Bioökonomie International

eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

Die Bioökonomie beschäftigt sich mit der Sicherung der Welternährung, der Produktion von gesunden und sicheren Lebensmitteln, der nachhaltigen Gestaltung der Agrarproduktion, Energieträgern auf Basis von Biomasse und der industriellen Nutzung nachwachsender Rohstoffe mithilfe einer gezielten Nutzung biologischer Ressourcen und Verfahren. Dazu ist der Einsatz biotechnologischer Verfahren sowie eine Verbesserung von biologischen Produktionssystemen in der Industrie essenziell. Bereits heute zeichnet sich in vielen Ländern eine zunehmende Konkurrenz der landwirtschaftlichen Biomasseproduktion für die unterschiedlichen Nutzungskonzepte wie Ernährung der Bevölkerung, Gewinnung von Biokraftstoffen und stoffliche industrielle Rohstoffgewinnung ab. Ein Ziel in der Realisierung der Bioökonomie ist es daher, eine stoffliche und energetische Nutzung von Biomasse durchzuführen ohne die weltweite Ernährungssituation zu belasten.

Einreichungsfrist:Einreichungsfrist ( noch 52 Tage )
Startdatum: 19. Dezember 2017 Enddatum: 16. April 2018 Heute 23. Februar 2018

Informationen zur Förderung


Wer wird gefördert?

Antragsberechtigt sind Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Landes- und Bundeseinrichtungen mit Forschungsaufgaben sowie Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft in der Europäischen Union, darunter insbesondere auch kleine und mittlere Unternehmen (KMU), sofern sie die Definition der Empfehlung der Europäischen Kommission erfüllen (Definition der Europäischen Kommission für KMU).

Sofern die Zuwendung nicht als Beihilfe zu qualifizieren ist, muss der Zuwendungsempfänger seinen Sitz in Deutschland haben. Sofern die Zuwendung als Beihilfe zu qualifizieren ist, kann verlangt werden, dass der Zuwendungsempfänger zum Zeitpunkt der Auszahlung der Zuwendung eine Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland hat.

Forschungseinrichtungen, die von Bund und/oder Ländern grundfinanziert werden, kann neben ihrer institutionellen Förderung nur unter bestimmten Voraussetzungen eine Projektförderung für ihre zusätzlichen projektbedingten Ausgaben beziehungsweise Kosten bewilligt werden.

Was wird gefördert?

Die Maßnahme „Bioökonomie International“ zielt darauf ab, durch modellhafte Projekte internationale Partnerschaften in Forschung und Entwicklung zu relevanten Fragestellungen im Bereich der Bioökonomie zu fördern. Dabei sind neben den technologischen Fragestellungen und Entwicklungszielen auch sozioökonomische Aspekte und Systemansätze von Bedeutung. Die Verbundvorhaben müssen einen wichtigen Beitrag zu mindestens einem der fünf Handlungsfelder der „Nationalen Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030 (NFSB)“ leisten:

  • Weltweite Ernährung sichern
  • Agrarproduktion nachhaltig gestalten
  • Gesunde und sichere Lebensmittel produzieren
  • Nachwachsende Rohstoffe industriell nutzen
  • Energieträger auf Basis von Biomasse ausbauen

Zudem sollen die Verbundvorhaben einen Beitrag zu einem der vier Ziele der Strategie der Bundesregierung zur Internationalisierung von Wissenschaft und Forschung liefern:

  • Die Forschungszusammenarbeit mit den weltweit Besten stärken
  • International Innovationspotenziale erschließen
  • Die Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern in Bildung, Forschung und Entwicklung nachhaltig stärken
  • International Verantwortung übernehmen und globale Herausforderungen bewältigen

Wie wird gefördert?

Die Laufzeit beträgt drei Jahre je Ausschreibungsrunde:

  • Erste Förderrichtlinie 2013 (2014 bis 2017)
  • Zweite Förderrichtlinie 2014 (2015 bis 2018)
  • Dritte Förderrichtlinie 2015 (2016 bis 2019)
  • Vierte Förderrichtlinie 2016 (2017 bis 2020)

Das Fördervolumen beträgt insgesamt 46,2 Millionen Euro bis zur vierten Ausschreibungsrunde (14 Millionen Euro, 10,5 Millionen Euro und 10,6 Millionen Euro für die erste, zweite, dritte und vierte Förderrichtlinie).

Für die ausgewählten Projekte werden Zuwendungen im Weg der Projektförderung als nicht rückzahlbare Zuschüsse
gewährt.

Bemessungsgrundlage sind folgende grundsätzlich zuwendungsfähige projektbezogene Ausgaben bzw. Kosten:

  • Personal – soweit nicht Stammpersonal,
  • notwendige Investitionen,
  • Verbrauchsmaterialien,
  • Dienstreisen (nur Reisen des Zuwendungsempfängers),
  • Aufwand für die Anmeldung von Schutzrechten und deren Aufrechterhaltung während des amtlichen Prüfverfahrens,
  • Vergabe von Aufträgen.

Bei der Arbeitsplanung sollte intensiv geprüft werden, inwieweit die Vergabe einzelner Arbeitspakete an spezialisierte Dienstleister wirtschaftlicher und zeitsparender ist, als diese Arbeitspakete von der Arbeitsgruppe selbst durchzuführen. Bemessungsgrundlage für Zuwendungen an Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft sind die zuwendungsfähigen projektbezogenen Kosten. Grundsätzlich wird eine angemessene Eigenbeteiligung von mindestens 50 Prozent der entstehenden zuwendungsfähigen Kosten vorausgesetzt. Die Bemessung der jeweiligen Förderquote muss die AGVO
berücksichtigen. Die AGVO lässt für KMU differenzierte Aufschläge zu, die gegebenenfalls zu einer höheren Förderquote führen können.

Bemessungsgrundlage für Hochschulen, Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen und vergleichbare Institutionen sind die zuwendungsfähigen projektbezogenen Ausgaben (bei Helmholtz-Zentren – HZ – und der Fraunhofer-Gesellschaft – FhG – die zuwendungsfähigen projektbezogenen Kosten), die individuell bis zu 100 Prozent gefördert werden können.

Bei Forschungsvorhaben an Hochschulen wird zusätzlich zu den zuwendungsfähigen Ausgaben eine Projektpauschale gewährt.

Die Laufzeit der zu fördernden Projekte beträgt bis zu drei Jahre.

Projektträger Jülich – erkennen. fördern. gestalten.


Der Projektträger Jülich arbeitet im Auftrag von:
Der Projektträger Jülich in Zahlen im Jahr 2016
1085
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17.891
Laufende Vorhaben
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Fördervolumen in Mio. Euro
4
Geschäftsstellen