GO-Bio – Gründungsoffensive Biotechnologie

eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

Der BMBF-Wettbewerb GO-Bio gibt jüngeren, in der Forschung bereits erfahrenen Wissenschaftlern die Möglichkeit, in Deutschland mit einer eigenen Arbeitsgruppe innovative Forschungsthemen aus dem Gebiet der Biowissenschaften weiterzuentwickeln und zielgerichtet einer wirtschaftlichen Verwertung zuzuführen. Im Rahmen der Förderung soll das Anwendungspotenzial der Entwicklung herausgearbeitet, technologisch validiert und die kommerzielle Verwertung prioritär mit dem Ziel der Gründung eines BioTech-Unternehmens vorbereitet werden.

Einreichungsfrist:Einreichungsfrist ( abgelaufen: 16. Dezember 2016 – 15. Juni 2017 )
Bekanntmachung

Informationen zur Förderung


Wer wird gefördert?

Es werden Gründungsteams gefördert, die aus einem Wettbewerb hervorgehen. Von diesen Teams sollen Forschungsthemen mit hohem Innovationsgrad sowie mit einer Erfolg ver­sprechenden und belegbaren Kommerzialisierungsperspektive bearbeitet werden. Die For­schungsthemen können aus allen Zweigen der modernen Lebenswissenschaften sowie aus den Grenzbereichen zwischen Biologie und ihren naturwissenschaftlichen und technischen Nachbardisziplinen stammen.

Fördervoraussetzungen

Eine ausgeprägte und nachvollziehbare Gründungsmotivation der Teams ist Voraussetzung für eine Förderung. Darüber hinaus wird vorausgesetzt, dass die jeweilige Hochschule oder Forschungseinrichtung dem Gründerteam die zur Durchführung des Projekts erforderlichen Arbeitsmöglichkeiten zur Verfügung stellt (Laborgrundausstattung und sonstige Infrastruk­tur). Das Gründerteam ist zum Erreichen der mit der Förderung beabsichtigten Kommerziali­sierung der Projektergebnisse in allen Belangen zu unterstützen. Dieses umfasst insbesonde­re auch die Bereitschaft und Absicht, einen Zugriff auf bereits bestehende und neue projekt­relevante Schutzrechte im Falle einer Unternehmensgründung zu marktüblichen und grün-dungsfreundlichen Konditionen zu gewähren.

Antragsberechtigt für die erste Förderphase sind Universitäten, Fachhochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen in Deutschland, an denen die in Nummer 2 genannten Arbeitsgruppen angesiedelt sind. Die Teilnahme von Fachhochschulen am GO-Bio-Wettbewerb wird ausdrücklich begrüßt.

Forschungseinrichtungen, die von Bund und/oder Ländern grundfinanziert werden, kann neben ihrer institutionellen Förderung unter bestimmten Voraussetzungen eine Projektförderung für ihren zusätzlichen projektbedingten Aufwand bewilligt werden.

Die Gewährung von Zuwendungen erfolgt unter der Voraussetzung, dass sie auf Grundlage der Regelungen zu nicht-wirtschaftlichen Tätigkeiten der Nummern 2.1.1 bis 2.1.2 des Unionsrahmens für staatliche Beihilfen zur Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation (2014/C198/01) nicht als Beihilfe im Sinne von Artikel 107 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union (ex-Artikel 87 Absatz 1 EG-Vertrag) zu qualifizieren ist.

Für die zweite Förderphase der Gründungsteams sind sowohl die Hochschulen und Forschungseinrichtungen, die in der ersten Förderphase gefördert wurden, als auch die im Ergebnis der ersten Förderphase entstandenen Neugründungen als Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft in der Europäischen Union antragsberechtigt.

Zum Zeitpunkt der Auszahlung einer gewährten Zuwendung wird das Vorhandensein einer Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland verlangt.

Was wird gefördert?

Gefördert wird die Arbeit der Mitglieder der Gründungsteams bei der Weiterentwicklung ihres Forschungsthemas mit dem Ziel, die Anwendungspotenziale der Entwicklung heraus­zuarbeiten und technologisch zu validieren sowie die kommerzielle Verwertung primär im Rahmen einer unternehmerischen Selbstständigkeit vorzubereiten und umzusetzen.

Wie wird gefördert?

Die Förderung erfolgt in zwei Phasen:

In der ersten Förderphase soll von der Arbeitsgruppe der proof of concept erarbeitet werden. Begleitend sollen konkrete Kommerzialisierungsstrategien für die weitere Umset­zung der Ergebnisse entwickelt werden. Dieses betrifft insbesondere auch die Ausarbeitung und Fortschreibung eines Businessplans sowie die Aufbringung des Eigenanteils für eine mögliche zweite Förderphase. Gefördert werden ausschließlich Einzelvorhaben an Hoch­schulen oder Forschungseinrichtungen.

In der folgenden zweiten Förderphase soll der proof of technology gezeigt werden. Zugleich sollen Strategien für die Markteinführung (proof of market) entworfen und das verfolgte Geschäftsmodell und das Unternehmenskonzept weiter konkretisiert werden, um ein lang­fristiges Wachstum des Unternehmens und die dafür notwendigen Folgefinanzierungen sicherzustellen. Gefördert werden Einzelvorhaben des Gründungsunternehmens oder Verbundvorhaben des Gründungsunternehmens mit der ausgründenden Hochschule oder Forschungseinrichtung.

Für die ausgewählten Projekte können Zuwendungen im Wege der Projektförderung als nicht rückzahlbare Zuschüsse gewährt werden. Die Höhe der Zuwendung pro Vorhaben richtet sich im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel nach den Erfordernissen des beantragten Vorhabens.

Bemessungsgrundlage für Hochschulen, Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen und vergleichbare Institutionen sind die zuwendungsfähigen projektbezogenen Ausgaben (bei Helmholtz-Zentren – HZ – und der Fraunhofer-Gesellschaft – FhG – die zuwendungsfähigen projektbezogenen Kosten), die individuell bis zu 100 Prozent gefördert werden können.

Bei Forschungsvorhaben an Hochschulen wird zusätzlich zu den zuwendungsfähigen Ausgaben eine Projektpauschale in Höhe von 20 Prozent gewährt.

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