Innovationsallianz Lithium-Ionen-Batterie - LIB 2015

eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des 6. Energieforschungsprogramms der Bundesregierung

Große leistungsfähige und sichere Lithium-basierte Energiespeicher sind ein essentieller Baustein für die Weiterentwicklung von alternativen Antriebskonzepten, z.B. für Hybridfahrzeuge, oder regenerative Energietechniken, z.B. Windkraft. Bevor jedoch Lithium-Ionen-Batterien serienmäßig in diesen Branchen eingesetzt werden können, sind neue wissenschaftliche Ansätze notwendig. So müssen Lithium-Ionen-Batterien in der Automobilindustrie oder der alternativen Kraftwerkstechnik ein hohes Speicherpotential und Zuverlässigkeit aufweisen.

Ziel der Innovationsallianz ist es Forschungen auf diesem Gebiet entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu betreiben. Ausgehend von grundlegenderen Forschungsarbeiten sollen geeignete Materialien und Herstellverfahren entwickelt und daraus Zellen hergestellt werden. In einem weiteren Schritt sollen die Zellen zu einem Gesamtsystem, verbunden mit einem intelligenten Batteriemanagementsystem zusammengefasst werden. Es können auch Konzepte und Versuchszellen im kleineren Maßstab eingebunden werden, unter der Voraussetzung, dass die Übertragung auf große Batterien möglich und vorgesehen ist.

Förderfähig sind Grundlagenforschungsarbeiten mit industrieller Begleitung in Institutsverbünden sowie anwendungsorientierte Forschungsarbeiten in Industriegeführten Verbünden. Die Projekte sollen in konkrete Demonstratoren münden und durch ein hohes wissenschaftlich-technisches Risiko gekennzeichnet sein. Zudem soll durch gezielte Förderung von jungen Wissenschaftlern im Rahmen eines Nachwuchswettbewerbes eine nachhaltige Stärkung der Forschungslandschaft auf diesem Sektor erfolgen.

Die Initiative ist eine gemeinsame Maßnahme der Förderprogramme Werkstoffinnovationen für Industrie und Gesellschaft - WING, Grundlagenforschung Energie 2020+ und Mikrosystemtechnik. Sie wurde zusammen mit den Firmen BASF, Bosch, Evonik Industries, Li-Tec und Volkswagen erarbeitet und mit Fördermaßnahmen der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Helmholtz-Gemeinschaft abgestimmt.

Die Fördermaßnahme ist offen für Hochschulen, Forschungseinrichtungen und die Industrie.

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