ERA-Net Cofund on Blue Bioeconomy

eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

Die Partner des ERA-Nets BlueBio streben die Entwicklung einer nachhaltigen und wettbewerbsfähigen „Blue Bioeconomy“ in Europa an. Neues biologisches und biotechnologisches Wissen soll für existierende als auch künftige Wertschöpfungsketten der „Blue Bioeconomy“ generiert werden. Der Transfer biobasierter Produkte und Dienstleistungen aus Forschung, Innovation und Demonstration in einen industriellen Produktionsmaßstab soll verbessert werden. Insbesondere sollen auch Lösungen zur Ernährungssicherung und zur Produktion von gesunden und sicheren Lebensmitteln aus aquatischen Ressourcen entwickelt werden. Diese Ziele sollen mithilfe der Förderung interdisziplinärer transnationaler Verbundforschungsvorhaben erreicht werden.

Einreichungsfrist:Einreichungsfrist ( noch 59 Tage )
Startdatum: 17. Dezember 2018 Enddatum: 17. März 2019 Heute 17. Januar 2019

Informationen zur Förderung


Wer wird gefördert?

Antragsberechtigt sind Hochschulen und außerhochschulische Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen sowie Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft. Zum Zeitpunkt der Auszahlung einer gewährten Zuwendung wird das Vorhandensein einer Betriebsstätte oder Niederlassung (Unternehmen) bzw. einer sonstigen Einrichtung in Deutschland, die der Tätigkeit des Zuwendungsempfängers dient (Hochschule, Forschungseinrichtung), verlangt.

Was wird gefördert?

Das ERA-Net Cofund BlueBio strebt eine nachhaltige und wettbewerbsfähige Blue Bioeconomy in Europa an. Ziel ist es, Wissen für die Wertschöpfungsketten zu generieren und den Transfer biobasierter Produkte und Dienstleistungen von Forschung, Innovation und Demonstration in den Produktionsmaßstab zu verbessern. BlueBio trägt zur Herstellung sicherer, nahrhafter und wertvoller Bioprodukte und Dienstleistungen bei und wendet dabei das Prinzip „Food First“ an.

Die Themenbereiche sind wie folgt:

  • Neue Bioressourcen nachhaltig erforschen

Für eine innovative Nutzung aquatischer Biomasse auf verschiedenen trophischen Ebenen bedarf es intensiver Forschungsanstrengungen für die Blue Bioeconomy. Diese Forschung soll Lösungen entwickeln, mit denen die Nachhaltigkeit und Klimafreundlichkeit der Blue Bioeconomy verbessert werden. Insbesondere die gezielte Anwendung aktueller Omics-Technologien in diesem Problemfeld erlaubt es, neue genetische Ressourcen und Biomoleküle gezielt für die Bioökonomie einzusetzen. Im Sinne des Tierschutzes und einer Kreislaufwirtschaft sind bei der Nutzung aquatischer Biomasse entstehende Rest- und Abfallströme gleichfalls als Ressource zu bewerten und einzusetzen. Dabei gilt, dass die aquatische Biomasse als Lebensmittel oder als Input für andere Produkte und Dienstleistungen der Bioökonomie verwendet werden kann.

  • Verbesserung der Produktion von Fisch/Meeresfrüchten und in Aquakulturen

Die nachhaltige Nutzung aquatischer Biomasse kann die Nahrungsmittel- und Ernährungssicherheit, die Versorgung mit aquatischen Rohstoffen und somit die europäische Wettbewerbsfähigkeit auf diesen Sektoren gewährleisten. Eine umwelt- und klimafreundliche Produktion aquatischer Biomasseprodukte kann nur erreicht werden, wenn die relevanten Akteure zusammenarbeiten und ihre Aktivitäten entlang der Wertschöpfungskette besser aufeinander abstimmen. Neue Methoden und Prozesstechnologien können transdisziplinäre Ansätze erfordern, bei denen die Weiterentwicklung von biotechnologischen Toolboxen und Technologien ein integrierter Bestandteil ist. Die Anwendung einer Kombination von Methoden, Prozessen, Technologien und Ressourcen als Teil einer fortgeschrittenen Biotechnologie tragen idealerweise auch dazu bei, die Anforderungen der Verbraucher zu erfüllen.

