Regionales Wasserressourcen-Management für den nachhaltigen Gewässerschutz in Deutschland (ReWaM)

eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

Eine erfolgreiche Nachhaltigkeitspolitik ist ohne einen intelligenten und integrierten Schutz der Wasserressourcen in Deutschland nicht vorstellbar. Ziel eines regionalen Wasserressourcen-Managements ist es, unterschiedliche wirtschaftliche und gesellschaftliche Aktivitäten mit dem Schutz der Gewässer zu verknüpfen. Die zentralen Akteure der Wasserbewirtschaftung benötigen anwendungsorientierte und langfristige Lösungen, um Prioritäten richtig zu setzen. Innovative Systemansätze für die wasserwirtschaftliche Praxis sind die Grundlage für ein nachhaltiges Management der Gewässer auf regionaler Ebene.

In der Fördermaßnahme ReWaM werden daher Verbundvorhaben in den Themenfeldern „Prozesse in Gewässerökosystemen und Flussgebieten“, „Instrumente der Gewässerbewirtschaftung“ und „Konzepte im Wasserressourcen-Management“ gefördert. Diese Verbundprojekte werden von Wissenschaft, Wirtschaft und Einrichtungen der Kommunen, Länder und des Bundes gemeinsam getragen. Zu ausgewählten Handlungsfeldern werden Forschungs-, Entwicklungs- und Demonstrationsprojekte mit innovativem Anspruch und großer gesellschaftlicher Bedeutung durchgeführt. Ein erfolgreicher Transfer der Forschungsergebnisse im Sinne der Nachhaltigkeit setzt die Berücksichtigung der ökologischen, sozio-ökonomischen, rechtlichen und institutionellen Randbedingungen voraus.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert im Rahmen von ReWaM 14 Verbundprojekte mit insgesamt rund 95 Teilvorhaben, die im zweiten Quartal 2015 ihre Arbeit aufgenommen haben. In den Projekten werden die vielfältigen Herausforderungen an das Wasserressourcen-Management adressiert und in konkreten Untersuchungsregionen betrachtet. Die Forschungs- und Implementierungsaktivitäten sollen dabei jeweils Modellcharakter besitzen, um dadurch die Übertragbarkeit der Erkenntnisse und der entwickelten Methoden auf andere Regionen zu ermöglichen. Die nachhaltige Bewirtschaftung der Wasserressourcen macht eine regionale Abstimmung und integrative Koordination verschiedener Einrichtungen und Entscheidungsträger notwendig. In diesem Zusammenhang ist eine Kooperation mit Institutionen in Nachbarstaaten Deutschlands zu grenzüberschreitenden Handlungsfeldern möglich.

Die Fördermaßnahme wird durch das Vernetzungs- und Transfervorhaben „ReWaMnet“ begleitet, das von der Bundesanstalt für Gewässerkunde durchgeführt wird.

Die Fördermaßnahme ist Teil des BMBF-Förderschwerpunktes „Nachhaltiges Wassermanagement (NaWaM)“ im Aktionsfeld „Nachhaltiges Wirtschaften und Ressourcen“ des BMBF-Rahmenprogramms „Forschung für Nachhaltige Entwicklung“ (FONA³).

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