Klimaschutzprojekte in sozialen, kulturellen und öffentlichen Einrichtungen

eine Initiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB)

Kommunaler Klimaschutz ist ein Schwerpunkt der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums. Seit 2008 hat das BMUB mit der Kommunalrichtlinie mehr als 7.300 Klimaschutzprojekte in über 3.000 Kommunen unterstützt. Ab dem 01. Januar 2015 können interessierte kommunale Antragsteller, kulturelle und soziale Einrichtungen, öffentliche gemeinnützige Bildungsträger, Werkstätten für behinderte Menschen sowie Religionsgemeinschaften mit Körperschaftsstatus erneut ihre Anträge beim Projektträger Jülich einreichen.

Die Neuauflage der Richtlinie ermöglicht insbesondere einen verbesserten Planungshorizont für Antragsteller, da die Gültigkeit erstmals auf eine Zeitdauer von zwei Jahren ausgelegt ist. Darüber hinaus erweitert sie die Fördermöglichkeiten zur Erreichung der Klimaschutzziele der Bundesregierung. Die Fördermöglichkeiten unterstützen insbesondere das Ziel, die Treibhausgasemissionen in den Kommunen bis zum Jahr 2020 um 40 % - im Vergleich zu 1990 - zu senken. Langfristig werden so die Weichen zur klimaneutralen Kommune beziehungsweise zu einer Reduzierung der Treibhausgasemissionen um 80-95 % bis zum Jahr 2050 gestellt. Die Förderrichtlinie beinhaltet die folgenden vier Schwerpunkte: die Einstiegsberatung kommunaler Klimaschutz; die Erstellung von Klimaschutzkonzepten und Klimaschutzteilkonzepten; die Förderung einer Stelle für Klimaschutzmanagement sowie Investive Klimaschutzmaßnahmen.

Die Novellierung der Richtlinie bringt neben der bereits erwähnten längeren Gültigkeitsdauer von zwei Jahren weitere Neuerungen mit sich: Insbesondere wurde die Antragsberechtigung klarer auf kommunale Antragsteller fokussiert. Das Antragsfenster für den Förderschwerpunkt Energiesparmodelle in Schulen und Kindertagesstätten wurde erweitert. Eine Beantragung ist nun ganzjährig möglich. Des Weiteren wurden die Anforderungen für die "Ausgewählte Maßnahme im Rahmen des Klimaschutzmanagements" angepasst. Die Mindestanforderung an die zu erzielende Treibhausgasreduktion wurde hierbei unter anderem von 80 % auf 70 % gesenkt. Die Anpassung und Präzisierung für die Ausgewählte Maßnahme dient somit der Schaffung geeigneterer Rahmenbedingungen für die Antragsteller.

Mit wenigen Ausnahmen sind die inhaltlichen Anforderungen der einzelnen Förderschwerpunkte sowie die Förderquoten beibehalten worden. Anpassungen gab es insbesondere bezüglich der Präzisierung inhaltlicher Aspekte bei Klimaschutz(teil)konzepten und im Bereich der Nachhaltigen Mobilität. Detaillierte Informationen erhalten Sie in den jeweiligen Merkblättern auf dieser Internetseite.

Hinweis zu Einreichungsfristen

Die "Richtlinie zur Förderung von Klimaschutzprojekten in sozialen, kulturellen und öffentlichen Einrichtungen" wird in 2015 und 2016 fortgeführt. Der neue Zeitraum zur Einreichung der Anträge für die Förderschwerpunkte „Einstiegsberatung kommunaler Klimaschutz“, „Erstellung von Klimaschutzkonzepten und Klimaschutzteilkonzepten“ und „Investive Klimaschutzmaßnahmen“ ist der 01. Januar 2015 bis 31. März 2015 und der 01. Januar 2016 bis 31. März 2016. Bitte informieren Sie sich zeitnah vor einer Antragstellung über die aktuell gültigen Förderbedingungen.

Anträge für die „Förderung einer Stelle für Klimaschutzmanagement“ und zu „Energiesparmodelle in Schulen und Kindertagesstätten“ können ganzjährig gestellt werden. Ein Folgeantrag auf Fortsetzung der Stelle für Klimaschutzmanagement kann ebenfalls ganzjährig, jedoch nur innerhalb des letzten Jahres des Bewilligungszeitraums der bereits bewilligten Stelle für Klimaschutzmanagement gestellt werden. Die entsprechenden Anträge sollten spätestens sechs Monate vor Ablauf des Erstvorhabens beim Projektträger Jülich eingereicht werden. Die Ausgewählte Maßnahme kann innerhalb der ersten 18 Monate nach Beginn des Bewilligungszeitraums sowohl des Erstvorhabens als auch des Anschlussvorhabens gestellt werden. Der Bewilligungszeitraum ist im Zuwendungsbescheid festgelegt und unabhängig vom Zeitpunkt der Einstellung des Klimaschutzmanagers/der Klimaschutzmanagerin.

Service- und Kompetenzzentrum Kommunaler Klimaschutz

Als Service- und Beratungseinrichtung für Kommunen erteilt das "Service- und Kompetenzzentrum Kommunaler Klimaschutz" beim Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) Auskünfte zum Kommunalteil der Klimaschutzinitiative und bietet einen Wegweiser durch bestehende Fördermöglichkeiten.

Service- und Kompetenzzentrum Kommunaler Klimaschutz

Telefonische Beratung zum BMUB-Förderprogramm
Tel.: 030 39001-170

Beratung zur Kommunalrichtlinie und zum Antragsverfahren

Der Projektträger Jülich ist verantwortlich für die fachliche und administrative Bearbeitung der eingereichten Förderanträge. Inhaltliche und administrative Fragestellungen vor und während der Antragstellung, zum elektronischen Antragsverfahren „easy online“ sowie zur Vorhabenbetreuung werden gerne durch die zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beantwortet.

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