Neue Förderbekanntmachungen Solares Bauen/Energieeffiziente Stadt und EnEff.Gebäude.2050 veröffentlicht

11. April 2016

Zum Start der Berliner Energietage 2016 hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gemeinsam mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die ressortübergreifende Förderbekanntmachung Solares Bauen/Energieeffiziente Stadt veröffentlicht. Sie adressiert mit einem Fördervolumen von 150 Millionen Euro die grundlagenorientierte und anwendungsnahe Forschung, Entwicklung und Demonstration energieoptimierter Gebäude und Quartiere.

Gemeinsam mit der zeitgleich erscheinenden Förderinitiative EnEff.Gebäude.2050 des BMWi – für die weitere 35 Millionen Euro zur Verfügung stehen – flankiert die Initiative die "Energieeffizienzstrategie Gebäude" (ESG) der Bundesregierung. Modellhafte Innovations- und Transformationsprojekte sollen hier zeigen, wie mit verfügbaren aber noch nicht am Markt etablierten Technologien der Primärenergiebedarf gesenkt und Hemmnisse bei der breitflächigen Umsetzung nahezu klimaneutraler Gebäude überwunden werden können. Mit der Initiative sollen Forschung und Breitenanwendung, aufbauend auf bestehenden Forschungsergebnissen, stärker verknüpft werden.

Beide Förderinitiativen sind wichtige Bausteine, wenn es darum geht, den Energieverbrauch im Gebäudebereich weiter zu senken und gleichzeitig den Ausbau erneuerbarer Energien voranzutreiben. Bis zum Jahr 2050 strebt die Bundesregierung einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand in Deutschland an. Auf Grundlage des 6. Energieforschungsprogramms sind bereits eine Vielzahl innovativer Technologien entwickelt, erforscht und in wissenschaftlich begleiteten Demonstrationsprojekten erprobt worden. Damit diese Innovationen rasch einen wesentlichen Beitrag zu den energiepolitischen Zielen liefern können, sind zusätzliche Anstöße in der Förderpolitik erforderlich.

Die Förderinitiative Solares Bauen/Energieeffiziente Stadt fördert innovative Konzepte und Technologien, die sich möglichst schnell und auf kurzem Wege in die Praxis übertragen lassen. Darunter sollen auch Leuchtturmprojekte sein, die auf Basis von Energieeffizienz und erneuerbaren Energien zeigen, dass es möglich ist, schnell und wirtschaftlich flexibel nutzbaren und energetisch hochwertigen Wohnraum in Verbindung mit optimierter Energieinfrastruktur zu schaffen. Neben moderner Gebäudetechnik und dem verstärkten Einsatz erneuerbarer Wärme sind digitale Tools und Planungsinstrumente gefragt, die alle am Bau beteiligten Akteure im Bereich Gebäude und Quartiere vernetzen und den effizienten Betrieb unterstützen. Auch sozioökonomische Aspekte, wie den demografischen Wandel der Gesellschaft und die Forderungen nach bezahlbarem Wohnraum in Ballungszentren, sollen die Forschungsvorhaben berücksichtigen.

Wertvolle Impulsgeber der ressortübergreifenden Förderinitiative waren das Forschungsnetzwerk Energie in Gebäuden und Quartieren und die Forschungs- und Innovationsagenda (FINA) der Nationalen Plattform Zukunftsstadt (NPZ). Ihr Appell an die Förderpolitik: Synergien an der Schnittstelle zwischen Forschung, Politik und Wirtschaft schaffen sowie alle relevanten Akteure und Themen miteinander vernetzen.

Die Förderbekanntmachungen Solares Bauen/Energieeffiziente Stadt und EnEff.Gebäude.2050 sind inhaltlich und administrativ eng miteinander verzahnt und werden im Auftrag des BMWi bzw. BMBF vom Projektträger Jülich (PtJ) umgesetzt.

Ansprechpartner/in

Weiterführende Links

Direkteinstieg