbarkeit sowie Wartungs- und Reparaturfähigkeit von Produkten, die wirtschaftsstrategische Rohstoffe enthalten
  3. Substitution wirtschaftsstrategischer Rohstoffe (z. B. durch neue Produktdesigns, neue Verarbeitungstechnologien)

Die integrative Betrachtung mehrerer der genannten Themenfelder im Hinblick auf die Steigerung der Ressourceneffizienz ist erwünscht. Inter- und transdisziplinäre Zusammenarbeit von deutschen und französischen Forschungseinrichtungen und Unternehmen wird erwartet.

Die Bekanntmachung ist geschlossen, es können keine weiteren Projektvorschläge eingereicht werden.

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