Energieeffizienz in der Industrie

Forschungsförderung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) innerhalb des 6. Energieforschungsprogramms der Bundesregierung

Den Energieeinsatz optimieren, Energiekosten senken, Umweltbelastungen reduzieren und zugleich die Wettbewerbsfähigkeit stärken sowie Wachstum und Beschäftigung sichern – das sind konstante Herausforderungen für deutsche Unternehmen. Deshalb schreibt das 6. Energieforschungsprogramm die Steigerung der Energieeffizienz in der Industrie, in Gewerbe, Handel und bei Dienstleistungen als Förderschwerpunkt fest. Die Forschungsförderung setzt dabei sowohl auf die kontinuierliche Weiterentwicklung vorhandener als auch auf die Schaffung neuer, noch nicht am Markt etablierter Techniken. Neben den Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten für innovative Komponenten, Prozesse und Verfahren soll durch Pilotanlagen und Demonstrationsprojekte ein effizienter und schneller Ergebnistransfer in die Praxis sichergestellt werden.

Einreichungsfrist (unbefristet)

Informationen zur Förderung


Wer wird gefördert?

Grundsätzlich sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen mit Sitz und Schwerpunktaktivitäten in Deutschland berechtigt, einen Antrag auf Forschungsförderung zu stellen. Die Antragsteller müssen personell und materiell in der Lage sein, die Forschungsaufgaben durchzuführen und müssen außerdem die notwendige fachliche Qualifikation besitzen. Insbesondere kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) werden zur Antragstellung ermutigt. Forschungseinrichtungen, die gemeinsam von Bund und Ländern grundfinanziert werden, kann nur im begründeten Einzelfall eine Projektförderung für ihren zusätzlichen Aufwand bewilligt werden.

Fördervoraussetzungen

Hinweise zu den konkreten Voraussetzungen für eine Förderung enthalten die Abschnitte „4. Zuwendungsempfänger“ und „5. Zuwendungsvoraussetzungen“ der Förderbekanntmachung. Neben den konkreten Voraussetzungen für eine Förderung enthält der Abschnitt „8.2 Antrags-, Auswahl- und Entscheidungsverfahren“ Hinweise zur Vorlage von Projektskizzen und Förderanträgen. Erläuterungen zum Förderverfahren geben die Ansprechpartner des Projektträgers Jülich. 

Was wird gefördert?

Besonders Querschnittstechnologien bieten erfolgversprechende Ansatzpunkte für eine rationelle Energieverwendung. Hierzu zählen Thermoprozesse, die Nutzung industrieller Abwärme, solare Prozesswärme, Mess-, Steuer- und Regelungstechnik, neue Technologien bei Trennverfahren sowie zur Bereitstellung von Kälte und Wärme auf der Basis FCKW-freier Systeme, neue Technologien zur rationellen Stromnutzung, Hochtemperatursupraleitung (HTSL) für die Energietechnik, Materialeffizienz industrieller Ausgangsstoffe und Zwischenverbindungen, Antriebstechnik und mechanische Kraftübertragung, Energieeffiziente chemische Prozesstechnik, Fertigungstechnik sowie Reststoff- und Abfallbehandlung/-verwertung und Wasserbehandlung.

Wie wird gefördert?

Vorhaben können nach Maßgabe dieser Förderbekanntmachung sowie der Richtlinien des BMWi für Zuwendungen auf Ausgaben- bzw. Kostenbasis und der Verwaltungsvorschriften (VV) zu den §§ 23, 44 der Bundeshaushaltsordnung (BHO) durch Zuwendungen gefördert werden. Ein Rechtsanspruch auf Gewährung einer Zuwendung besteht nicht. Das BMWi entscheidet auf Grund seines pflichtgemäßen Ermessens im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel. Bemessungsgrundlage für Zuwendungen an Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft sind die zuwendungsfähigen projektbezogenen Kosten. In der Regel können diese – je nach Anwendungsnähe des Vorhabens – bis zu 50 Prozent anteilig finanziert werden. Das BMWi setzt grundsätzlich eine angemessene Eigenbeteiligung von mindestens 50 Prozent der entstehenden zuwendungsfähigen Kosten voraus. Bemessungsgrundlage für Hochschulen, Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen sowie vergleichbare Institutionen sind die zuwendungsfähigen projektbezogenen Ausgaben (bei Helmholtz-Zentren und der Fraunhofer-Gesellschaft die zuwendungsfähigen projektbezogenen Kosten), die im Einzelfall bis 100 Prozent gefördert werden können. Die Bemessung der jeweiligen Förderquote muss den Gemeinschaftsrahmen der EU-Kommission für staatliche Beihilfen zur Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation (FuEuI) berücksichtigen. Dieser Gemeinschaftsrahmen lässt für KMU Bonusregelungen zu, die zu einer höheren Förderquote führen können.

Publikationen

BMWi-Jahresbericht 2016 „Innovation durch Forschung“
Download
2017 PDF 9,1 MB
Bundesbericht Energieforschung 2017
Download
2017 PDF 2 MB

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