Nachwuchswettbewerb „NanoMatFutur“ in der Materialforschung

eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

Die Materialwissenschaft und die Werkstofftechnik haben in hoch technisierten Ländern wie Deutschland eine herausragende Bedeutung. Gerade diese Forschungsfelder besitzen große Innovationskraft und vermögen wegen ihrer Hebelwirkung bedeutende Märkte zu erschließen. Hochqualifizierter wissenschaftlicher Nachwuchs ist daher besonders wichtig. Hier sucht einerseits die Industrie qualifizierte Fachkräfte, die neueste Erkenntnisse in die Anwendung bringen und kreative Ideen in Innovationen umsetzen. An den Hochschulen werden andererseits engagierte junge Akademiker für Forschung und Lehre gesucht.

Hoch qualifizierter wissenschaftlicher Nachwuchs ist gerade in den Technologiefeldern mit großer Querschnitts- und Breitenwirkung eine Voraussetzung, um im globalen Wettbewerb bestehen zu können. Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses stellt deshalb einen Schwerpunkt in der neuen HighTech-Strategie der Bundesregierung dar. Das BMBF will mit dieser Fördermaßnahme speziell dem wissenschaftlichen Nachwuchs in Deutschland bestmögliche Startbedingungen geben und damit Abwanderungstrends entgegenwirken sowie Rückkehrer ermutigen.

Im Fokus der Förderinitiative „NanoMatFutur“ stehen innovative Forschungsthemen aus der Materialwissenschaft und der Werkstofftechnik, die mit interdisziplinärem Ansatz die Grenzen der klassischen Disziplinen wie Chemie, Physik, Biologie und Nanotechnologie überwinden. Die Forschungsarbeiten aus der anwendungsorientierten Grundlagenforschung sollen Industriebezug aufweisen und im Bereich der Werkstofftechnologien neue Impulse für innovative Anwendungen setzen. Typische Anwendungsfelder sind die Energietechnik, ein nachhaltiger Umgang mit Rohstoffen und Materialien, Mobilität und Transport, Gesundheit und Lebensqualität sowie zukünftige Bausysteme.

Die Zielgruppe der Förderinitiative „NanoMatFutur“ sind Ingenieure und Naturwissenschaftler mit ersten Forschungserfahrungen, deren Promotion mindestens zwei, jedoch nicht länger als fünf Jahre zurück liegt. Die Fördermaßnahme ermöglicht ihnen den Aufbau einer eigenen Nachwuchsgruppe. Die Nachwuchsforscher sollen mit einem anspruchsvollen Forschungsthema ihre wissenschaftliche Exzellenz beweisen, das Anwendungs- und Technologiepotenzial ihrer Ideen ausloten und gleichzeitig industrielle Anwendungen vorbereiten. Dazu bieten sich zum einen Industriepatenschaften an und zum anderen auch eigene Unternehmensgründungen. Die Nachwuchsgruppe ist mit ihrem Projekt an einer deutschen Forschungseinrichtung beheimatet, die ihre gute Infrastruktur bereitstellt und ihre Bereitschaft dazu mit einer entsprechenden Erklärung bekundet. Wichtig ist daher eine frühzeitige Kontaktaufnahme des Nachwuchswissenschaftlers mit dem Gastinstitut.

Die Förderung wird je nach projektspezifischem Bedarf für einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren gewährt. Eine Meilensteinprüfung mit Abbruchkriterien nach drei Jahren ist vorgesehen. Im Anschluss wird über die Fortführung des Vorhabens entschieden. Die Förderinitiative läuft über mehrere Jahre und sieht die Förderung von jährlich bis zu sieben Nachwuchsgruppen vor. Die Bekanntmachung nennt zunächst zwei Stichtage zum 30. September 2015 und 30. September 2016.

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