Forschungsinfrastrukturen

ein Förderwettbewerb des Landes Nordrhein-Westfalen

Exzellente Forschungsinfrastrukturen und -kapazitäten sind für die Innovationsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts NRW unabdingbar. Sie sind die Grundlage für bahnbrechende Forschung und Entwicklung. Sie sind auch ein Grund dafür, dass Fachleute aus der ganzen Welt nach Nordrhein-Westfalen kommen, um hier zu forschen. Mit dem Förderwettbewerb „Forschungsinfrastrukturen“ will das Land das umsetzungsorientierte Forschungs- und Innovationspotenzial erhöhen sowie die anwendungsorientierte Forschung, technologische Entwicklung und Innovation stärken. Daher ist es wichtig, die vorhandenen Forschungsinfrastrukturen nachhaltig und intelligent weiterzuentwickeln – hin zu einer stärkeren Umsetzungsorientierung für die Anwendung und Verbreitung von innovativen Lösungen und Anwendungen aus Forschung und Entwicklung. Die nordrhein-westfälische Landesregierung verfolgt mit ihrer Innovationsstrategie die nachhaltige Lösung der großen gesellschaftlichen Herausforderungen und die Steigerung der Innovationsfähigkeit der Unternehmen in NRW, insbesondere der KMU.

Einreichungsfrist:Einreichungsfrist ( abgelaufen: 28. Juni 2018 – 28. September 2018 )
Bekanntmachung

Informationen zur Förderung


Wer wird gefördert?

Für eine Förderung bewerben können sich nordrhein-westfälische Forschungseinrichtungen, Kompetenzzentren und Konsortien aus Wissenschaft, Wirtschaft und ggf. Verwaltung mit einem Konzept zum Auf- oder Ausbau einer umsetzungsorientierten Forschungsinfrastruktur oder von anwendungsorientierten Forschungskapazitäten. Sofern ein Konsortium gebildet wird, sollte dieses durch eine von ihm hierfür legitimierte Konsortialführerin bzw. einen Konsortialführer vertreten werden. Dabei sollten insbesondere auch kleine und mittlere Unternehmen vertreten sein.

Antragsberechtigt für die auf der Grundlage des Konzeptes zur Förderung ausgewählten Projekte und Maßnahmen sind

  • Hochschulen,
  • außeruniversitäre Forschungseinrichtungen,
  • Unternehmen,
  • Gemeinschaftseinrichtungen mit der Wirtschaft und
  • Einrichtungen in kommunaler Trägerschaft des Landes Nordrhein-Westfalen
    sofern sie
  • die konzipierte umsetzungsorientierte Forschungsinfrastruktur bzw. ein
  • dieser entsprechendes Kompetenz- und Anwendungszentrum

betreiben oder eine derartige rechtlich selbständige Einrichtung sind.

Was wird gefördert?

Es werden insbesondere Einrichtungen und Forschungsvorhaben gefördert, die mit ihrer Tätigkeit einen Beitrag zur nachhaltigen Lösung der großen gesellschaftlichen Herausforderungen und zur Stärkung der Wirtschaft in den Leitmärkten leisten. Dabei ist von vornherein zu beachten, dass in der Projektlaufzeit eine angemessene anteilige Eigen- und Drittmittelfinanzierung der gesamten Forschungsinfrastruktur und/oder Forschungskapazitäten erfolgt.

Gefördert werden sollen in Übereinstimmung mit dem OP EFRE NRW:

  • umsetzungsorientierte Forschungsstrukturen und Forschungskapazitäten an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen,
  • Kompetenz- und Anwendungszentren im Rahmen von Kooperationsmodellen mit Unternehmen,
  • der Auf- und Ausbau von FuE-Einrichtungen der Wirtschaft sowie
  • Kooperationen im Sinne „virtueller Einrichtungen“, sofern zusätzliche Kompetenzen aufgebaut werden.


