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Potenzialstudien


Potenzialstudien zeigen einen konkreten Fahrplan für Umsetzungsempfehlungen von investiven und strategischen Klimaschutzmaßnahmen auf. Der Fokus liegt auf kurzfristig umsetzbaren Maßnahmen, die sich in eine langfristige Strategie einbetten. Gefördert wird die Erstellung von Potenzialstudien für die unten dargestellten Bereiche.

Zuwendungsfähig sind grundsätzlich die Vergütungen für den Einsatz fachkundiger externer Dienstleister.

Rahmenbedingungen:

  • Förderquote für Anträge zwischen 1. August 2020 und 31. Dezember 2021: maximal 60 Prozent bzw. 80 Prozent für finanzschwache Kommunen
  • Antragsteller aus den vier Braunkohlerevieren, die im Abschlussbericht der Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ (Stand Januar 2019) geografisch definiert sind, können eine um 15 Prozentpunkte erhöhte Förderquote beantragen
  • Bewilligungszeitraum: 12 Monate

Abfallentsorgung


Eine Potenzialstudie zur klimafreundlichen Abfallentsorgung zeigt auf, wie kurz-, mittel- und langfristig Treibhausgaseinsparungen durch die Optimierung der Abfallsammlung, der Abfallbehandlung und der Wertstoffverwertung erreicht werden können.

Als Antrag einzureichen sind:

Siedlungsabfalldeponien


Eine Potenzialstudie für Siedlungsabfalldeponien analysiert die spezifische Ausgangssituation einer stillgelegten Deponie sowie die technisch und wirtschaftlich umsetzbaren Treibhausgasminderungspotenziale.

Neben den Ausgaben für die Vergütung des externen Dienstleisters zur Erstellung der Studie sind zusätzlich angemessene Ausgaben für Untersuchungen am Deponiekörper zuwendungsfähig, die für die Ermittlung des Emissionspotenzials notwendig sind, wie z. B. Bohrungen, Feststoffprobenahmen und -analysen, Gasmessungen, Belüftungsversuche. Die Notwendigkeit ist zu begründen.

Hinweis: Eine Potenzialstudie, die nicht älter als zwei Jahre ist und die die Ziele und Anforderungen gemäß Kommunalrichtlinie und Hinweisblatt erfüllt, ist Grundlage zur Förderung des investiven Förderschwerpunkts Technologien zur optimierten Erfassung von Deponiegasen in Siedlungsabfalldeponien (gemäß Nummer 2.12.3 der Kommunalrichtlinie) und Technologien zur aeroben in-situ-Stabilisierung von Siedlungsabfalldeponien (gemäß Nummer 2.12.4 der Kommunalrichtlinie).

Als Antrag einzureichen sind:

Abwasserbehandlungsanlagen


Eine Potenzialstudie für klimafreundliche Abwasserbehandlungsanlagen zeigt auf, wie die THG-Emissionen und Energiekosten der Abwasserreinigung kurz-, mittel- und langfristig gesenkt werden können.

Die Potenzialstudie „Abwasserbehandlungsanlagen“ soll so ausgestaltet sein, dass die darin enthaltenen Maßnahmen mindestens folgende Ziele erreichen:

  • Deckungsquote des Energiebedarfs für Strom und Wärme durch auf dem Grundstück mittels erneuerbarer Energien-Anlagen erzeugte Energie von mindestens 70 Prozent
  • spezifischer jährlicher Strombedarf der gesamten Anlage (inkl. lokal umgewandelter Energie) von maximal 23 kWh/Einwohnerwert (EW) bezogen auf die tatsächliche Belastung im Jahresmittel. Ist oder wird die Kläranlage mit einer erweiterten Reinigungsstufe ausgerüstet (Mikroschadstoffe, Elimination von mikrobiellen Belastungen), kann der höhere spezifische Strombedarf dieser Reinigungsstufe von dieser Berechnung ausgenommen werden, sofern er separat ausgewiesen werden kann.

