Biologische Sicherheitsforschung

eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

Die Gentechnik stellt in vielen Bereichen mit biowissenschaftlicher Basis eine entscheidende Grundlage für wissenschaftliche und wirtschaftliche Entwicklungen dar. Gentechnisch hergestellte Produkte und gentechnische Verfahren haben insbesondere in der Grundlagenforschung, der Medizin, der Landwirtschaft und der Lebensmittelproduktion eine hohe Bedeutung erlangt. Im Kontext der weltweit fortschreitenden Entwicklung der Grünen Gentechnik nimmt die Biologische Sicherheitsforschung eine tragende Rolle ein, die sich u. a. auf sicherheitsrelevante Untersuchungen im Zusammenhang mit gentechnisch veränderten Pflanzen konzentriert. Die Erweiterung des Wissens über das Verhalten gentechnisch veränderter Pflanzen unter Freilandbedingungen und die Beobachtung der Auswirkungen ihrer Anwendungen sind Gebote einer verantwortlichen, am Vorsorgeprinzip orientierten Nutzung der neuen Technik.

Die Sicherheit gentechnisch veränderter Pflanzen zu gewährleisten, Sicherheitsforschung zur Begleitung von Freilandversuchen mit gentechnisch veränderten Pflanzen durchzuführen sowie den methodischen Ansatz für das anbaubegleitende Monitoring zu verbessern, ist auch ein Anliegen des BMBF. Im Rahmen der Initiative „Biologische Sicherheit gentechnisch veränderter Pflanzen“ fördert das Bundesministerium Projekte mit insgesamt 8,7 Millionen Euro über drei Jahre. Das begleitende Kommunikationsmanagement soll den Diskurs über die Grüne Gentechnik auch in Zukunft voranbringen.

Einreichungsfrist:Einreichungsfrist ( abgelaufen: 04. Juli 2007 – 28. September 2007 )

Informationen zur Förderung


Wer wird gefördert?

Antragsberechtigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen mit Sitz in Deutschland.

Forschungseinrichtungen, die gemeinsam von Bund und Ländern grundfinanziert werden, kann nur unter bestimmten Voraussetzungen eine Projektförderung für ihren zusätzlichen Aufwand bewilligt werden.

Was wird gefördert?

Gefördert werden Forschungsarbeiten zur Entwicklung sicherheitsrelevanter Methoden und die Bearbeitung sicherheitsrelevanter wissenschaftlicher Fragestellungen, die mit der Herstellung und der Freisetzung von gentechnisch veränderten Pflanzen zusammenhängen. Dabei sollen die Arbeiten zur Erhöhung der biologischen Sicherheit gentechnisch veränderter Pflanzen an Kulturpflanzen bzw. für die Anwendung vorgesehenen Pflanzen durchgeführt werden und nur in begründeten Ausnahmefällen an Modellpflanzen. Freisetzungsbegleitende Untersuchungen sollen sich ausschließlich auf gentechnisch veränderte Pflanzen beziehen, deren Anwendung in Deutschland erwartet wird bzw. deren Freisetzung bereits erfolgt.

Hypothesen über begründete Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge sollen den Forschungsprojekten zugrunde gelegt werden. Hypothesenunspezifische Untersuchungsansätze zu möglichen Auswirkungen gentechnisch veränderter Pflanzen auf Nahrungsketten, Artenvielfalt oder Lebensgemeinschaften sowie allgemeine Umweltbeobachtungen, in denen nach unbekannten und unerwarteten Auswirkungen gentechnisch veränderter Pflanzen gesucht wird, sind dagegen nicht Gegenstand der Förderung.

Forschungsprojekte sollen, wo immer dies möglich und relevant ist, den Vergleich von gentechnisch veränderten Pflanzen mit nicht-gentechnisch veränderten Pflanzen und mit traditionellen Agrartechniken einschließen. Quantitativen Aussagen kommt in diesem Zusammenhang eine hohe Bedeutung zu.

Wie wird gefördert?

Die Zuwendungen können im Wege der Projektförderung als nicht rückzahlbare Zuschüsse gewährt werden.

Bemessungsgrundlage für Zuwendungen an Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft sind die zuwendungsfähigen projektbezogenen Kosten, die in der Regel – je nach Anwendungsnähe des Vorhabens – bis zu 50 Prozent anteilfinanziert werden können. Nach BMBF-Grundsätzen wird eine angemessene Eigenbeteiligung – grundsätzlich mindestens 50 Prozent der entstehenden zuwendungsfähigen Kosten – vorausgesetzt.

Bemessungsgrundlage für Hochschulen, Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen und vergleichbare Institutionen sind die zuwendungsfähigen projektbezogenen Ausgaben (bei Helmholtz-Zentren und der Fraunhofer-Gesellschaft – FhG – die zuwendungsfähigen projektbezogenen Kosten), die individuell bis zu 100 Prozent gefördert werden können.

Die Bemessung der jeweiligen Förderquote muss den Gemeinschaftsrahmen der EU-Kommission für staatliche FuE-Beihilfen berücksichtigen. Dieser Gemeinschaftsrahmen lässt für Verbundprojekte von Antragstellern aus den Neuen Bundesländern und für kleine und mittlere Unternehmen eine differenzierte Bonusregelung zu, die ggf. zu einer höheren Förderquote führen kann.

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