InnoSysTox-Moving - Innovative Systemtoxikologie als Alternative zum Tierversuch - Hin zur Anwendung

eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

Um für die Sicherheit von Chemikalien und neuen Produkten wie Batterien zu sorgen, ist ein tiefgehendes Verständnis der potentiellen toxischen Wirkung dieser Stoffe erforderlich. Eine steigende Anzahl rechtlich vorgeschriebener Sicherheitsprüfungen für Verbraucher und Mitarbeiter erfordert aktuell Toxizitätstests an Tieren. Um diese Tierversuche möglichst zu vermeiden, besteht ein hoher Bedarf an der Entwicklung alternativer Ansätze.

Innovative Strategien auf der Grundlage humanbiologischer Erkenntnisse helfen, die Entwicklung tierversuchsfreier Methoden zu beschleunigen. Dabei erlauben systembiologische Modelle eine umfassende Sichtweise auf den Organismus als Ganzes. Diese Ansätze sollen genutzt werden, um auf eine bessere Prognostizierung und Quantifizierung von Risiken für die menschliche Gesundheit hinzuarbeiten und gleichzeitig den Einsatz von Tieren in Experimenten zu senken.

Um dies zu erreichen sollen regional vorhandene Ressourcen gebündelt und die internationale Zusammenarbeit in der 3R-Forschung, Systembiologie, Bioinformatik und Toxikologie gestärkt werden. 2014 veröffentlichten die Niederländische Organisation für Gesundheitsforschung und Entwicklung, ZonMw und das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) eine erste gemeinsame Förderrichtlinie für transnationale multidisziplinäre Projekte unter dem Namen InnoSysTox. Um diesen Bereich in Europa weiter zu stärken und nachhaltige Forschungskooperationen zwischen Deutschland, den Niederlanden und nun auch Belgien weiter auszubauen und zu fördern, veröffentlichen ZonMw, das BMBF und der belgische Fonds für Wissenschaftliche Forschung (F.R.S.-FNRS) nun eine Folgerichtlinie.

Einreichungsfrist:Einreichungsfrist ( noch 41 Tage )
Startdatum: 25. April 2019 Enddatum: 02. Juli 2019 Heute 22. Mai 2019

Informationen zur Förderung


Wer wird gefördert?

Antragsberechtigt sind staatliche und nicht-staatliche Hochschulen und außer-universitäre Forschungseinrichtungen sowie Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft mit FuE-Kapazität, wie z. B. kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Zum Zeitpunkt der Auszahlung einer gewährten Zuwendung wird das Vorhandensein einer Betriebsstätte oder Niederlassung (Unternehmen) bzw. einer sonstigen Einrichtung, die der Tätigkeit des Zuwendungsempfängers dient (Hochschule, Forschungseinrichtung) in Deutschland verlangt.

Was wird gefördert?

Gegenstand der Förderung sind zunächst auf bis zu vier Jahre angelegte anwendungsorientierte Projekte internationaler Forschungsverbünde. In einem interdisziplinären Ansatz aus systembiologischer und toxikologischer Forschung sollen innovative Projekte zum Ersatz von Tierversuchen gefördert werden. Die gemeinsamen Projekte sollen durch die internationale Zusammenarbeit in einem Konsortium öffentlicher und privater Partner einen Mehrwert generieren. Verbundprojekte müssen einen Beitrag zum konkreten, gezielten und zeitnahen Transfer von Ergebnissen und Daten in die breite Anwendung leisten. Bestehende alternative Ansätze zu toxikologischen Prüfungen sollen signifikant weiterentwickelt und für die zeitnahe und breite Überführung in die angewandte Forschung vorbereitet werden. Gegenstand des Verbundprojekts müssen die Technologiereifegrade (TRL) 2-4 sein.

Wie wird gefördert?

Die Zuwendungen können auf dem Weg der Projektförderung als nicht rückzahlbare Zuschüsse gewährt werden. Jedes gemeinsame Projektkonsortium kann ein Verbundprojekt mit einer Dauer von maximal vier Jahren beantragen. Projektbezogene Personalkosten auf deutscher Seite können insgesamt für maximal 36 Personenmonate gefördert werden. Eine grenzüberschreitende Förderung ist nicht zulässig.

Bemessungsgrundlage für Hochschulen, Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen und vergleichbare Institutionen sind die zuwendungsfähigen projektbezogenen Ausgaben (bei Helmholtz-Zentren und der Fraunhofer-Gesellschaft – FhG – die zuwendungsfähigen projektbezogenen Kosten), die individuell bis zu 100 Prozent gefördert werden können.

Bemessungsgrundlage für Zuwendungen an Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft sind die zuwendungsfähigen projektbezogenen Kosten, die in der Regel – je nach Anwendungsnähe des Vorhabens – bis zu 50 Prozent anteilfinanziert werden können. Nach BMBF-Grundsätzen wird eine angemessene Eigenbeteiligung – grundsätzlich mindestens 50 Prozent der entstehenden zuwendungsfähigen Kosten – vorausgesetzt. Für KMU erlaubt die AGVO gegebenenfalls höhere Förderquoten.

Projektträger Jülich – erkennen. fördern. gestalten.


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