Hinweis: Eine Potenzialstudie, die die Ziele und Anforderungen gemäß Kommunalrichtlinie und Hinweisblatt erfüllt, ist Grundlage zur Förderung des investiven Förderschwerpunkts  Kläranlagen (gemäß Nummern 2.13.2 ff. der Kommunalrichtlinie):

  • Erneuerung der Belüftung (gemäß Nummer 2.13.2)
  • Erneuerung von Pumpen und Motoren (gemäß Nummer 2.13.3)
  • Neubau einer Vorklärung und Umstellung der Klärschlammbehandlung auf Faulung (gemäß Nummer 2.13.4)
  • Verfahrenstechnik (gemäß Nummer 2.13.5)

Die Potenzialstudie soll darstellen, mit welchen Maßnahmen die angestrebten Zielkennwerte (Deckungsquote von min. 70 Prozent, Energieeffizienz von 23 kWh/EW) langfristig erreicht werden können. Dabei sollen explizit auch zusätzliche erneuerbare Energien-Anlagen wie PV oder Windkraft auf dem Klärwerksgelände mit geprüft werden. Sollten trotz Ausschöpfung aller technischen Maßnahmen bzw. der besten verfügbaren Technik diese Zielkennwerte prospektiv nicht erreicht werden können, so sind die Gründe dafür darzulegen. Auch in diesen Fällen ist dann eine spätere Beantragung der investiven Förderschwerpunkte nach 2.13.2 bis 2.13.5 möglich.

Wenn bereits eine Studie nach den Maßgaben des Arbeitsblattes DWA-A 216 innerhalb der letzten beiden Jahre vor Antragstellung durchgeführt wurde und diese Studie die gleichen oder übertreffenden Ziele einhält, kann diese Studie ebenfalls Grundlage für die Förderung der investiven Maßnahmen sein.

Als Antrag einzureichen sind:

Trinkwasser


Eine Potenzialstudie für klimafreundliche Trinkwasserversorgung zeigt auf, wie die THG-Emissionen und Energiekosten der Trinkwasserversorgung kurz-, mittel- und langfristig gesenkt werden können.

Hinweis: Eine Potenzialstudie, die die Ziele und Anforderungen gemäß Kommunalrichtlinie und Hinweisblatt erfüllt, kann als Grundlage zur Förderung des investiven Förderschwerpunkts  Systemische Optimierung in der Trinkwasserversorgung (gemäß Nummer 2.14.2 der Kommunalrichtlinie) dienen.

Als Antrag einzureichen sind:

Nutzung von Abwärme aus Industrie und Gewerbe


Eine Potenzialstudie zur überbetrieblichen Nutzung von Abwärme aus Industrie und Gewerbekomplexen für die Wärmeversorgung von Wohn- und Industriegebäuden zeigt auf, wie der Primärenergieverbrauch, die THG-Emissionen und die Energiekosten der Wärmeversorgung kurz- und mittelfristig gesenkt werden können.

Als Antrag einzureichen sind:

Digitalisierung


Eine Potenzialstudie „Klimaschutz und Digitalisierung“ kann eines der folgenden Themen oder Kombinationen daraus enthalten:

  • Klimaschutz in der IT- und Gebäudetechnik in Rechenzentren
  • Klimaschutz durch Digitalisierung in der Verkehrssteuerung

In der Potenzialstudie „Klimaschutz und Digitalisierung“ mit Fokus Rechenzentren werden der Bestand an IT- und Gebäudetechnik in Rechenzentren sowie deren Betriebsparameter erfasst und die kurz-, mittel- und langfristigen Potenziale zur Energie- und Treibhausgaseinsparung analysiert.

Als Antrag einzureichen sind:

Hinweis: Eine Potenzialstudie mit Fokus Rechenzentren, die die Ziele und Anforderungen gemäß Kommunalrichtlinie und Hinweisblatt erfüllt, kann als Grundlage zur Förderung des investiven Förderschwerpunkts  Klimaschutz in Rechenzentren (gemäß Nummer 2.15 der Kommunalrichtlinie) dienen, um eine bestmögliche Planung zu ermöglichen.

 

In der Potenzialstudie „Klimaschutz und Digitalisierung“ mit Fokus Intelligente Verkehrssteuerung werden die Möglichkeiten zur THG-Minderung aufgezeigt, die die Nutzung neuer, digitaler (Big Data-)Datenquellen in der Verkehrssteuerung bietet.

Als Antrag einzureichen sind:

Hinweis: Eine Potenzialstudie mit Fokus Intelligente Verkehrssteuerung, die die Ziele und Anforderungen gemäß Kommunalrichtlinie und Hinweisblatt  erfüllt, ist Grundlage zur Förderung des investiven Förderschwerpunkts  Intelligente Verkehrssteuerung (gemäß Nummer 2.11.3 der Kommunalrichtlinie).

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