Alternativmethoden zum Tierversuch

eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

Der Tierschutz hat in Deutschland einen besonders hohen Stellenwert. Dies wird nicht zuletzt durch seine Verankerung im Grundgesetz deutlich. Menschen dürfen Tieren ohne Grund keine Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen. Vor diesem Hintergrund sind auch Tierversuchen in Deutschland rechtlich enge Grenzen gesetzt. Sie müssen genehmigt werden und gelten nur dann als ethisch vertretbar, wenn sie auf das unerlässliche Maß beschränkt bleiben. Bereits seit 1980 treibt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Suche nach Ersatzmethoden zum Tierversuch voran – bislang in mehr als 500 Forschungsprojekten. Mit der im Dezember 2015 veröffentlichten Richtlinie zur Förderung von „Alternativmethoden zum Tierversuch“ wird der bewährte BMBF-Förderschwerpunkt modernisiert. Ein zentrales Ziel ist dabei, die zeitnahe Umsetzung der Forschungsergebnisse in die Praxis weiter zu beschleunigen.

Einreichungsfrist:Einreichungsfrist jährlich zum 15. März um 16 Uhr MEZ ( noch 119 Tage )
Startdatum: 15. März 2018 Enddatum: 15. März 2019 Heute 15. November 2018

Informationen zur Förderung


Wer wird gefördert?

Antragsberechtigt sind Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft mit Sitz in Deutschland.

Forschungseinrichtungen, die von Bund und/oder Ländern grundfinanziert werden, kann neben ihrer institutionellen Förderung nur unter bestimmten Voraussetzungen eine Projektförderung für ihre zusätzlichen projektbedingten Ausgaben beziehungsweise Kosten bewilligt werden.

Was wird gefördert?

In Modul I der Förderrichtlinie werden Forschungs- und Entwicklungsvorhaben finanziert, die auf dem 3R-Konzept nach Russel und Burch fußen. Dazu zählen Testverfahren, die Tierversuche entweder vollständig ersetzen (Replacement) oder – falls dies nicht möglich ist – die Anzahl der verwendeten Tiere reduzieren (Reduction) bzw. das Leiden der Tiere verringern können (Refinement). Zusätzlich werden Konzepte für die Verbreitung von Alternativmethoden (etwa die Ausrichtung von Schulungen oder Trainingskursen) und Strategien für die Implementierung unterstützt (Modul II). In beiden Modulen kann zudem die Begleitung der Vorhaben durch erfahrene Mentoren gefördert werden.

Wie wird gefördert?

Zuwendungen werden im Wege der Projektförderung als nicht rückzahlbare Zuschüsse gewährt. Bemessungsgrundlage für Hochschulen, Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen und vergleichbare Institutionen sind die zuwendungsfähigen projektbezogenen Ausgaben, die individuell bis zu 100 Prozent gefördert werden können. Bemessungsgrundlage für Zuwendungen an Unternehmen sind die zuwendungsfähigen projektbezogenen Kosten, die in der Regel – je nach Anwendungsnähe des Vorhabens – bis zu 50 Prozent anteilfinanziert werden können.

Projektträger Jülich – erkennen. fördern. gestalten.


Der Projektträger Jülich arbeitet im Auftrag von:
Der Projektträger Jülich in Zahlen im Jahr 2017
1.092
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20.595
Laufende Vorhaben
1.614
Fördervolumen in Mio. Euro
4
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