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Erstvorhaben


Gefördert wird die Erstellung von Klimaschutzkonzepten durch Klimaschutzmanagerinnen oder -manager sowie die Umsetzung erster Maßnahmen.

Klimaschutzkonzepte müssen kurz-, mittel- und langfristige Ziele und Maßnahmen zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen aufzeigen und somit auf lokaler Ebene zur Erreichung der nationalen Klimaschutzziele beitragen. Sie müssen unter Einbeziehung aller relevanten Akteure erstellt werden sowie eine Energie- und Treibhausgasbilanz, eine Potenzialanalyse, Minderungsziele, einen Maßnahmenkatalog und eine Empfehlung für ein geeignetes Instrument zum Controlling und Management enthalten.

Die Klimaschutzmanagerinnen und -manager tragen die Gesamtverantwortung für die Erstellung und Umsetzung des Klimaschutzkonzepts. Sie koordinieren alle relevanten Aufgaben innerhalb der Verwaltung, mit verwaltungsexternen Akteuren sowie externen Dienstleistern, informieren sowohl verwaltungsintern als auch extern über die Erstellung und Umsetzung des Klimaschutzkonzepts und initiieren Prozesse und Projekte für die übergreifende Zusammenarbeit und Vernetzung wichtiger Akteure. Der/Die Klimaschutzmanager/in soll während seiner/ihrer Tätigkeit durch Information/Öffentlichkeitsarbeit, Moderation, Sensibilisierung und Mobilisierung sowie durch Management die Umsetzung des Gesamtkonzepts und einzelner Klimaschutzmaßnahmen unterstützen und initiieren. Ziel ist es, verstärkt Klimaschutzaspekte in die Verwaltungsabläufe beim Antragsteller zu integrieren.

Rahmenbedingungen:

  • Förderquote für Anträge zwischen 1. August 2020 und 31. Dezember 2021: maximal 75 Prozent beziehungsweise 100 Prozent für finanzschwache Kommunen
  • Antragsteller aus den vier Braunkohlerevieren, die im Abschlussbericht der Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ (Stand Januar 2019) geografisch definiert sind, können eine um 15 Prozentpunkte erhöhte Förderquote beantragen
  • Bewilligungszeitraum: 24 Monate
  • das Klimaschutzkonzept ist spätestens 18 Monate nach Beginn des Bewilligungszeitraums beim Projektträger einzureichen
  • sofern für eine ausgewählte Klimaschutzmaßnahme eine Förderung gemäß Ziffer 2.7.3 beantragt werden soll, muss sie Bestandteil des Klimaschutzkonzepts sein
  • Arbeiten zur Aktualisierung von bereits vorhandenen Klimaschutzkonzepten sind nicht zuwendungsfähig
  • wenn ein Kreis oder Landkreis ein Klimaschutzkonzept erstellt, das die Zuständigkeiten seiner kreisangehörigen Städte und Gemeinden umfasst, können die kreisangehörigen Kommunen darauf basierend einen eigenen Antrag für das Anschlussvorhaben stellen

Die folgend bereitgestellten Formulare bauen inhaltlich aufeinander auf. Bitte füllen Sie zuerst die Vorhabenbeschreibung, danach das Berechnungsformular und erst dann den easy-Online-Antrag aus.

Als Antrag einzureichen sind:

  1. Vorhabenbeschreibung (gemäß Vorlage)
  2. Berechnungsformular (gemäß Vorlage)
  3. easy-Online-Antrag 2.07.1 Klimaschutzkonzepte und Klimaschutzmanagement - Erstvorhaben
  4. Bestätigung, dass die Maßnahmen gemäß Vorlage beschrieben werden

Integrierter Klimaschutz


Integrierte Klimaschutzkonzepte umfassen möglichst alle klimarelevanten Bereiche und adressieren die unterschiedlichen Handlungsmöglichkeiten der Kommune als:

  • Verbraucherin und Vorbild (Klimaschutz in eigenen Liegenschaften, Anlagen und Fahrzeugen, bei der Straßenbeleuchtung, der IT-Infrastruktur, der Beschaffung, der Abfall- und Abwasserentsorgung etc.)
  • Planerin und Reguliererin (Bauleitplanung, Verkehrsplanung, Abfallgebühren etc.)
  • Versorgerin und Anbieterin (Strom- und Wärmeversorgung, erneuerbare Energien, Abfall- und Abwasserentsorgung, ÖPNV, kommunaler Wohnungsbau etc.)
  • Beraterin und Förderin (Motivation, Information, finanzielle Förderung etc.).

