KMU-innovativ: Ressourceneffizienz und Klimaschutz

eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

Die Bundesregierung verfolgt im Rahmen der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie unter anderem die Ziele, bis 2020 die Energie- und Rohstoffproduktivität der deutschen Wirtschaft zu verdoppeln und die Treibhausgasemissionen um 40 Prozent unter das Niveau von 1990 zu verringern. Diese nationalen Nachhaltigkeitsziele lassen sich nur mit effizienterer und sauberer Technik erreichen. Deshalb sollen neue Technologien für Ressourceneffizienz und Klimaschutz entwickelt und in den Markt eingeführt werden.

Jüngste Untersuchungen bescheinigen Unternehmen, die in ressourcenschonende Technologien investieren, sehr gute Wachstumsperspektiven. So wurden von 2004 bis 2006 durchschnittliche Wachstumsraten von elf Prozent in der Rohstoff- und Materialeffizienz und bis zu 21 Prozent mit energieeffizienten Technologien erreicht. Bis 2016 könnten in Deutschland rund 20 Prozent weniger Rohstoffe in der Produktion verbraucht werden.

Kleine und mittlere Betriebe können zwischen 6,4 und 13 Milliarden Euro allein an Materialkosten pro Jahr sparen. Das Potenzial für ganz Deutschland liegt bei jährlich 27 Milliarden Euro. Treiber und Träger von effizienten Technologien sind oft kleine und mittlere Unternehmen. In der Produktionstechnik stellen KMU etwa 90 Prozent aller Betriebe des verarbeitenden Gewerbes und 43 Prozent aller Beschäftigten. Auch in der Wertschöpfungskette nimmt der Mittelstand oft eine Schlüsselrolle ein.

Mit der Förderinitiative "KMU-innovativ: Ressourceneffizienz und Klimaschutz" verfolgt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das Ziel, das Innovationspotenzial kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) im Bereich Spitzenforschung zu stärken sowie die Forschungsförderung im Rahmen seines Fachprogramms "Forschung für Nachhaltige Entwicklungen (FONA)" für erstantragstellende KMU attraktiver zu gestalten. Gefördert werden können Projekte aus der Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschung.

Die Umsetzung erfolgt daher durch eine übergreifende Zusammenarbeit der Projektträger im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt und im Karlsruher Institut für Technologie unter Federführung des Projektträgers Jülich, der mit seinem Geschäftsbereich Nachhaltigkeit (UMW) beteiligt ist.

Die thematischen Schwerpunkte beim Projektträger Jülich:

Rohstoffeffizienz

  • Steigerung der Ressourceneffizienz vor allem in rohstoffintensiven Verfahrenstechniken (z. B. Verarbeitung metallischer und mineralischer Rohstoffe, Herstellung chemischer Grundstoffe und Baustoffe)
  • effiziente Bereitstellung und Nutzung wirtschaftsstrategischer Rohstoffe im Sinne des FuE-Programms "Wirtschaftsstrategische Rohstoffe für den Hightech-Standort Deutschland" des BMBF
  • Verbesserung der Rohstoffproduktivität durch Optimierung von Wertschöpfungsketten inkl. Bewertungs- und Steuerungsinstrumente
  • innovative Recycling- und Verwertungsverfahren
  • ressourceneffizientes Produktdesign

Nachhaltiges Flächenmanagement

  • Instrumente zur Reduzierung der Flächeninanspruchnahme und Stärkung der Innenentwicklung in Städten
  • Dienstleistungen, Instrumente und Technologien für das Flächenrecycling

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