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Bioökonomie International

eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

Mit der Förderinitiative Bioökonomie International – Bioeconomy International 2021 stärkt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Umsetzung der Nationalen Bioökonomiestrategie im internationalen Kontext. Mithilfe der Förderung von Verbundvorhaben zu Forschung und Entwicklung (FuE) unter Beteiligung ausländischer Verbundpartner soll der Wandel von einer überwiegend auf fossilen Rohstoffen basierenden Wirtschaft hin zu einer an natürlichen Stoffkreisläufen orientierten, nachhaltigen, biobasierten Wirtschaftsweise unterstützt werden. Dabei wird Forschung als der Schlüssel eingestuft, mithilfe dessen die Potenziale der Bioökonomie erkannt und gehoben werden. Die korrespondierende Forschungsförderung durch das BMBF gliedert sich in sechs Bausteine, von denen der erste Baustein Biologisches Wissen als Schlüssel der Bioökonomie eine besondere Relevanz für diese Förderrichtlinie besitzt.

Einreichungsfrist:Einreichungsfrist ( noch 142 Tage )
Startdatum: 08. Oktober 2020 Enddatum: 19. März 2021 Heute 28. Oktober 2020

Informationen zur Förderung


Wer wird gefördert?

Antragsberechtigt sind Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Landes- und Bundeseinrichtungen mit Forschungsaufgaben sowie Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft. Zum Zeitpunkt der Auszahlung einer gewährten Zuwendung wird das Vorhandensein einer Betriebsstätte oder Niederlassung (Unternehmen) beziehungsweise einer sonstigen Einrichtung, die der Tätigkeit des Zuwendungsempfängers dient (Hochschule, außeruniversitäre Forschungseinrichtung) in Deutschland verlangt. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) im Sinne dieser Förderrichtlinie sind Unternehmen, die die Voraussetzungen der KMU-Definition der EU erfüllen (Definition der Europäischen Kommission für KMU).

Was wird gefördert?

Gefördert werden Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsvorhaben (FuEuI-Vorhaben), die im Rahmen eines Wettbewerbs ausgewählt werden. Den thematischen Rahmen der Förderung setzt die Nationale Bioökonomiestrategie vom 15. Januar 2020 mit ihren Leitlinien und strategischen Zielen. Im Kontext der Umsetzungsziele definiert die Strategie Bausteine der Forschungsförderung, um die strategischen Ziele zu erreichen.

Die eingereichten internationalen Projektskizzen für ausgewählte Vorhaben sollen die nationalen Aktivitäten des BMBF zur Förderung der Bioökonomie flankieren und einen ergänzenden Beitrag zur Erreichung der förderpolitischen Zielsetzungen der Nationalen Bioökonomiestrategie leisten.

Modul 1: Kooperationen mit Brasilien

Das erste Modul von Bioökonomie International 2021 ist Teil einer gemeinsamen Förderinitiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL).

Forschung und Entwicklungsprojekte in diesem Modul können in den folgenden Bereichen gefördert werden:

  1. Industrielle Nutzung nachwachsender Rohstoffe (Biomasse) mit besonderem Schwerpunkt auf:
  •  der Entwicklung von Produkten mit neuen oder verbesserten Funktionalitäten, die einen Mehrwert schaffen und
    • auf Anbaukulturen (major and minor crops) basieren und sowohl für Deutschland als auch für Brasilien von Interesse sind sowie
    • auf landwirtschaftlichen/forstwirtschaftlichen und industriellen Rückständen, sowie Koppelprodukten auf allen Ebenen entlang der Wertschöp-fungskette einschließlich Prozessoptimierung und -intensivierung basieren;
  • der Entwicklung neuer oder verbesserter Produkte und Verfahren mit hohem Mehrwert basierend auf bestehenden biobasierten Wertschöpfungsketten mit dem Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit und Ressourceneffizienz zu verbessern sowie Geschäftsfelder zu erweitern.

 

  1. Medizinalpflanzen (Förderung nur über das BMEL)
  • Kartierung von Arznei- und Gewürzpflanzenpopulationen zur Charakterisierung der genotypischen und phänotypischen Vielfalt
  • Wissenschaftliche und technologische Entwicklung der Produktion, Verarbeitung und Kommerzialisierung von medizinischen, aromatischen und bioaktiven Pflanzen und deren Derivaten
  • Evaluierung, Auswahl und Charakterisierung von hochwertigen Pflanzen und ihren Verbindungen für Primärprodukte mit hoher Wertschöpfung für die industrielle Anwendung

 

Beide Ministerien werden sich über die zu fördernden Projekte abstimmen.

 

Modul 2: Kooperationen mit Russland:

Projektvorschläge können in diesem Modul zu folgenden Themenfeldern eingereicht werden:

Bioindustrie und Agrobiotechnologie:

1. Entwicklung von Produkten oder Dienstleistungen mit neuen oder verbesserten Funktionalitäten aus nachwachsenden Rohstoffen unter Anwendung moderner biotechnologischer Ansätze.

2. Strategien zur Wiederverwendung von Zwischen- und Endprodukten des Abbaus von biobasierten Produkten, um eine zirkuläre Nutzung von Rohstoffen zu ermöglichen.

3. Entwicklung neuer und verbesserter Biokatalysatoren (Enzyme, Zellen) und mikrobieller Stämme für innovative und effizientere Bioprozesse.

4. Nachhaltige Produktion von Biomasse für Lebensmittel und industrielle Zwecke durch neuartige intelligente landwirtschaftliche Produktionssysteme und Zuchtansätze.

Wie wird gefördert?

Die Zuwendungen werden als nicht rückzahlbare Zuschüsse gewährt. Die Höhe der Zuwendung pro Vorhaben richtet sich im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel nach den Erfordernissen des beantragten Vorhabens.

Zuwendungsfähig sind folgende projektbezogene Ausgaben beziehungsweise Kosten:

  • Personal;
  • zur Durchführung des Vorhabens notwendige Investitionen;
  • Verbrauchsmaterialien;
  • Dienstreisen (nur Reisen des Zuwendungsempfängers);
  • Aufwand für die Anmeldung von Schutzrechten;
  • Vergabe von Aufträgen.

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Der Projektträger Jülich in Zahlen im Jahr 2019
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Laufende Vorhaben
1950
Fördervolumen in Mio. Euro
4
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