Anschlussvorhaben


Gefördert wird die Umsetzung von Maßnahmen aus dem Klimaschutzkonzept.

Die Klimaschutzmanagerinnen und -manager tragen die Gesamtverantwortung für die Umsetzung des Klimaschutzkonzepts. Sie koordinieren alle relevanten Aufgaben innerhalb der Verwaltung, mit verwaltungsexternen Akteuren sowie externen Dienstleistern, informieren sowohl verwaltungsintern als auch extern über die Umsetzung des Klimaschutzkonzepts und initiieren Prozesse und Projekte für die übergreifende Zusammenarbeit und Vernetzung wichtiger Akteure. Der/Die Klimaschutzmanager/in soll während seiner/ihrer Tätigkeit durch Information/Öffentlichkeitsarbeit, Moderation, Sensibilisierung und Mobilisierung sowie durch Management die Umsetzung des Gesamtkonzepts und einzelner Klimaschutzmaßnahmen unterstützen und initiieren. Ziel ist es, verstärkt Klimaschutzaspekte in die Verwaltungsabläufe beim Antragsteller zu integrieren.

Rahmenbedingungen:

  • Förderquote: maximal 40 Prozent  beziehungsweise 55 Prozent für finanzschwache Kommunen
  • Antragsteller aus den vier Braunkohlerevieren, die im Abschlussbericht der Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ (Stand Januar 2019) geografisch definiert sind, können eine um 15 Prozentpunkte erhöhte Förderquote beantragen. Bitte beachten Sie, dass Eigenmittel in Höhe von mindestens 15 Prozent des Gesamtvolumens der zuwendungsfähigen Ausgaben vom Antragsteller eingebracht werden müssen. Finanzschwache Kommunen müssen mindestens 10 Prozent des Gesamtvolumens der zuwendungsfähigen Ausgaben einbringen
  • Bewilligungszeitraum: 36 Monate für die Umsetzung integrierter Konzepte beziehungsweise 24 Monate für die Umsetzung von Wärmenutzungs- sowie Mobilitätskonzepten 
  • Wahrnehmung von Mentoringaufgaben (zeitlicher Umfang von zwei bis fünf Tagen pro Jahr) durch den/die Klimaschutzmanager/in
  • der Antrag für das Anschlussvorhaben ist spätestens sechs Monate vor Ende des Bewilligungszeitraums des Erstvorhabens einzureichen
  • wenn ein Kreis oder Landkreis ein Klimaschutzkonzept erstellt, das die Zuständigkeiten seiner kreisangehörigen Städte und Gemeinden umfasst, können die kreisangehörigen Kommunen darauf basierend einen eigenen Antrag für das Anschlussvorhaben stellen
  • Arbeiten zur Aktualisierung von bereits vorhandenen Klimaschutzkonzepten sind nicht zuwendungsfähig

Als Antrag einzureichen sind:

  • easy-Online-Antrag
  • Vorhabenbeschreibung (Vorlage ist aktuell noch nicht relevant und wird vorauss. Anfang 2020 zur Verfügung gestellt)
  • Berechnungsformular (gemäß Vorlage)

Integrierter Klimaschutz


Klimaschutzmanager/-innen setzen die im Erstvorhaben entwickelten Konzepte um.

Integrierte Klimaschutzkonzepte umfassen möglichst alle klimarelevanten Bereiche und adressieren die unterschiedlichen Handlungsmöglichkeiten der Kommune als:

  • Verbraucherin und Vorbild (Klimaschutz in eigenen Liegenschaften, Anlagen und Fahrzeugen, bei der Straßenbeleuchtung, der IT-Infrastruktur, der Beschaffung, der Abfall- und Abwasserentsorgung etc.)
  • Planerin und Reguliererin (Bauleitplanung, Verkehrsplanung, Abfallgebühren etc.)
  • Versorgerin und Anbieterin (Strom- und Wärmeversorgung, erneuerbare Energien, Abfall- und Abwasserentsorgung, ÖPNV, kommunaler Wohnungsbau etc.)
  • Beraterin und Förderin (Motivation, Information, finanzielle Förderung etc.).

Klimafreundliche Wärme- und Kältenutzung


Klimaschutzmanager/-innen setzen die im Erstvorhaben entwickelten Konzepte um.

