Nachbarschaftsprojekte „Kurze Wege für den Klimaschutz“

eine Initiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB)

Die Bundesregierung verfolgt eine ambitionierte Klimaschutzstrategie: Die Treibhausgasemissionen in Deutschland sollen bis zum Jahr 2020 um mindestens 40 Prozent gegenüber dem Niveau von 1990 reduziert werden. Bis zum Jahr 2030 soll eine Reduktion von mindestens 55 Prozent, bis 2040 mindestens 70 Prozent und bis 2050 80 bis 95 Prozent erreicht werden. Mit dem Aktionsprogramm Klimaschutz 2020 hat die Bundesregierung am 3. Dezember 2014 ein umfassendes Maßnahmenpaket beschlossen, das die konkreten Beiträge aller Sektoren für die Umsetzung des 2020-Ziels darlegt.

Zur Erreichung der Klimaschutzziele wird im Klimaschutzplan 2050 vom 14. November 2016 auf die notwendige Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft hingewiesen. Das bedeutet, dass alle Akteure zur Treibhausgasreduktion beitragen müssen.

  • Einreichungsfrist
    01. Mai 2017 – 01. Juli 2017
    01. Mai 2018 – 01. Juli 2018

Auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene werden bereits Klimaschutzstrategien- und Umsetzungsprogramme fortentwickelt und überprüft. Auf der nachbarschaftlichen Ebene ist eine zunehmende Präsenz an Initiativen für Klima- und Ressourcenschutz festzustellen, welche einen konkreten Beitrag zum Klimaschutz leisten, indem sie eine energieeffiziente und ressourcenschonende Lebensweise unterstützen. Zugleich stärken sie den Zusammenhalt in der Nachbarschaft und laden dazu ein, wirksam zu werden, für das Klima und für die Lebensqualität vor Ort. Mit dem Förderaufruf für Nachbarschaftsprojekte unterstützt das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) das hier vorhandene Potenzial für den Klimaschutz im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI).

Hinweise zum Verfahren

Das Auswahlverfahren ist zweistufig. In der ersten Stufe reichen die Interessenten eine aussagefähige Projektskizze ein. Sofern die formellen Voraussetzungen erfüllt sind und die Projektskizze hinsichtlich der Bewertungskriterien positiv bewertet wird, erfolgt in der zweiten Stufe die Aufforderung zur Vorlage eines formalen Förderantrags. Zur Erstellung der Projektskizzen und förmlichen Förderanträge ist das elektronische Antragssystem „easy-Online“ zu benutzen.

Für das Auswahlverfahren werden Projektskizzen berücksichtigt, die im Zeitraum vom 1. Mai 2017 bis 01. Juli 2017 und im Zeitraum vom 1. Mai 2018 bis 01. Juli 2018 beim Projektträger Jülich eingehen. Ausschlaggebend ist das Datum der finalen Einreichung der Unterlagen über easy-Online. Bitte beachten Sie, dass die Original-Dokumente Ihrer Skizze bis spätestens zum 15. Juli 2017 bzw. 15. Juli 2018 (Posteingang) beim Projektträger Jülich eingereicht werden müssen. Falls Ihre Skizze erfolgreich war, erhalten Sie die Aufforderung zur Antragstellung.

 Zusätzliche Informationen

  • Gefördert werden nicht-investive Vorhaben, die konkrete, umsetzungsorientierte Angebote zur Realisierung klimaschonender Aktivitäten auf Nachbarschaftsebene bzw. in Quartieren schaffen.
  • Antragsberechtigt sind Verbände, Kommunen, eingetragene Vereine, Genossenschaften und Religionsgemeinschaften mit Körperschaftsstatus allein oder in Kooperation.
  • Die Zuwendung erfolgt als nicht rückzahlbarer Zuschuss grundsätzlich in Form einer Anteilfinanzierung unter Berücksichtigung einer angemessenen Beteiligung durch Eigenmittel und gegebenenfalls die Mobilisierung zusätzlicher Drittmittel. Die Anträge müssen eine Mindestzuwendung von 5.000 Euro umfassen.

Hinweise für Zuwendungsempfänger: Teilnehmerbefragung in laufenden Vorhaben

Zur Evaluierung von Aktionen und Angeboten in bereits laufenden Vorhaben des Förderaufrufs stellen wir Zuwendungsempfängern am Ende der Seite einen Fragebogen als Download zur Verfügung. Die Befragung von Teilnehmer/innen soll für Sie als Projektdurchführende, aber auch für das BMUB als Fördermittelgeber Aufschluss darüber geben, welche Angebote besonders gut angenommen werden. Darüber hinaus soll mit dem Fragebogen ermittelt werden, wie hoch die Akzeptanz zur Beteiligung an den Aktionen und Angeboten ist bzw. wie sich diese auf das Verhalten der Teilnehmer/innen auswirkt.

Bitte beachten Sie, dass Sie sich gemäß der weiteren Nebenbestimmungen zu Ihrem Zuwendungsbescheid (Nr. 1 bzw. Nr. 2 bei Verbundprojekte) bereit erklärt haben, an der Evaluierung des Förderprogramms teilzunehmen.

Die im Rahmen der Kurzen-Wege-Förderung unterstützten Projekte sind sehr unterschiedlich aufgebaut. Während einige Aktionen wie z. B. Workshops oder Bildungsangebote einmalig angeboten werden, können andere Aktionen wie z. B. Reparaturcafés oder Lastenrad-Verleihsysteme kontinuierlich in Anspruch genommen werden. Vor diesem Hintergrund möchten wir Sie bitten, den Fragebogen zu einem Zeitpunkt auszugeben, an dem die Teilnehmer/innen eine bestmögliche Einschätzung über das geschaffene Angebot abgeben können. Dies kann bei einmaligen Angeboten beispielsweise direkt nach der Veranstaltung, bei kontinuierlichen Angeboten dagegen nach einer angemessenen Anlaufsphase, etwa wenn sich der Teilnehmerkreis stabilisiert hat, erfolgen.

Sie sind angehalten sicherzustellen, dass bei der Erfassung der Daten keine Rückschlüsse auf einzelne Personen möglich sind.

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