Molekulare Bionik Baden-Württemberg

eine Initiative des Landes Baden-Württemberg

Um die nationale und internationale Wettbewerbsfähigkeit des Landes Baden-Württemberg im Bereich der weißen Biotechnologie zu stärken, hat das Ministerium für Wirtschaft 2009 das Förderprogramm „Molekulare Bionik Baden-Württemberg" aufgelegt. Gefördert wird die Entwicklung biotechnologischer, biochemischer und polymerchemischer Verfahren mit dem Ziel, neuartige biomimetische Strukturen zu generieren.

Die Natur beherrscht in unübertroffener Weise und höchst effizient unzählige strukturelle, organisatorische, mechanische sowie energie- und materialeffiziente Prozesse. Es ist lohnend, im Rahmen der Bionik Vorbilder aus der Natur zu untersuchen, um deren biologische Strukturen und Prinzipien bis hin auf die molekulare Ebene zu verstehen und technisch umzusetzen. Dabei können sich schon aus der Erforschung nur eines einzelnen Prinzips diverse Anwendungen ergeben, wie das Beispiel der Lotuspflanze zeigt, deren Selbstreinigungsmechanismus inzwischen bei innovativen Textilien, Dachziegeln oder Farbbeschichtungen erfolgreich genutzt wird.

Vor diesem Hintergrund legte das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg (MWK) im Januar 2009 das Förderprogramm „Molekulare Bionik Baden Württemberg" auf. Zielgruppen des Förderprogramms, das ausschließlich nicht-wirtschaftliche Grundlagenforschung unterstützt, sind alle Forschungseinrichtungen Baden-Württembergs. Es soll mit den Ergebnissen der Forschungs- und Entwicklungsarbeiten das Interesse der Wirtschaft geweckt werden, so dass sich eine Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft auf diesem Gebiet entwickelt und festigt. Das breite wissenschaftliche Know-how soll der Wirtschaft gezielt zugute kommen und so deren internationale Wettbewerbsfähigkeit steigern. Für das MWK stehen nicht nur die Förderung von Querschnittstechnologien im Fokus, sondern auch der Aufbau sowie die Weiterentwicklung von Kompetenzzentren und
-netzwerken.

Gefördert werden acht ausgewählte Projekte mit insgesamt 3,35 Mio. Euro. Die Vorhaben sind außerordentlich interdisziplinär angelegt und umfassen verschiedene Themengebiete – von Biopolymerkonstrukten bis zur Signalübertragung und -verwertung.

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