ERA-IB2 – Industrielle Biotechnologie für Europa

eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

Die industrielle Biotechnologie ist als Schlüsseltechnologie ein wichtiger Impulsgeber, um den angestrebten Strukturwandel von einer erdöl- zu einer bio-basierten Industrie zu ermöglichen. Neue Methoden und Konzepte der industriellen Biotechnologie eröffnen bislang nicht ausgeschöpfte Möglichkeiten bei der stofflich-industriellen Nutzung von Biomasse. Um das Potenzial der industriellen Biotechnologie auch auf europäischer Ebene zu erschließen, beteiligt sich das BMBF seit 2006 am europäischen ERA-Net industrielle Biotechnologie (ERA-IB).

Einreichungsfrist:Einreichungsfrist ( abgelaufen: 21. Dezember 2015 – 01. Februar 2016 )

Informationen zur Förderung


Wer wird gefördert?

Antragsberechtigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Hochschulen und außeruniversitäre Forschungs­einrichtungen mit Sitz in Deutschland. Die Beteiligung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) ist ausdrücklich erwünscht (Definition der Europäischen Gemeinschaft für KMU).

Forschungseinrichtungen, die gemeinsam von Bund und/oder Ländern grundfinanziert werden, kann nur unter bestimmten Voraussetzungen ergänzend zu ihrer Grundfinanzierung eine Projektförderung für ihren zusätzlichen Aufwand bewilligt werden.

Was wird gefördert?

ERA-IB2 ist eine gemeinsame ERA-Net-Initiative von 19 Forschungsförderorganisationen in 15 Ländern mit wichtigen Aktivitäten in der industriellen Biotechnologie. Mit den gemeinsamen Bekanntmachungen soll auf europäischer Ebene der Wissenstransfer von der Erfindung zur Innovation für eine nachhaltige industrielle Entwicklung gestärkt werden; Deutschland baut mit der Teilnahme seine gute Position auf diesem Gebiet aus.

Wie wird gefördert?

Ergebnisse

Unter dem Thema „Industrielle Biotechnologie für Europa: ein integrierter Ansatz“ wurden unter ERA-IB und ERA-IB2 bisher sieben gemeinsame Bekanntmachungen veröffentlicht und im Rahmen der ersten sechs Bekanntmachungen insgesamt 59 Projektverbünde mit einem Gesamtvolumen von ca. 80 Millionen Euro gefördert. Im Rahmen der siebten und letzten Bekanntmachung wird angestrebt, neun Verbünde mit einem Fördervolumen von insgesamt ca. 15 Millionen Euro zu fördern. Die nationalen/regionalen Vertragsverhandlungen dazu werden voraussichtlich im Oktober 2016 abgeschlossen werden; die Projekte sollen zwischen November 2016 und Januar 2017 starten.

Nächste Schritte

ERA-IB2 lief zum 31. Mai 2016 aus. Die Aktivitäten sollen zukünftig gemeinsam mit den Aktivitäten aus den ERA-Nets ERASynBio (Synthetische Biologie) und ERASysAPP (Systembiologie) in einer ERA-Net-Cofund-Initiative im Rahmen der Schlüsseltechnologie 4(Biotechnologie) von Horizont 2020 fortgeführt werden. Der Projektantrag „ERA-Net Cofund on BioTechnologies“ („ERA CoBioTech“) wurde von der Europäischen Kommission positiv begutachtet. Die Vertragsverhandlungen sind abgeschlossen. Das Projekt wird zum 1. Dezember 2016 mit einer ersten gemeinsamen Ausschreibung, die von der Europäischen Kommission kofinanziert wird, starten. Das BMBF wird sich voraussichtlich mit bis zu 15 Millionen Euro über drei Jahre (ab 2018) beteiligen.

Die Zuwendungen können im Wege der Projektförderung als nicht rückzahlbare Zuschüsse gewährt werden.

Bemessungsgrundlage für Hochschulen, Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen und vergleichbare Institutionen sind die zuwendungsfähigen projektbezogenen Ausgaben (bei Helmholtz-Zentren – HZ – und der Fraunhofer-Gesellschaft – FhG – die zuwendungsfähigen projektbezogenen Kosten), die individuell bis zu 100 Prozent gefördert werden können. Bei Forschungsvorhaben an Hochschulen wird zusätzlich zu den zuwendungsfähigen Ausgaben eine Projektpauschale gewährt.

Bemessungsgrundlage für Zuwendungen an Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft sind die zuwendungsfähigen projektbezogenen Kosten, die in der Regel – je nach Anwendungsnähe des Vorhabens – bis zu 50 Prozent anteilfinanziert werden können. Nach BMBF-Grundsätzen wird eine angemessene Eigenbeteiligung – grundsätzlich mindestens 50 Prozent der entstehenden zuwendungsfähigen Kosten – vorausgesetzt.

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