ANIHWA ERA-NET – Animal Health and Welfare

eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

Die Tierhaltung und damit verbunden die vielfältigen Aspekte der Tiergesundheit können das Wohlergehen landwirtschaftlicher Nutztiere stark beeinträchtigen. Dies hat nicht nur unmittelbare Folgen für das Tier und dessen Halter, sondern kann erhebliche Auswirkungen auf Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft haben. Thematischer Schwerpunkt des ERA-Nets ANIHWA (Animal Health and Welfare) sind die Gesundheit und das Wohlergehen von Nutztieren: Durch europäische Forschungsprojekte sollen grundsätzlich neue Ansätze in der Nutztierhaltung mit der Intention eines fortschrittlichen, sicheren und tiergerechten Präventions- und Krankheitsmanagements sowie innovative Wege im Umgang mit Antibiotika bzw. anderen Therapeutika erarbeitet werden. Ziel ist es, mittels Forschung neue zukunftsorientierte Optionen für die Sicherheit von Lebensmitteln tierischer Herkunft und tiergerechte Haltungssysteme bereitzustellen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt gemeinsam mit dem Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Verbraucherschutz (BMELV) und 28 weiteren europäischen Partnern aus 18 Ländern die Forschungsoffensive ANIHWA im Bereich Tiergesundheit und -wohlergehen. ANIHWA ist eine Weiterentwicklung der europäischen ERA-Net-Aktivität EMIDA (Emerging and Major Infectious Diseases of Livestock), die sich mit der Erforschung von Infektionskrankheiten bei Nutztieren beschäftigt und ergänzt sie u. a. um den wichtigen Aspekt des Tierwohlergehens. Die Bekanntmachung unterstützt die Zielstellung der Nationalen Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030 im Aktionsfeld „Gesunde und sichere Lebensmittel produzieren“.

Einreichungsfrist:Einreichungsfrist ( abgelaufen: 05. Oktober 2012 – 16. November 2012 )

Informationen zur Förderung


Wer wird gefördert?

Es werden ausschließlich Verbundprojekte gefördert, in denen je nach Projektausrichtung Unternehmen, Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen oder Landes- und Bundeseinrichtungen mit Forschungsaufgaben mit internationalen Partnern zusammenarbeiten. Gefördert werden dabei die deutschen Projektteilnehmer. Die internationalen Partner müssen über eigene Projektmittel oder separate Förderung verfügen. Das Engagement der internationalen Partner ist bei der Antragstellung zu belegen. Die vorgeschlagenen Projekte müssen so konzipiert sein, dass eine Erreichung der Projektziele innerhalb von bis zu drei Jahren möglich ist. Es ist weiterhin erforderlich, dass die Projekte bezüglich des Arbeitsvolumens pro Land ausbalanciert sind.

Was wird gefördert?

Gegenstand der Förderung sind anwendungsorientierte Forschungs- und Entwicklungsvorhaben, die sich mit dem Schwerpunkt Nutztiergesundheit und -wohlergehen sowie dem Einsatz von Antibiotika u. a. Therapeutika in der Nutztierhaltung befassen. Untersuchungen zur Transmission zum Menschen bei zoonotischen Krankheiten sind nicht Gegenstand der Förderung.

Wie wird gefördert?

Die Zuwendungen können im Wege der Projektförderung als nicht rückzahlbare Zuschüsse gewährt werden.
 Bemessungsgrundlage für Zuwendungen an Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft sind die zuwendungsfähigen projektbezogenen Kosten, die in der Regel – je nach Anwendungsnähe des Vorhabens – bis zu 50 Prozent anteilfinanziert werden können. Nach BMBF-Grundsätzen wird eine angemessene Eigenbeteiligung – grundsätzlich mindestens 50 Prozent der entstehenden zuwendungsfähigen Kosten – vorausgesetzt. Für KMU erlaubt die AGVO ggf. höhere Förderquoten.

Bemessungsgrundlage für Hochschulen, Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen und vergleichbare Institutionen sind die zuwendungsfähigen projektbezogenen Ausgaben (bei Helmholtz-Zentren und der Fraunhofer-Gesellschaft – FhG – die zuwendungsfähigen projektbezogenen Kosten), die individuell bis zu 100 Prozent gefördert werden können.

Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt. In der ersten Verfahrensstufe, die ihrerseits aus zwei Schritten besteht (Pre- und Full-Proposal), muss dem ANIHWA-Sekretariat (Projektträger Jülich) zunächst eine gemeinsame Ideenskizze pro Forschungskonsortium für ein transnationales Projekt elektronisch übermittelt werden. Nach Auswahl der zur Förderung empfohlenen Projektskizzen werden in der zweiten Stufe die deutschen Projektpartner zur förmlichen Antragstellung aufgefordert. Über diese Förderanträge wird dann nach abschließender Prüfung entschieden.

Projektträger Jülich – erkennen. fördern. gestalten.


Der Projektträger Jülich arbeitet im Auftrag von:
Der Projektträger Jülich in Zahlen im Jahr 2017
1.092
Mitarbeiter/innen
20.595
Laufende Vorhaben
1.614
Fördervolumen in Mio. Euro
4
Geschäftsstellen