Gefördert werden können Ausgaben für:

  • projektbezogene Sachausgaben und Personalausgaben für umsetzungsorientierte Forschungsvorhaben einzelner Einrichtungen oder von Forschungsverbünden/Konsortien (Forschungskapazitäten);
  • die Anschaffung von Geräten, Anlagen und dafür erforderliche bauliche Maßnahmen (Investitionen);
  • Gemeinausgaben, wenn sie im Projekt anfallen, als Pauschale i. H. v. 25 v. H. der pauschalierten förderfähigen direkten Personalausgaben.


Des Weiteren können Machbarkeits- und Wirtschaftlichkeitsstudien im Vorfeld einer Einrichtung, Erweiterung oder Modernisierung von umsetzungsorientierten Forschungseinrichtungen bzw. Kompetenz- und Anwendungszentren gefördert werden. Gegenstand dieser Studien können die Überprüfung des

  • Innovationsgehalts,
  • der Exzellenz und der Zukunftsfähigkeit der Forschungsinfrastruktur im Kontext der Innovationsstrategie des Landes Nordrhein-Westfalen sowie
  • der Wirtschaftlichkeit und Finanzierungsperspektive dieser Einrichtungen sein.

Der Förderzeitraum der Vorhaben beträgt i. d. R. drei Jahre.

Wie wird gefördert?

Es ist ein zweistufiges Antragsverfahren vorgesehen. Grundlage der Förderung ist ein von einem Gutachtergremium positiv bewertetes Konzept zum Auf- oder Ausbau einer Forschungsinfrastruktur und/oder von Forschungskapazitäten. Auf Grundlage der eingereichten Konzepte schlägt das Gutachtergremium eine Auswahl von vielversprechenden Konzepten für Forschungsinfrastrukturen und -kapazitäten für das weitere Verfahren vor. Die Bewerber, deren Konzepte positiv bewertet wurden, werden zur Antragstellung aufgefordert. Die Bewilligung der Fördervorhaben wird von der örtlich zuständigen Bezirksregierung durchgeführt. Das Förderprogramm begann 2016 und sieht bis einschließlich 2018 bis zu fünf Einreichungsrunden zur Vorlage von Konzepten vor. Es wird allen Interessierten empfohlen, sich im Vorfeld vom Projektträger Jülich beraten zu lassen.

Die Gewinner des Wettbewerbs der Runden 1 bis 3


Das Auswahlgremium hat in der ersten Wettbewerbsrunde 2016 18 Bewerbungen zur Förderung empfohlen:

  • Aachener Center für Optikproduktion (Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie Aachen)
  • Aufbau einer Forschungsinfrastruktur – das Center for Applied Data Science Gütersloh (Fachhochschule Bielefeld)
  • Drug Discovery Hub Dortmund am ZIW – Translation akademischen Know-hows in die Anwendung (TU Dortmund)
  • Etablierung einer Forschungseinrichtung zur Produktion, Konzentrierung und Reinigung viraler Vektoren und Virus-Like
  • Particles (VLPs) zur Anwendung in Gentherapie-, Impfstoff- und Antikörperentwicklung (TH Köln)
  • FutureLab NRW: Digitalisiertes Modelllabor für die miniaturisierte instrumentelle und wirkungsbezogene Analytik der Zukunft (Institut für Energie und Umwelttechnik Duisburg)
  • Hochgenaue digitale Verkehrserfassung (RWTH Aachen)
  • Innovative multifunktionale erweiterte Messtechnische Zustandserfassung für Asphaltstraßen auf Basis des Traffic Speed
  • Deflectometer (Bergische Universität Wuppertal
  • Kompetenzschwerpunkt Biobasierte Produkte (Universität Bonn)
  • Kompetenzzentrum Wald und Holz 4.0 (RIF e.V. Dortmund)
  • Kompetenzzentrum Virtuelles Institut – Strom zu Gas und Wärme (Gas- und Wärme-Institut Essen)
  • Living Lab Gebäudeperformance (Universität Wuppertal)
  • Machbarkeitsstudie zur Erweiterung der Forschungsinfrastruktur des Automotive Center Südwestfalen um Einrichtungen und Personal im Technologiefeld „Generativer Leichtbau“ (Automotive Center Südwestfalen GmbH Attendorn)
  • Quick Innovation in Catalysis (RWTH Aachen)
  • Sichere Sensor-Applikationen in der intelligenten Stadt (IMST GmbH Kamp-Lintfort)
  • Smart Wind Park Laboratory (Ruhr-Universität Bochum)
  • Studie zu infrastrukturellen und prüftechnischen Anforderungen bei Mischbeanspruchungen zur Evaluierung der Isolationskoordination für HGÜ-Netze (TU Dortmund)
  • Urban Energy Lab 4.0 (RWTH Aachen)
  • Virtuelles Institut „Smart Energy“ zur Erhöhung des umsetzungsorientierten Forschungspotenzials in NRW im Kontext der Digitalisierung der Energiewirtschaft (Universität Münster)


