Funktionsintegrierter Leichtbau

eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

Gerade vor dem Hintergrund rasant gestiegener Rohstoff- und Energiepreise gewinnen Leichtbau­konzepte insbesondere im Fahrzeug- und Maschinenbau zunehmend an Bedeutung. Der Einsatz von Leichtbau­materialien und die damit verbundenen Leichtbautechnologien bewirken eine Reduzierung des Energie- und Material­bedarfs und darüber eine Verbesserung der Wirtschaftlichkeit der Systeme.

Der nächste Schritt in der Leichtbauentwicklung, der in naher Zukunft innovative Durch­brüche ver­spricht, ist der Funktionsintegrierte Leichtbau, d. h. die Kombination von leichten Bauweisen mit anspruchsvollen zusätzlichen Funktionen (Sensorik/Aktorik, elektrisch leitend, optisch transparent etc.) möglichst in einem Werkstoff. So bieten beispielsweise PKW-Heckklappen mit integrierter Antennenfunktion für Satellitennavigation, Mobilfunk und Radio ein Gewichtseinsparpotenzial von 20% im Vergleich zur konventionellen Technologie.

Der Funktionsintegrierte Leichtbau soll einen Mehrwert für den strukturellen Leichtbau im Hinblick auf

  • kompaktere Bauweisen (Miniaturisierung),
  • Multifunktionalität,
  • Selbstdiagnose (Health Monitoring),
  • Energie- und Materialeinsparungen während der Nutzungsphase
  • Kosteneinsparungen bei der Herstellung (Verringerung der Bauteilkomplexität)

liefern. Durch zusätzliche anspruchsvolle Funktionalitäten integriert in Struktur tragende Bauteile sollen mehr Funktionen mit weniger Bauteilen generiert werden. Insofern bietet der Funktionsintegrierte Leichtbau neben neuen Anwendungen in der Verkehrstechnik auch vielfältige Chancen für neue Produkte im Maschinenbau, in der Medizin- und Messtechnik, in der Bauindustrie, in der Energietechnik sowie bei Sport- und Freizeitausrüstungen.

Ansprechpartner/in

Direkteinstieg