Klimafreundliche Wärme- und Kältenutzung


Klimaschutzkonzepte zur klimafreundlichen Wärme- und Kältenutzung stimmen die unterschiedlichen Energieträgerangebote mit den verschiedenen Wärme- und Kältebedarfen in einer Kommune aufeinander ab. Dies geschieht sowohl für die aktuelle Situation als auch für zukünftige Entwicklungen bei der Energieversorgung und dem Energiebedarf. Aus den verschiedenen Möglichkeiten sollen auf Basis der Analysen die klimafreundlichste und zugleich wirtschaftlichste Option ausgewählt und im Rahmen des Konzepts vertieft betrachtet werden. Das Konzept ist die Grundlage für eine strategische Wärme- und Kälteversorgungsplanung der Kommune und bietet wichtige Anhaltspunkte für die technische Umsetzung.

Klimafreundliche Mobilität


Klimaschutzkonzepte zur klimafreundlichen Mobilität zielen darauf ab, die Verkehrsplanung unter dem Gesichtspunkt des Klimaschutzes weiterzuentwickeln und Maßnahmen zu initiieren, die die Bürgerinnen und Bürger zu einer klimafreundlichen Verkehrsmittelwahl motivieren. Zuwendungsfähig sind umfassende Mobilitätskonzepte, die alle wesentlichen Verkehrsmittel und Verkehrsursachen vor Ort betrachten (insb. Fuß- und Radverkehr, öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV), Car-Sharing-Angebote, motorisierter Individualverkehr (MIV), Liefer- und anderer Gewerbeverkehr) und dabei auch unterschiedliche verkehrserzeugende Akteure wie Arbeitgeber (Pendlerströme, betriebliches Mobilitätsmanagement), Einkaufszentren etc. mit einbeziehen.

Übergangsregelung


Antragsteller mit Klimaschutzkonzepten oder -teilkonzepten, die noch nicht älter als 36 Monate sind, haben die Möglichkeit, für die Umsetzung des Konzepts die Förderung eines Klimaschutzmanagements zu beantragen. Der Bewilligungszeitraum beträgt in diesem Fall in der Regel maximal 36 Monate für integrierte Konzepte und 24 Monate für Teilkonzepte.

Für die Umsetzung von integrierten Konzepten gilt: Aufgrund der unterschiedlichen Zeitdauern des Erstvorhabens gemäß neuer Kommunalrichtlinie vom 5. Juni 2019 (2 Jahre) und alter Kommunalrichtlinie (3 Jahre) werden die maximalen Ausgaben pro Leistung entsprechend umgerechnet. Folgende Leistungen und maximale Ausgabenhöhen können bei Umsetzung eines integrierten Konzepts im Rahmen der Übergangsregelung für das Erstvorhaben beantragt werden:

  • Sach- und Personalausgaben für Fachpersonal, das im Rahmen des Vorhabens zusätzlich beschäftigt wird (Stelle für Klimaschutzmanagement)
  • Vergütungen für den Einsatz fachkundiger externer Dienstleister zur professionellen Prozessunterstützung in einem zeitlichen Umfang von maximal fünf Tagen pro Jahr
  • Sachausgaben zur Beteiligung der relevanten Akteure (Organisation und Durchführung von Beteiligungsprozessen) im Umfang von maximal 15.000 Euro
  • Ausgaben für Dienstreisen einschließlich der Teilnahmegebühren für Weiterqualifizierungen an bis zu neun Tagen im Aufgabenspektrum des Klimaschutzmanagements
  • Ausgaben für Dienstreisen einschließlich der Teilnahmegebühren für die Teilnahme an Vernetzungstreffen, Fachtagungen oder sonstigen Informationsveranstaltungen, die in direktem Zusammenhang mit der Stelle für Klimaschutz stehen, an bis zu fünf Tagen im Jahr für Klimaschutzmanagerinnen beziehungsweise Klimaschutzmanager sowie kommunale Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter, die mit dem Klimaschutz beauftragt sind
  • Ausgaben für die begleitende Öffentlichkeitsarbeit im Umfang von maximal 7.500 Euro

Da die Umsetzung eines Teilkonzepts nach alter und neuer Richtlinie jeweils max. 24 Monate beträgt, ist keine Umrechnung erforderlich.

 Als Antrag einzureichen sind:

  • Vorhabenbeschreibung (gemäß Vorlage)
  • Berechnungsformular (gemäß Vorlage)
  • easy-Online-Antrag
  • Beschluss des höchsten Gremiums des Antragstellers zur Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes und Aufbau eines Klimaschutzcontrollings

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Der Projektträger Jülich in Zahlen im Jahr 2019
1.320
Mitarbeiter/innen
28.146
Laufende Vorhaben
1950
Fördervolumen in Mio. Euro
4
Geschäftsstellen

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