Gemeinsamer deutsch-italienischer Förderaufruf „Green Hydrogen Research: A Collaboration to Empower Tomorrow's Energy“

Ein gemeinsamer Förderaufruf des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), des italienischen Ministeriums für Auswärtiges und internationale Zusammenarbeit (MAECI) sowie des italienischen Ministeriums für Universitäten und Forschung (MUR)

Die Nutzung erneuerbarer Energien ist für die Erreichung des Pariser Klimaabkommens unerlässlich. Grüner Wasserstoff spielt dabei eine wichtige Rolle. Daher gibt es Bestrebungen zum Aufbau eines europäischen Wasserstoffmarkts. Bilaterale Partnerschaften können dabei die Entwicklung eines Marktes unterstützen. So haben Deutschland und Italien im November 2023 einen deutsch-italienischen Aktionsplan unterzeichnet. Dieser sieht unter anderem Maßnahmen zum gemeinsamen Austausch im Bereich des Grünen Wasserstoffs vor. Eine deutsch-italienische Kooperation in der Wasserstoffforschung ist ein gutes Beispiel für die Bedeutung internationaler Zusammenarbeit im Kampf gegen den Klimawandel. Denn die gemeinsamen Anstrengungen tragen nicht nur zur Energiewende in beiden Ländern bei, sondern wirken sich auch auf die globalen Bemühungen für eine nachhaltigere Zukunft aus. Aus diesem Grund rufen das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), das italienische Ministerium für Auswärtiges und internationale Zusammenarbeit (MAECI) und das italienische Ministerium für Universitäten und Forschung (MUR) gemeinsam mit der Italienischen Botschaft in Deutschland dazu auf, Vorschläge für Forschungsprojekte im Bereich Grünen Wasserstoffs einzureichen.

In den gemeinsamen Forschungsprojekten sollen innovative Lösungen entlang der Wertschöpfungskette von Grünem Wasserstoff entwickelt werden, um ihn als Energieträger in vielen Bereichen nutzbar zu machen. Dabei können verschiedene Bereiche wie Systemstudien und –analysen sowie weitere Forschung an Technologien und zur Infrastruktur von Wasserstoff und seinen Derivaten betrachtet werden.

Einreichungsfrist:Einreichungsfrist ( noch 14 Tage )
Startdatum: 09. April 2024 Enddatum: 07. Juni 2024 Heute 24. Mai 2024

Die Einreichungsfrist endet am 7. Juni 2024 um 17:00 Uhr MESZ.

Budget und Laufzeit

Es werden Projekte mit einem Gesamtbudget zwischen 0,6 und 1,5 Millionen Euro bzw. 1,2 und 3 Millionen Euro für das Gemeinschaftsprojekt erwartet, wobei die Forschungsausgaben angemessen zwischen Deutschland und Italien aufzuteilen sind. Die Projekte werden über einen Zeitraum von bis zu drei Jahren gefördert.

Einreichung der Projektskizzen

Die italienischen und deutschen Partner erarbeiten einen einzigen gemeinsamen Vorschlag für ein wissenschaftliches Projekt. Dieser muss auf Englisch verfasst werden. Für die Erstellung ist DIESES bereitgestellte Formular-Template zu nutzen. 

Der gemeinsame Vorschlag ist vom deutschen Koordinator HIER beim Projektträger Jülich (PtJ) und vom italienischen Koordinator HIER beim Ministerium für Auswärtiges und internationale Zusammenarbeit (MAECI) – Abteilung: Standortförderung, Büro IX über die jeweilige Webseite einzureichen.

Nachfragen und Kontakt

Bei allen Fragen zu diesem Förderaufruf schreiben Sie bitte eine Mail an .

Informationen zur Förderung


Wer wird gefördert?

Der Förderaufruf richtet sich an Forschungseinrichtungen, Universitäten und Unternehmen. Gefördert werden dabei Kooperationen, die aus mindestens zwei Partnern pro Land (mindestens eine Forschungseinrichtung/Hochschule und mindestens ein gewerbliches Unternehmen) bestehen. Die Projektideen sollen entlang der gesamten Wertschöpfungskette von Grünem Wasserstoff ausgerichtet sein.

Was wird gefördert?

Zur Stärkung von bilateralen Partnerschaften sollen Forschungs- und Entwicklungsprojekte gefördert werden, die sich auf die Wertschöpfungskette von Grünem Wasserstoff von Italien nach Deutschland beziehen. Interdisziplinäre Forschungsprojekte und die Berücksichtigung sozioökonomischer und gesellschaftlicher Aspekte sind ausdrücklich erwünscht.

  1. Systemische Studien, gesellschaftliche Forschung und Rahmenbedingungen
  2. Nachhaltigkeitsanalyse (z. B. Ökobilanz (LCA), technisch-ökonomische Analyse, Auswirkungen auf die Umwelt)
  3. Entwicklung von Business Cases für Grünen Wasserstoff
  4. Materialien entlang der gesamten Wertschöpfungskette: Langlebigkeit und Weiterentwicklung bestehender Technologien im Sinne der Kreislaufwirtschaft (z. B. Degradation in Elektrolyseuren und Wiederverwertbarkeit verwendeter Materialien), Entwicklung neuer Materialien
  5. Wasserstoffinfrastruktur (Wasserstoff-Vektoren, Speicherung, Technologie, Regulierung und Standards, gemeinsame Protokolle etc.)
  6. Skalierbarkeit von Technologien entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Weitere Informationen sind im Förderaufruf zu finden.

Wie wird gefördert?

Jeder Partner wird von seiner eigenen Fördereinrichtung nach geltenden nationalen Gesetzen, Regeln, Bestimmungen und Verfahren gefördert. Die Gesamtlaufzeit des Verbundprojekts sollte 36 Monate in den Jahren 2024 bis 2027 betragen, wobei einzelne Partner eine Laufzeit zwischen 30 und 36 aufeinanderfolgenden Monaten einplanen können. Unter diesen Voraussetzungen können Kooperationsprojekte mit Förderbeträgen zwischen 400.000 Euro und 1 Million Euro pro Kooperationsprojekt pro Jahr unterstützt werden. Die Finanz- und Personalplanung des Verbundprojektes müssen darüber hinaus die jeweiligen Schwerpunktaktivitäten widerspiegeln.

Jeder Verbund benennt eine deutsche und eine italienische nationale Koordinatorin oder einen Koordinator. Die nationalen Koordinator(inn)en können bis zum 07. Juni 2024, 17:00 Uhr MESZ, eine gemeinsame englischsprachige Projektskizze mit gleichlautendem Titel beim Projektträger Jülich sowie in Italien beim Ministerium für Auswärtiges und internationale Zusammenarbeit – Abteilung: Standortförderung, Büro IX einreichen. Die Verwendung der bereitgestellten Vorlage ist notwendig. Ein deutsch-italienisches Gremium wählt daraufhin gemeinsam Projekte aus. Die deutschen Partner der ausgewählten Projekte reichen sodann einen förmlichen Förderantrag beim Projektträger Jülich ein. Nach der abschließenden Förderentscheidung der beiden Länder können die Arbeiten am Projekt beginnen.

Der Projektträger Jülich in Zahlen im Jahr 2023
1.629
Mitarbeiter/innen
30.770
Laufende Vorhaben
3392,05
Fördervolumen in Mio. Euro
4
Geschäftsstellen

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