Junge Pflanzenforscher für eine biobasierte Wirtschaft

17. Februar 2017

Im Rahmen der Initiative „Pflanzenzüchtungsforschung für die Bioökonomie“ fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) neben anwendungsnahen Projekten der Grundlagenforschung den wissenschaftlichen Nachwuchs. Am 21. Februar 2017 fällt auf dem Statusseminar PLANT2030 in Potsdam der Startschuss für das Nachwuchsmodul. Ziel ist es, rund 50 Promovierende und Postdoktoranden auf ihrem Weg zu umfassend ausgebildeten Fachleuten zu unterstützen. Damit möchte das BMBF die Exzellenz der deutschen Pflanzenforschung, die weltweit eine Spitzenposition einnimmt, weiter stärken. Der Projektträger Jülich setzt die Initiative im Auftrag des BMBF um.

Die Weltbevölkerung wächst unaufhaltsam – und mit ihr der Hunger nach Nahrung, Rohstoffen und Energie. Mit einer visionären Forschungsstrategie will die Bundesregierung die Welt ausreichend und gesund ernähren sowie mit hochwertigen Produkten versorgen – ohne Umwelt oder Klima weiter zu belasten. Das Ziel ist der Wandel von einer erdölbasierten Ökonomie hin zu einer biobasierten Wirtschaft.

Mit einer gemeinsamen Initiative zur Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovationen im Bereich der Pflanzenforschung nehmen das BMBF und das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) dieses Ziel in Angriff. Das BMBF beteiligt sich mit der Förderrichtlinie „Pflanzenzüchtungsforschung für die Bioökonomie“. Mit der technologieoffenen Förderung unterstützt das Ministerium optimierte und neue Lösungen für eine nachhaltige Nutzpflanzen- und Biomasseproduktion. „Durch die nachhaltige Erzeugung und Nutzung nachwachsender Ressourcen für Produkte und Verfahren wird neues Wirtschaftswachstum möglich“, erklärte dazu Bundesforschungsministerin Johanna Wanka.

Ein zentrales Modul der Förderrichtlinie widmet sich dabei ausschließlich der Ausbildung und Etablierung des wissenschaftlichen Nachwuchses im Bereich der Pflanzenforschung. Rund 50 Promovierende und Postdoktoranden werden während der dreijährigen Laufzeit in regelmäßigen Workshops in fachnahen Themen wie dem Umgang mit Big Data in der Pflanzenforschung sowie relevanten Soft-Skills geschult. Online-Kurse werden dabei im Zuge des offenen digitalen Lernens auch für andere Interessierte kostenlos verfügbar sein. Gleichzeitig soll sich der Nachwuchs untereinander und mit etablierten Führungskräften aus Wissenschaft und Wirtschaft vernetzen. Während der einjährigen Mentoring-Phase erhalten die jungen Forscher im Austausch mit einer erfahreneren und unabhängigen Führungskraft Impulse für ihre Entwicklung. Im Peer-Coaching lernt sich der wissenschaftliche Nachwuchs kennen und tauscht sich vertraulich zu selbstgewählten Themen aus.

 Das BMBF übernimmt mit dieser Initiative eine Pionierrolle für eine ganzheitliche Förderung und Etablierung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Offiziell startet das Nachwuchsmodul am 21. Februar im Rahmen des Statusseminars PLANT2030 in Potsdam. Im Workshop „Young Scientists“ wird das Programm den anwesenden Experten aus der Pflanzenforschung vorgestellt. Diese berichten wiederum selbst auf dem Statusseminar von den Ergebnissen ihrer geförderten Forschungsprojekte.

Ansprechpartner/in

Weiterführende Links

Direkteinstieg