Rechenzentren


Gefördert werden Investitionen und Optimierungsdienstleistungen, die die Energie- und Ressourceneffizienz eines Rechenzentrums deutlich erhöhen.

Es kann sich um folgende Maßnahmen handeln:

  • Optimierungsmaßnahmen und Investitionen an bestehender Infrastruktur in Rechenzentren (z. B. Nutzung freier Kühlung, Wärmestromführung, Erhöhung der Betriebstemperaturen, Abwärmenutzung, Bedarfssteuerung, Verbesserung der Server-Auslastung)
  • Investitionen zum Ersatz einzelner oder mehrerer Hardwarekomponenten in Rechenzentren und Serverräumen (insbesondere Server, Kälteanlagen, Kühlsysteme, Geräte für die unterbrechungsfreie Stromversorgung im Notfall, effiziente Netzteile und/oder intelligente Power Distribution Units) inklusive der notwendigen Optimierungsdienstleistungen
  • Optimierungsmaßnahmen und Investitionen zur Schaffung der Voraussetzung einer Zertifizierung des Rechenzentrums mit dem Blauen Engel
  • Investitionen in Messtechnik und Komponenten für ein Energiemonitoring
  • Ausgaben zur Durchführung von Mitarbeiterschulungen zum energieeffizienten Betrieb des Rechenzentrums

Rahmenbedingungen:

  • Förderquote: maximal 40 Prozent beziehungsweise 50 Prozent für finanzschwache Kommunen
  • für die Umsetzung in den technischen Anlagen und Gebäuden von Kindertagesstätten, Schulen, Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, Jugendwerkstätten sowie Sportstätten kann eine um fünf Prozentpunkte erhöhte Förderquote beantragt werden
  • Antragsteller aus den vier Braunkohlerevieren, die im Abschlussbericht der Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ (Stand Januar 2019) geografisch definiert sind, können eine um 15 Prozentpunkte erhöhte Förderquote beantragen
  • Bewilligungszeitraum: zwölf Monate
  • für die jeweiligen ersetzten und/oder optimierten Komponenten sind die entsprechenden Anforderungen des Umweltzeichens Blauer Engel für energieeffizienten Rechenzentrumsbetrieb (DE-UZ 161) einzuhalten (soweit diese anwendbar sind)
  • für die zu ersetzenden, zuwendungsfähigen IT-Komponenten (insbesondere Server) muss ein funktionaler oder technischer Erneuerungsbedarf bestehen
  • eine Leistungssteigerung der Komponenten ist nur zulässig, wenn die Steigerung (zum Beispiel der Rechenleistung von Servern, des Speichervolumens von Storage-Systemen oder der Bandbreite oder Anzahl der Ports von Netzwerktechnik) maximal 100 Prozent des ursprünglichen Werts oder alternativ der Energieverbrauch der erneuerten Technik maximal 50 Prozent des ursprünglichen Energieverbrauchs beträgt
  • im Rechenzentrum ist während des Bewilligungszeitraums ein Energiemonitoring entsprechend der Anforderungen des Blauen Engels (kontinuierliche Messung der elektrischen Leistung und des Energiebedarfs der wesentlichen Komponenten, Erfassung und Auswertung der Auslastung der Server und des Speichersystems) einzuführen. Für kleine Rechenzentren beziehungsweise Serverräume mit einer elektrischen Anschlussleistung der IT-Technik von ≤ 10 kWel oder die einen jährlichen Gesamtstromverbrauch (einschließlich Klimatisierung) von kleiner als 130 MWh/a aufweisen, ist ein reduziertes Energie-Monitoring ausreichend, das die relevanten Messungen mindestens monatlich durchführt und diese jährlich dokumentiert
  • es ist ein Energieeffizienzbericht nach den Anforderungen des Blauen Engels zu erstellen (unabhängig davon, ob eine Zertifizierung nach dem Umweltzeichen angestrebt wird)

Als Antrag einzureichen sind:

Projektträger Jülich – erkennen. fördern. gestalten.


Der Projektträger Jülich arbeitet im Auftrag von:
Der Projektträger Jülich in Zahlen im Jahr 2018
1.157
Mitarbeiter/innen
23.426
Laufende Vorhaben
1.752
Fördervolumen in Mio. Euro
4
Geschäftsstellen

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