Das Auswahlgremium hat in der zweiten Runde 2017 elf Vorhaben zur Förderung empfohlen:

  • Ausbau der Offshore-Kompetenz in NRW (DST Entwicklungszentrum für Schiffstechnik und Transportsysteme e.V., Duisburg)
  • Ausbau der umsetzungsorientierten Forschungsinfrastruktur für die gemeinnützige KIMW Forschungs-GmbH im Bereich der Oberflächentechnik für Kunststoffverarbeitungsprozesse (Gemeinnützige KIMW Forschungs-GmbH, Lüdenscheid)
  • Center zur Entwicklung der Baustelle von morgen (RWTH Aachen)
  • CLIB-Kompetenzzentrum Biotechnologie (Universität Bielefeld)
  • Forschungsinfrastruktur für zukünftige Batteriegenerationen (RWTH Aachen)
  • Industrial Additive Manufacturing NRW-Materials (Universität Paderborn)
  • Integriertes Labor für Wasserstofftechnik in Nordrhein-Westfalen (Zentrum für Brennstoffzellen Technik (ZBT) GmbH, Duisburg)
  • Klimaanpassung sowie neue Produkte und Werkstoffe in der Wasserwirtschaft (IKT - Institut für Unterirdische Infrastruktur, Gelsenkirchen)
  • kOmpLED (Universität zu Köln)
  • Optikzentrum (Fachhochschule Münster)
  • SFF – Smart FOODFACTORY (Hochschule Ostwestfalen-Lippe)


Das Auswahlgremium hat in der dritten Runde 2018 acht Beiträge ausgewählt:

  • Aachener Zentrum für Holzbauforschung (FH Aachen)
  • ELECTRA – Kompetenzzentrum Industrielle Elektrochemie (Forschungszentrum Jülich GmbH)
  • fiM Joint Lab – GMP für die klinische Bewertung (DWI Leibniz-Institut für Interaktive Materialien)
  • FWC – FutureWaterCampus (Universität Duisburg-Essen)
  • IloT-Plattform – Anwendungsorientierte Industrial-IoT-Plattform für das Center for Applied Data Science (FH Bielefeld)
  • KomIT – Kompetenzzentrum für Innovative Diabetes Therapie (Deutsches Diabetes-Zentrum Düsseldorf)
  • PIC 4.0 – Plastics Innovation Center 4.0 (RWTH Aachen)
  • SmaP – Zentrum für Smart Production Design Siegen (Universität Siegen)

 

Ansprechpartner/-in


Dr. Katharina Gartzen
+49 02461 61-9570

Dr. Dieter Labruier
+49 02461 61-4046

Downloads


Flyer Forschungsinfrastrukturen

PDF 655.12 KB nicht barrierefrei

Antrags- und Bewerbungsunterlagen

ZIP 376.83 KB nicht barrierefrei

Richtlinien 5. Runde

ZIP 5.08 MB nicht barrierefrei

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