PathoGenoMics – Genomforschung an human-pathogenen Mikroorganismen (ERA-NET)

eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

Trotz großer Fortschritte in der Medizin in den vergangenen Jahren stellen Infektionskrankheiten nach wie vor eine ernstzunehmende Bedrohung dar, was z.B. auf die Entwicklung von Resistenzen gegenüber Antiinfektiva und der Verbreitung pathogener Mikroorganismen durch globale Reisen zurückzuführen ist. Die Förderung von Projekten zur genombasierten Forschung an pathogenen Mikroorganismen ("Pathogenomik") soll einen Beitrag liefern, um dieser Bedrohung zu begegnen. Das ERA-NET PathoGenoMics wird durch die Europäische Kommission gefördert und von Partnern der Länder Deutschland, Finnland, Frankreich, Israel, Lettland, Österreich, Portugal, Slowenien, Spanien und Ungarn getragen.

Im Rahmen der aktuellen, dritten Bekanntmachung des ERA-NETs PathoGenoMics werden transnationale Verbundprojekte gefördert, die ein hohes Maß an Arbeitsteilung, an
Innovation und wissenschaftlich-technischem Risiko aufweisen. Die in der Bekanntmachung angesprochenen "Mikroorganismen" beziehen sich ausschließlich auf humanpathogene Bakterien und Pilze. Die Projekte sollen fokussieren auf

  • Die Entwicklung neuer Diagnostika, Vakzine und Therapeutika gegen Infektionskrankheiten, die durch humanpathogene Bakterien oder Pilze verursacht werden.
  • Die Analyse von Pathogenitätsmechanismen von Mikroorganismen, die entscheidend sind für den Infektionsprozess und die jeweilige Pathologie.
  • Die Wechselwirkung von pathogenen Mikroorganismen und ihren Wirten.

Mit dem transnationalen Förder- und Forschungsprogramm PathoGenoMics – Genomforschung an human pathogenen Mikroorganismen unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die ERA-NET-Initiative und trägt dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands und Europas im weltweiten Vergleich zu steigern.

Die aktuelle Bekanntmachung wird weitgehend zeitgleich in allen Partnerländern (Deutschland, Frankreich, Israel, Österreich, Portugal, Slowenien, Spanien und Ungarn) veröffentlicht. Skizzen können eingereicht werden von interdisziplinären Verbünden mit Partnern aus mindestens drei der beteiligten Länder. Gefördert werden universitäre und nichtuniversitäre akademische Forschungsgruppen sowie Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft. Für die Bewerbung sind die entsprechenden Formulare zu verwenden. Bewerbungen erfolgen in englischer Sprache. Forschungsgruppen aus Nicht-Partnerländern können sich beteiligen, sofern sie ihre Finanzierung selbst sicherstellen.

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