Nachwuchswettbewerb NanoFutur

eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

Die Nanotechnologie ist in den letzten beiden Jahrzehnten zu einem zentralen Forschungs- und Innovationsbereich herangereift. Mithilfe dieses Technologieansatzes werden sich unsere Möglichkeiten erweitern, Materialeigenschaften gezielt zu beeinflussen und zu nutzen. Bereits heute haben sich zahlreiche nanotechnologische Produkte auf dem Markt etabliert, gleichzeitig sind jedoch noch viele Fragestellungen der Nanotechnologie ungelöst. Dies macht sowohl eine intensive grundlagenorientierte als auch anwendungsorientierte Forschung erforderlich.

  • Einreichungsfrist 14. Juni 2006
  • Bekanntmachung NanoFutur

Zurzeit besetzt Deutschland im internationalen Vergleich in der Nanotechnologie eine exzellente Position in der Forschung, die es auch zukünftig zu erhalten und weiter auszubauen gilt. Vor diesem Hintergrund muss qualifizierter wissenschaftlicher Nachwuchs gezielt unterstützt werden. Gerade jüngere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bringen neues Wissen ein, das sich häufig dann vollständig entfaltet, wenn losgelöst von traditionellem Fachdenken und mit der Freiheit, neue Lösungswege zu beschreiten, geforscht werden kann.

Zurzeit werden mit dem Nachwuchswettbewerb „NanoFutur“ 29 exzellente junge Nanotechnologen unterstützt, die mit ihren Ideen neue grundlegende Erkenntnisse in der Nanotechnologie erarbeiten, Anwendungspotentiale erkunden und die industrielle Umsetzung vorantreiben.

 "NanoFutur" - die Fördermaßnahme 

Die 5-jährige staatliche Förderung von „NanoFutur" ermöglicht den Nachwuchstalenten am Beginn ihrer Karriere den Aufbau einer eigenen Arbeitsgruppe an einer deutschen Forschungseinrichtung. Gefördert werden in „NanoFutur" projektspezifische Ausgaben für Personal, Ausstattung und Verbrauchsmaterial. Neben dem Nachwuchswissenschaftler als Leiter der Gruppe können zwei Postdocs, zwei Doktoranden und zwei Techniker finanziert werden. Die aufnehmenden Institute stellen den Nachwuchsgruppen ihre Infrastruktur (Arbeitsplatz, Ausstattung, Verwaltung etc.) zur Verfügung.

Die Erfahrungen aus der ersten Wettbewerbsrunde (2002-2005) haben gezeigt, dass „NanoFutur" durchaus ein bedeutender Schritt hin zu einer Hochschulkarriere sein kann. Von den 18 geförderten Nachwuchsforschern der ersten Runde haben inzwischen sieben einen Ruf auf eine Professur erhalten. In der ersten Runde hatten sich 80 junge Forscher um eine Förderung beworben.

In der zweiten Runde (2006/07) reichten 35 Jungwissenschaftlern Förderanträge ein, die – wie in der ersten Runde - von unabhängigen Experten aus Wissenschaft und Industrie begutachtet wurden. Davon wurden elf Nachwuchsgruppen ausgewählt, die bis zum Jahre 2011 mit ca. 16 Mio. € gefördert werden. Schwerpunkt sind hier die Nanooptik, Nanoelektronik, Sensorik, Life Sciences und die Nanochemie. Die Arbeitsgruppen sind interdisziplinär zusammengesetzt und kooperieren intensiv mit externen Forschergruppen.

Alle Preisträger wurden durch das BMBF öffentlich ausgezeichnet, wie zum Beispiel 2006 auf der „NanoDE" in Berlin.

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