Klimafaktor Meer

eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

Die Ozeane bedecken etwa 70 Prozent der Erdoberfläche und spielen damit eine zentrale Rolle im Klimageschehen. Getrieben durch die Sonne als wesentliche Eingangsgröße für die Strahlungsbilanz der Erde, ist das natürliche Klimasystem ein Zusammenspiel vieler, zum Teil noch nicht vollständig erfasster Prozesse. Unzweifelhaft ist aber, dass das Klima und dessen langfristige Veränderungen in erheblichem Maße von den Wechselwirkungen zwischen Ozean und Atmosphäre bestimmt werden. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert im Rahmen der Meeresforschung vor allem die marinen Aspekte der Klimaforschung.

  • Einreichungsfrist unbefristet

Obwohl in den letzten Jahren große Fortschritte in der Meeres- und Klimaforschung erreicht wurden, ist die Rolle des Ozeans im Klimasystem bislang noch weitgehend ungeklärt. Offen ist zum Beispiel die Frage, welche Folgen Klimaänderungen für die ozeanischen Prozesse haben bzw. wie diese das Klimasystem beeinflussen.

Internationale Programme wie z.B. das World Climate Research Programm (WCRP), an denen Deutschland institutionell und mit Drittmittelprojekten beteiligt ist, konzentrieren sich gegenwärtig darauf, Schwankungen des globalen Klimasystems zu untersuchen und vorherzusagen. Hauptziel für die Meeresforschung ist es, die Rolle der Ozeane für die mehrjährige und längerfristige Variabilität zu bestimmen sowie das Gefährdungspotenzial durch Auftreten drastischer Klimawechsel realistisch abzuschätzen. Gegenwärtig sind die internationalen Anstrengungen auf das Verstehen der dekadischen Schwankungen des Systems Ozeans in der wechselseitigen Beeinflussung mit der Kryo-, Litho- und Atmosphäre gerichtet.

Im Rahmen der Projektförderung unterstützt das BMBF Vorhaben, die sich regional im Nordatlantik auf aktuelle klimarelevante Forschungsaspekte konzentrieren. Unter anderem leistet Deutschland damit seinen Beitrag zum oben erwähnten WCRP. Die Arbeiten umfassen sowohl experimentelle Feldarbeiten, bei denen mittels modernster Messtechnik Daten großer Genauigkeit vom Zustand des Wasserkörpers oder seiner Inhaltsstoffe gewonnen werden, als auch Zustandsberechnungen mit Hilfe der Fragestellung angepasster Modelle unter Berücksichtigung experimentell erhobener Daten und anderer Umweltinformationen. Es werden die Komponenten eines Beobachtungs- und Diagnosesystems quantitativ definiert, das mittelfristig dazu beitragen soll, den Einfluss großräumiger Veränderungen auf die regionalen Bedingungen im Nordatlantik zu ermitteln. Im Fokus stehen die Identifikation von Schlüsselregionen im Atlantischen Ozean und das quantitative Verständnis der dort ablaufenden Schlüsselprozesse.

Förderung

Diese wissenschaftlichen Untersuchungen werden im Wesentlichen von Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen durchgeführt. Die Förderung erfolgt durch nicht rückzahlbare Zuschüsse.

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