  • Synergien nutzen

Durch Interaktionen zwischen verschiedenen Branchen entstehende Potenziale werden oft übersehen. Wissensaustausch und die Schaffung von Synergien sind jedoch von Bedeutung, um die Nachhaltigkeit der Wertschöpfungsketten der Blue Bioeconomy zu erreichen. Aquakultur und Fischerei können Blue-Blue-Synergien schaffen. Darüber hinaus können auch Synergien zwischen dem Meeres- und Süßwassersektor einerseits und der landgestützten Produktion andererseits genutzt werden. Projektskizzen könnten die Erkundung von Synergien mit landgestützter Produktion in Bereichen wie der Lebens- und Futtermittelproduktion und -verarbeitung, Bioraffination, Bioenergie, Biomaterialien, Kosmetik, Nutraceuticals, Chemikalien und Nährstoffen oder Maximierung der Nutzung aquatischer Bioressourcen in terrestrischen Wertschöpfungsketten zum Ziel haben.

  • Informations- und kommunikationstechnologiegestützte Biotechnologie

Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) erleichtern den Informations- und Wissensaustausch mittels schneller elektronischer Verarbeitung von Daten. Daraus folgt, dass eine Verbindung von Biotechnologie und IKT, etwa mithilfe des Internets der Dinge, künstlicher Intelligenz und Big Data, Entwicklungen in Forschung und Innovation stimulieren kann. Der synergistische Einsatz von Biotechnologie und IKT entlang der Wertschöpfungskette, von der Ressourcenerfassung, der Erzeugung bzw. dem Fang von Biomasse über die weiterführende Verarbeitung zu Lebensmitteln, könnte intelligente, effiziente und zurückverfolgbare Lebensmittelsysteme fördern. Hierzu könnte auch die Einbeziehung von Trends und Prognosen betreffs künftige Nachfrage und verfügbarer Angebote an aquatischer Biomasse beitragen.

Wie wird gefördert?

Das Verfahren ist dreistufig angelegt. Zu Beginn des Verfahrens sind dem ERA-Net BlueBio Call Secretariat Ideenskizzen für transnationale Verbundvorhaben durch den transnationalen Verbundkoordinator elektronisch unter http://www.submission-bluebio.eu bis zum 17. März 2019 zu übermitteln. Die eingereichten Ideenskizzen werden zunächst auf ihre Übereinstimmung mit den im ERA-Net BlueBio Call Announcement festgelegten Kriterien geprüft.

In der zweiten Antragsphase werden die Verbundkoordinatoren/innen positiv bewerteter Ideenskizzen vom ERA-Net BlueBio Call Secretariat zur Erstellung von Projektskizzen in Abstimmung mit ihren Verbundpartnern aufgefordert.

Für die Begutachtung der Projektskizzen gelten die folgenden Horizont-2020-Leistungskriterien:

  • wissenschaftliche Qualität und Umsetzbarkeit (Excellence);
  • wissenschaftliche Bedeutung und Stärke des potenziellen praktischen Nutzens (Impact);
  • Qualität des Umsetzungsplans, einschließlich der Verwertung (Implementation).

Darauf folgt für die in einen weiteren Begutachtungsschritt zur Förderung empfohlenen Projektskizzen das förmliche Antragsverfahren. Die Ideen- und Projektskizzen müssen wegen der internationalen Begutachtung in englischer Sprache abgefasst sein. Der förmliche Antrag ist in deutscher Sprache zu erstellen.

Nach der Auswahl der zur Förderung empfohlenen Projektskizzen werden in der dritten Verfahrensstufe die deutschen für eine Förderung durch das BMBF vorgesehen Projektpartner vom Projektträger aufgefordert, einen förmlichen Förderantrag vorzulegen.

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