Technische Textilien für innovative Anwendungen und Produkte – NanoMatTextil

eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

Die Bekanntmachung "Technische Textilien für innovative Anwendungen und Produkte - NanoMatTextil" ist Bestandteil der Hightech-Strategie der Bundesregierung. Die Hightech-Strategie forciert Schlüsseltechnologien, die Lösungen zu den globalen und gesellschaftlichen Herausforderungen bieten.

Neue Werkstoffe sind dabei zentraler Baustein bei Fragen des Klimaschutzes, der Ressourcen- und Energieeffizienz sowie zukünftiger Mobilitätskonzepte. Sie bilden die Voraussetzung für vielfältige Anwendungen in den unterschiedlichsten Branchen. Es gilt nun mit textilen Werkstoffinnovationen die Bedarfsfelder der Hightech-Strategie zu stärken und die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie auszubauen.

Vor diesem Hintergrund fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmenprogramm "Werkstoffinnovationen für Industrie und Gesellschaft - WING" eingebettet in die Hightech-Strategie FuE-Projekte zum Thema „Technische Textilien für innovative Anwendungen und Produkte - NanoMatTextil".

Im Fokus der Bekanntmachung „NanoMatTextil“ stehen innovative Forschungsthemen aus Textilforschung mit interdisziplinärem Ansatz. Besonders willkommen sind Ansätze, die nachhaltige Mobilitätskonzepte mit einbinden. Weitere Schwerpunkte sind:

1. Neue Faserentwicklungen

  • Entwicklung kostengünstiger Nanokomposite zur Herstellung von Synthesefasern, die sich durch verbesserte Eigenschaften auszeichnen oder über hohe Flammfestigkeit oder Leitfähigkeit verfügen
  • Herstellung von Nanofasern beispielsweise durch die Einführung von funktionellen Elementen (Katalysatoren, Halbleiter, etc.)
  • Entwicklung von neuen Ausgangsmaterialien oder Spinnlösungen beispielsweise auf der Basis nachwachsender Rohstoffe
  • Entwicklung neuer, verbesserter Bikomponentenfasern
  • Entwicklung von multifunktionellen Fasercoatings zur Herstellung von Hightech-Fasern

2. Ausrüstung und Oberflächenfunktionalisierung

  • Entwicklung von neuen Textilausrüstungen zur Generierung neuer technischer Textilprodukte mit wesentlich verbesserten Eigenschaften
  • Entwicklung neuer Beschichtungen beispielsweise durch Kombinationen von Funktionen
  • Nutzung der Nanotechnologie zur Veredelung der Textiloberfläche
  • Integration anderer Elemente zur Herstellung intelligenter oder interaktiver Textilien
    Selbstorganisation von textilen Oberflächen
  • gezielter Aufbau schalt- oder regenerierbarer Funktionsstrukturen

3. Entwicklung neuer Textilstrukturen

  • Nutzung neuer Materialien zur Herstellung von Multifunktions-Vliesstoffen
  • Entwicklung von neuen textilen Flächengebilden durch Weiterentwicklung textiler Herstellungsverfahren oder Einsatz neuer Ausgangsmaterialien

Gefördert werden risikoreiche und anwendungsorientierte industrielle Verbundprojekte, die ein arbeitsteiliges und multidisziplinäres Zusammenwirken von Unternehmen - besonders KMUs - mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen erfordern. Die Vorhaben sollen dabei die gesamte Wertschöpfungskette von der Werkstoffherstellung über -verarbeitung bis zur Anwendung abdecken. Vorzugsweise sollten anwendungsübergreifende Entwicklungen verfolgt werden, um einen besseren Erfahrungsaustausch bzw. Wissenstransfer zu erreichen.

Mögliche Anwendungsgebiete für die textilen Innovationen sind in den Bereichen Mobilität, Umwelt, Energie, Gesundheit und Sicherheit zu sehen. Ebenso sind technische Textilien für nachhaltige Mobilitätskonzepte, zur CO2-Reduktion sowie zur Energie- und Ressourceneffizienz erwünscht. Für multifunktionelle technische Textilien sind industrielle Anwendungen wie Filter und Membranen, faserverstärkte Bauteile, flexible Mikrosystemtechnik, Solarenergie oder Brennstoffzellen möglich.

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