Initiative zur europäischen Koordinierung der Forschung in der Synthetischen Biologie – ERASynBio

eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

Die ERASynBio-Initiative war ursprünglich eine Maßnahme innerhalb des ERA-Net-Schemas des 7. Forschungsrahmenprogramms der Europäischen Kommission (FP7 – European Research Area Networks). Die dreijährige Laufzeit endete am 31. Dezember 2014. Das ERA-Net hat seine Aktivität als selbsttragende Initiative fortgesetzt und ist jetzt gemeinsam mit den ERA-Nets ERA-IB und ERASysAPP in eine neue ERA-NET-Cofund-Initiative ERA CoBioTech (European Research Area Net Cofund on Biotechnologies) übergegangen. Gegenwärtig sind acht Partner und sechs Organisationen mit Beobachterstatus beteiligt. Ziel ist es weiterhin, die Kooperation und die Koordinierung von Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zu verbessern, die auf nationaler oder regionaler Ebene in Mitgliedstaaten oder assoziierten Staaten der Europäischen Union im Bereich der Synthetischen Biologie umgesetzt werden. Im Rahmen von ERASynBio wurden drei gemeinsame Bekanntmachungen veröffentlicht, die dritte zusammen mit den ERA-Nets ERA-IB (industrielle Biotechnologie) und ERA-MBT (marine Biotechnologie).

Einreichungsfrist:Einreichungsfrist ( abgelaufen: 28. April 2014 – 03. Juli 2014 )

Informationen zur Förderung


Wer wird gefördert?

Antragsberechtigt sind staatliche und nicht-staatliche Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, wissenschaftliche Arbeitsgemeinschaften mit eigener Rechtsperson sowie Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft mit Sitz in Deutschland. Die Beteiligung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) ist ausdrücklich erwünscht ( Definition der Europäischen Gemeinschaft für ein KMU). Forschungseinrichtungen, die gemeinsam von Bund und Ländern grundfinanziert werden, kann nur unter bestimmten Voraussetzungen ergänzend zu ihrer Grundförderung eine Projektförderung für ihren zusätzlichen Aufwand bewilligt werden.

Was wird gefördert?

Die geförderten Projekte bearbeiten unterschiedlichste Themen im Bereich der synthetischen Biologie (Details: siehe Website des Netzwerks). Während sich die ersten beiden gemeinsamen Bekanntmachungen ausschließlich auf Themen der synthetischen Biologie fokussierten, war die dritte gemeinsame Bekanntmachung offen für Themen der industriellen, marinen und synthetischen Biologie.

Wie wird gefördert?

Die Zuwendungen können auf dem Wege der Projektförderung als nicht rückzahlbare Zuschüsse gewährt werden. Zuwendungsfähig für Antragsteller außerhalb der gewerblichen Wirtschaft ist der vorhabenbedingte Mehraufwand, wie Personal-, Sach- und Reisemittel sowie in begründeten Ausnahmefällen projektbezogene Investitionen, die nicht der Grundausstattung der Antragstellerin oder des Antragstellers zuzurechnen sind.

Bemessungsgrundlage für Hochschulen, Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen und vergleichbare Institutionen sind die zuwendungsfähigen projektbezogenen Ausgaben (bei Helmholtz-Zentren und der Fraunhofer-Gesellschaft – FhG – die zuwendungsfähigen projektbezogenen Kosten), die individuell bis zu 100 Prozent gefördert werden können.

Bemessungsgrundlage für Zuwendungen an Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft sind die zuwendungsfähigen projektbezogenen Kosten, die in der Regel – je nach Anwendungsnähe des Vorhabens – bis zu 50 Prozent anteilfinanziert werden können. Nach BMBF-Grundsätzen wird eine angemessene Eigenbeteiligung – grundsätzlich mindestens 50 Prozent der entstehenden zuwendungsfähigen Kosten – vorausgesetzt. Für KMU erlaubt die AGVO ggf. höhere Förderquoten.

Aktuelller Stand


Die geförderten acht Projekte der ersten ERASynBio-Förderrunde werden voraussichtlich im Jahr 2017 enden, die sieben Projekte der zweiten Runde im Jahr 2018 und die vier der dritten Runde im Jahr 2020.

Das ERASynBio-Nachfolge-ERA-Net CoBioTech wird die Förderaktivitäten zur synthetischen Biologie fortsetzen. Erste geförderte Projekte sind für das Jahr 2018 zu erwarten.

Projektträger Jülich – erkennen. fördern. gestalten.


Der Projektträger Jülich arbeitet im Auftrag von:
Der Projektträger Jülich in Zahlen im Jahr 2016
1085
Mitarbeiter/innen
17.891
Laufende Vorhaben
1.460
Fördervolumen in Mio. Euro
4
Geschäftsstellen