Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zur Unterstützung des Markthochlaufs der Elektromobilität

eine Initiative des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI)

Mit der Förderrichtlinie Elektromobilität unterstützt das BMVI den Markthochlauf von Elektrofahrzeugen und die dazugehörige Ladeinfrastruktur, kommunale Konzepte sowie anwendungsorientierte Forschungs- und Entwicklungsmaßnahmen. Im Fokus dieses Aufrufs stehen Forschungs- und Entwicklungsvorhaben gemäß Absatz 2.2 der Förderrichtlinie.

 

Achtung: Verlängerte Einreichungsfrist bis zum 16. August 2019 aufgrund der technischen Störungen im easy-Online Skizzenformular am 15./15. August. An der Behebung des Problems wird derzeit gearbeitet. Das korrekte Skizzenformular steht inzwischen wieder zur Verfügung stehen.

Einreichungsfrist:Aufruf 05/2019 ( abgelaufen: 15. Mai 2019 – 16. August 2019 )
Bekanntmachung

Informationen zur Förderung


Wer wird gefördert?

Antragsberechtigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Gebietskörperschaften und gemeinnützige Organisationen. Die Antragsteller müssen die zur erfolgreichen Bearbeitung der im Projekt beschriebenen Aufgaben notwendige Qualifikation und eine ausreichende Kapazität zur Durchführung des Vorhabens besitzen. Die Antragsteller müssen ferner eine ausreichende Bonität nachweisen. Forschungseinrichtungen, die von Bund und Ländern grundfinanziert werden, kann nur für Aufgaben außerhalb der Grundfinanzierung eine Projektförderung für ihren zusätzlichen Aufwand bewilligt werden.

Die Antragstellung durch kleine und mittlere Unternehmen (KMU) im Sinne der Bestimmungen im Anhang 1 AGVO wird
ausdrücklich begrüßt.

Was wird gefördert?

Die inhaltlichen Schwerpunkte des Förderaufrufes 05/2019 sind:

Die inhaltlichen Schwerpunkte des Aufrufes sind:

1)

Anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung (sogenannte Demo-Großprojekte): Zielsetzung dieses Schwerpunkts ist die Beantwortung von Forschungsfragen, die sich aus dem Einsatz von bestehenden Fahrzeugflotten (auch Flottenmixe zulässig) und der betriebsnotwendigen Infrastruktur ergeben, mit der Perspektive des weiteren Ausbaus.

  • Zulässig sind Vorhaben unter Einbeziehung von Fahrzeugflotten und Lade-Infrastrukturen, die bereits bestehen und / oder schon beantragt wurden, mit unmittelbar zum Start des F&E-Vorhabens erfolgter Beschaffung.
  • Die Flotte kann sich aus einzelnen oder verschiedenen verfügbaren Fahrzeugsegmenten zusammensetzen, z.B. Pkw, leichte Nutzfahrzeuge, Lkw, Busse, Schiffe inkl. der notwendigen Infrastruktur-Lösungen. Die passende Flottengröße ist abhängig vom Einsatz- und Forschungszweck und muss sinnvoll beschrieben werden.
  • Die Vorhaben sollen einen gesamt-systemischen Ansatz verfolgen, um verkehrliche Auswirkungen sowie die Schadstoffreduzierungen durch den Einsatz von elektrifizierten Innenstadtverkehren zu untersuchen.
  • Zusätzlich können die Vorhaben Forschungsfragen thematisieren, die im Zusammenhang mit einer steigenden Fahrzeugzahl und des damit notwendigen Ladeinfrastrukturaufbaus in einem städtischen Quartier entstehen.

 

2)     

Technologieforschung und -entwicklung in Anwendungsbereichen mit geringer Fahrzeugverfügbarkeit (Marktverfügbarkeit), u.a. in den Anwendungsfeldern Güter-/Wirtschaftsverkehr (insbesondere Lkw), Busse, Schiffe und Sonderverkehre:

  • Komponenten- / Systementwicklung und Integration ins Gesamtsystem: mit dem Ziel der Steigerung der Effizienz im Gesamtsystem
  • Anwendungsorientierte Batterieentwicklung (z.B. Feststoffbatterie) u.a. mit Betrachtung des kompletten Lebenszyklus (keine Grundlagenforschung)
  • Batteriewechselsysteme, Batterieintegration
  • Ladeinfrastruktur für die genannten Anwendungsbereiche z.B. Schnellladen für Lkw.

Wie wird gefördert?

Es erfolgt eine Projektförderung im Wege der Anteilfinanzierung. Die Zuwendung wird als nicht rückzahlbarer Zuschuss gewährt und bei der Bewilligung auf einen Höchstbetrag begrenzt. Soweit die Gewährung einer Zuwendung europäisches Beihilferecht berührt, muss die Bemessung der jeweiligen Förderquote die Regelung über Beihilfen für Forschung, Entwicklung und Innovation in Artikel 25 AGVO berücksichtigen.

F&E-Vorhaben im Rahmen industrieller Forschung können danach mit bis zu 50 Prozent, F&E-Vorhaben im Rahmen experimenteller Entwicklung mit bis zu 25 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten bezuschusst werden. Die AGVO lässt jedoch für KMU sowie unter bestimmten Voraussetzungen bei einer tatsächlichen Zusammenarbeit mit Partnern eine höhere Beihilfeintensität zu, wenn das Vorhaben anderenfalls nicht durchgeführt werden kann.

Die durch ein Vorhaben verursachten zusätzlichen Ausgaben können bei Hochschulen vollfinanziert, bei Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen mit Anteilfinanzierung bis zu 90 Prozent gefördert werden, sofern das Vorhaben ohne die Übernahme der hohen Finanzierung durch den Bund nicht durchgeführt werden könnte und damit die Erfüllung des Zuwendungszwecks in dem notwendigen Umfang nicht möglich wäre.

Übt ein und dieselbe Einrichtung sowohl wirtschaftliche als auch nichtwirtschaftliche Tätigkeiten aus, fällt die öffentliche Finanzierung der nichtwirtschaftlichen Tätigkeiten nicht unter Artikel 107 Absatz 1 AEUV, wenn die nichtwirtschaftlichen und die wirtschaftlichen Tätigkeiten und ihre Kosten, Finanzierung und Erlöse klar voneinander getrennt werden können, sodass keine Gefahr der Quersubventionierung der wirtschaftlichen Tätigkeit besteht. Der Nachweis der korrekten Zuordnung der Kosten, Finanzierung und Erlöse kann im Laufe des beantragten Vorhabens geführt werden. Unter der Voraussetzung, dass die Zuwendung keine Beihilfe darstellt, können die Projekte von Gebietskörperschaften und gemeinnützigen Organisationen grundsätzlich mit Anteilfinanzierung bis zu 80 Prozent gefördert werden.

Ansprechpartner/-in


Dr. Michael Schultz
Förderrichtlinie, Förderberechtigung, Förderquoten, Projektlaufzeiten, Verfahrensfragen
+49 -

Oliver Braune (NOW GmbH)
Schwerpunkte des Förderprogramms, Begleitforschung, Akteursvernetzung
+49 030 311 61 16 61

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