Klimaschutzkonzepte zur klimafreundlichen Wärme- und Kältenutzung stimmen die unterschiedlichen Energieträgerangebote mit den verschiedenen Wärme- und Kältebedarfen in einer Kommune aufeinander ab. Dies geschieht sowohl für die aktuelle Situation als auch für zukünftige Entwicklungen bei der Energieversorgung und dem Energiebedarf. Aus den verschiedenen Möglichkeiten sollen auf Basis der Analysen die klimafreundlichste und zugleich wirtschaftlichste Option ausgewählt und im Rahmen des Konzepts vertieft betrachtet werden. Das Konzept ist die Grundlage für eine strategische Wärme- und Kälteversorgungsplanung der Kommune und bietet wichtige Anhaltspunkte für die technische Umsetzung.

Klimafreundliche Mobilität


Klimaschutzmanager/-innen setzen die im Erstvorhaben entwickelten Konzepte um.

Klimaschutzkonzepte zur klimafreundlichen Mobilität zielen darauf ab, die Verkehrsplanung unter dem Gesichtspunkt des Klimaschutzes weiterzuentwickeln und Maßnahmen zu initiieren, die die Bürgerinnen und Bürger zu einer klimafreundlichen Verkehrsmittelwahl motivieren. Zuwendungsfähig sind umfassende Mobilitätskonzepte, die alle wesentlichen Verkehrsmittel und Verkehrsursachen vor Ort betrachten (insbesondere Fuß- und Radverkehr, öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV), Car-Sharing-Angebote, motorisierter Individualverkehr (MIV), Liefer- und anderer Gewerbeverkehr) und dabei auch unterschiedliche verkehrserzeugende Akteure wie Arbeitgeber (Pendlerströme, betriebliches Mobilitätsmanagement), Einkaufszentren etc. mit einbeziehen.

Übergangsregelung


Antragsteller. die bereits ein Klimaschutzmanagement-Erstvorhaben auf Basis einer alten Kommunalrichtlinie durchführen, haben die Möglichkeit, für die Weiterführung der Stelle für Klimaschutzmanagement die Förderung eines Anschlussvorhabens zu beantragen. Der Bewilligungszeitraum beträgt in diesem Fall in der Regel maximal 24 Monate (für Teilkonzepte in der Regel maximal 12 Monate). Die Aufgaben des Klimaschutzmanagements entsprechen den Aufgaben des Klimaschutzmanagements zur Konzeptumsetzung der vorliegenden Richtlinie. 

Für die Umsetzung von integrierten Konzepten gilt: Aufgrund der unterschiedlichen Zeitdauern des Anschlussvorhabens für integrierte Konzepte gemäß neuer Kommunalrichtlinie vom 5. Juni 2019 (3 Jahre) und alter Kommunalrichtlinie (2 Jahre) werden die maximalen Ausgaben pro Leistung entsprechend umgerechnet. Folgende Leistungen und maximale Ausgabenhöhen können bei Umsetzung eines integrierten Konzepts im Rahmen der Übergangsregelung für das Anschlussvorhaben beantragt werden:

  • Sach- und Personalausgaben für Fachpersonal, das im Rahmen des Vorhabens zusätzlich beschäftigt wird (Stelle für Klimaschutzmanagement)
  • Vergütungen für den Einsatz fachkundiger externer Dienstleister zur professionellen Prozessunterstützung in einem zeitlichen Umfang von maximal fünf Tagen pro Jahr
  • Sachausgaben zur Beteiligung der relevanten Akteure (Organisation und Durchführung von Beteiligungsprozessen) im Umfang von maximal 3.333 Euro
  • Ausgaben für Dienstreisen einschließlich der Teilnahmegebühren für Weiterqualifizierungen an bis zu sechs Tagen im Aufgabenspektrum des Klimaschutzmanagements
  • Ausgaben für Dienstreisen einschließlich der Teilnahmegebühren für die Teilnahme an Vernetzungstreffen, Fachtagungen oder sonstigen Informationsveranstaltungen, die in direktem Zusammenhang mit der Stelle für Klimaschutz stehen, an bis zu fünf Tagen im Jahr für Klimaschutzmanagerinnen beziehungsweise Klimaschutzmanager sowie kommunale Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter, die mit dem Klimaschutz beauftragt sind
  • Ausgaben für die begleitende Öffentlichkeitsarbeit im Umfang von maximal 13.333 Euro

Sollte ein Teilkonzept umgesetzt werden, werden die zuwendungsfähigen Ausgaben entsprechend anteilig auf ein Jahr heruntergerechnet.

Als Antrag einzureichen sind:

Projektträger Jülich – erkennen. fördern. gestalten.


Der Projektträger Jülich arbeitet im Auftrag von:
Der Projektträger Jülich in Zahlen im Jahr 2018
1.157
Mitarbeiter/innen
23.426
Laufende Vorhaben
1.752
Fördervolumen in Mio. Euro
4
Geschäftsstellen

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