Abfallentsorgung


Gefördert werden Maßnahmen zur verbesserten Erfassung und Optimierung der Verwertung von Garten-, Grün- und
Bioabfällen sowie zur Treibhausgasemissionsreduktion in stillgelegten Siedlungsabfalldeponien.

Aufbau von Strukturen zur Sammlung von Garten- und Grünabfällen aus dem privaten, kommunalen und gewerblichen Bereich


Gefördert wird der Aufbau eines Systems von dezentralen Übergabepunkten, die zeitlich unbegrenzt zur Anlieferung von Garten- und Grünabfällen aus dem privaten, kommunalen und gewerblichen Bereich zur Verfügung stehen.

Rahmenbedingungen:

  • Förderquote: max. 40 Prozent; max. Zuwendung: 200.000 Euro
  • Bewilligungszeitraum: 18 Monate
  • bei der Errichtung von Sammelplätzenwird ein fester Untergrund geschaffen, der mit schwerem Gerät befahrbar ist und ein Vermischen mit Störstoffen (z. B. Steinen) verhindert. Für den Bau müssen im Umfang von 40 Prozent Sekundärrohstoffe verwendet werden (Asphaltfräsgut o. Ä.)

Als Antrag einzureichen sind:

Neubau von emissionsarmen, effizienten Vergärungsanlagen


Gefördert wird die Vergärung bzw. Kaskadennutzung (Erzeugung von Biogas mit anschließender Nachrotte bzw. stofflicher Nutzung der festen Gärreste) für Abfälle, die mittels Biotonne getrennt gesammelt wurden. Durch die Bioabfallvergärung und die energetische Nutzung des erzeugten Biogases können fossile Energieträger substituiert werden; die Vergärung von Bioabfällen leistet somit einen Beitrag zur Reduzierung der Emission klimaschädigender Gase.

Rahmenbedingungen:

  • Förderquote: max. 40 Prozent; max. Zuwendung: 600.000 Euro
  • Bewilligungszeitraum: 36 Monate
  • die flächendeckende Einführung der Biotonne mit Anschluss- und Benutzungszwang ist gegeben oder befindet sich nachweislich in der Umsetzung/Planung
  • es werden ausschließlich Anlagen mit einer installierten Leistung über 150 Kilowatt gefördert

Als Antrag einzureichen sind:

Technologien zur aeroben in-situ-Stabilisierung von stillgelegten Siedlungsabfalldeponien


Gefördert wird der Einsatz geeigneter Klimaschutztechnologien zur aeroben in-situ-Stabilisierung von stillgelegten Siedlungsabfalldeponien oder einzelnen Abschnitten dieser Deponien, in denen vor dem 1. Juni 2005 in erheblichem Umfang biologisch abbaubare Abfälle abgelagert wurden und deren Methanbildung soweit abgeklungen ist, dass eine energetische Nutzung des Deponiegases nicht mehr möglich ist, sowie bei Altablagerungen. Es sollen Verfahren der Saug- oder Druckbelüftung sowie Kombinationen dieser Belüftungsverfahren mit einer gezielten, bedarfsabhängigen Infiltration von Wasser zum Einsatz kommen.

Rahmenbedingungen:

  • Förderquote: max. 50 Prozent bzw. 60 Prozent für finanzschwache Kommunen; max. Zuwendung: 500.000 Euro
  • Bewilligungszeitraum: 18 Monate
  • das Treibhausgasminderungspotenzial der Maßnahmen muss mindestens 50 Prozent betragen und durch eine Potenzialstudie (siehe Ziffer 2.6 der vorliegenden Richtlinie) belegt sein, die nicht älter als zwei Jahre ist

Als Antrag einzureichen sind:

  • easy-Online-Antrag
  • Vorhabenbeschreibung (gemäß Vorlage)
  • eine Potenzialstudie, die nicht älter als zwei Jahre ist und grundsätzlich die gleichen Anforderungen erfüllt wie die „Potenzialstudie für Siedlungsabfalldeponien" gemäß des strategischen Förderschwerpunkts  Potenzialstudie (gemäß Ziffer 2.6 der Kommunalrichtlinie)
  • Kopie der Anzeige der Maßnahme bei der Genehmigungsbehörde oder Stellungnahme der Genehmigungsbehörde für die Installation von Anlagen zur Belüftung bzw. Absaugung
  • Plausibilitätsberechnung zum Hilfsaggregat, mit Gegenüberstellung des Energieverbrauchs der geplanten Anlage und der Energiebereitstellung mit dem Aggregat zum Nachweis, dass das Hilfsaggregat den Eigenenergieverbrauch der Anlage deckt, darüber hinaus jedoch keine Gasverwertung stattfindet

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