Innovation für den sozialen Wandel: Projektträger Jülich veröffentlicht Geschäftsbericht 2016

25. August 2017

Mit 17.891 betreuten Vorhaben und rund 1,46 Milliarden Euro bewirtschafteten Fördermitteln zählt der Projektträger Jülich (PtJ) weiterhin zu den führenden Projektträgern in Deutschland. Im Rahmen seiner Geschäftsfelder „Energie“, „Nachhaltige Entwicklung“ und „Innovation und Wissenstransfer“ sowie seiner Kompetenzfelder „Digitalisierung“, „Ressourceneffizienz“ und „Europäisches Forschungsmanagement“ bedient er ein breites Themenspektrum, das er kontinuierlich erweitert.

Ein Thema, das in der Forschungs- und Innovationspolitik an Bedeutung gewinnt, sind soziale Innovationen. Sie flankieren gesellschaftliche Umwälzungen wie die Energiewende oder eine umwelt- und klimaschonende Mobilität. Daher setzt die Bundesregierung im Rahmen der Neuen Hightech-Strategie auf die Integration gesellschaftlicher Veränderungsprozesse, Bürgerpartizipation sowie die Entwicklung von Dienstleistungs- und sozialen Innovationen. „Das sind alles Entwicklungen, die für uns als Projektträger wichtig sind“, erklärt Dr. Christian Stienen, PtJ-Leiter. „Schließlich ist es eine unserer Aufgaben, Ideen zu entwickeln und Anregungen zu geben, wie Innovationssysteme und Rahmenbedingungen für Innovationen aussehen könnten“. In einigen Fördermaßnahmen, die PtJ im Auftrag verschiedener Bundesministerien umsetzt, spielen soziale Innovationen bereits eine Rolle. Unter den Schwerpunkten „Mensch“, „Kommune“ und „Gesellschaft“ stellt PtJ im Dossier seines Geschäftsberichts exemplarisch Projekte aus den Bereichen Pflege, Klimaschutz und Energiewende vor.

Der Mensch im Fokus

Soziale Innovationen können helfen, das Leben des Einzelnen zu verbessern, indem sie neue Denkweisen und veränderte Lebensstile etablieren. Das spiegelt zum Beispiel das Projekt OPEN wider, das Pflegebedürftigen mit Migrationshintergrund einen Weg zu Pflege und Hilfe aufzeigt. Und auch die drei Gründerinnen der feelSpace GmbH wollen das Leben des Einzelnen bereichern: Ihr Navigationsgürtel erleichtert Blinden und Sehbehinderten die Orientierung in fremder Umgebung.

Die Kommune im Fokus

Ob Klimawandel, Ressourcenknappheit, demografischer Wandel oder Ernährungssicherheit – um globale Herausforderungen zu bewältigen, bedarf es auch vielfältiger Einzellösungen auf kommunaler Ebene. Viele Kommunen und Städte in Deutschland haben diese Entwicklung erkannt und als Chance begriffen. Sie ebnen diesem veränderten, nachhaltigen Denken aus der Gesellschaft heraus neue Wege – beispielsweise auf den Dächern Berlins mit dem Projekt Roof Water-Farm oder in Enkenbach-Alsenborn, einem der kleinsten Energiedörfer der Bundesrepublik.

Die Gesellschaft im Fokus

Die Energiewende gilt als ambitioniertes Gesellschaftsprojekt. Sie ist mit technischen Lösungen allein nicht zu stemmen. Nur mit Unterstützung der Menschen ist ein Wandel zu schaffen – das verdeutlicht: Die Gesellschaft muss die Energiewende mittragen, erst dann wird sie zum Erfolg. Genau diesen Ansatz verfolgen die vier Kopernikus-Projekte für die Energiewende, die PtJ im Auftrag des BMBF koordiniert. Die interdisziplinäre Nachwuchsforschergruppe Circulus holt die entscheidenden Akteure ins Boot, um eine nachhaltige Ressourcenwirtschaft zu gestalten.

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