Anthropogene Schadstoffe und Krankheitserreger im Wasserkreislauf (JPI Water)

eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

Das BMBF hat die erste transnationale Fördermaßnahme „Anthropogene Schadstoffe und Krankheitserreger im Wasserkreislauf“ der Joint Programming Initiative (JPI) Water bekannt gegeben. Ziel der Fördermaßnahme ist es, wissenschaftliche Ansätze und praxisorientierte Lösungen zu entwickeln, um Gesundheitsrisiken zu mindern und Funktionen der Gewässerökosysteme heute und in Zukunft zu erhalten. Dabei steht die Entwicklung und Implementierung von innovativen Technologien und Managementkonzepten zur Analyse, Bewertung und Eliminierung von anthropogenen Schadstoffen und Krankheitserregern im Vordergrund.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) engagiert sich in der europäischen Initiative zur gemeinsamen Programmplanung „Water Challenges for a Changing World“. Die Initiative wird von 19 Mitgliedstaaten und assoziierten Staaten sowie der Europäischen Kommission unterstützt. Sie hat das Ziel, Beiträge zur Lösung der gesellschaftlichen Herausforderungen im Wasserbereich zu leisten.

11 Ministerien und Förderorganisationen aus 10 Partnerländern haben ihre Teilnahme an der gemeinsamen Bekanntmachung erklärt. Die Themenbereiche für die transnationale Bekanntmachung wurden von den beteiligten Förderorganisationen gemeinsam erarbeitet und sind in der Strategischen Forschungs- und Innovationsagenda dargestellt.

Gefördert werden ausgewählte, transnationale Verbundvorhaben in folgenden Themenfeldern:

  1. Identifizierung und Vermeidung des Eintrags von Schadstoffen und Krankheitserregern
  2. Neue Managementkonzepte und Verfahren zur Behandlung und Entfernung
  3. Auswirkungen auf Ökosysteme und menschliche Gesundheit

Gesellschaftliche Herausforderungen verlangen einen inter- und transdisziplinären Ansatz, den die Projektanträge ausreichend darstellen sollen. Die Projekte sollen relevante Akteure aus Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft von Beginn an einbinden sowie die langfristige Verfügbarkeit und Verwertung der Forschungsergebnisse gewährleisten.

Für die Einreichung von Projektvorschlägen, die externe Begutachtung sowie die Auswahl von Verbundvorhaben sind der englischsprachige Bekanntmachungstext und ergänzende Formulare maßgeblich („Proposal Form“, „How to Guide for Applicants“, „Evaluation Form“ „Evaluation Guidelines“, „Good Practices“), die unter http://www.waterjpi.eu veröffentlicht sind.

Das Auswahlverfahren umfasst das Einreichen eines formgebundenen, transnationalen Projektvorschlags beim Call-Sekretariat (http://www.aka.fi/en-gb/A/For-researchers/Online-service/) sowie ein Begutachtungsverfahren unter Einbeziehung internationaler Gutachter. Nach positiver Begutachtung eines transnationalen Projektvorschlags werden die beteiligten deutschen Projektpartner aufgefordert, formgebundene nationale Förderanträge einzureichen, über die abschließend entschieden wird. Für die Förderung der Teilprojekte in den beteiligten Ländern gelten die jeweiligen nationalen Richtlinien. Antragsteller werden gebeten, sich mit der jeweiligen nationalen Kontaktstelle in Verbindung zu setzen, um sicherzustellen, dass der Antrag den finanziellen, administrativen und wissenschaftlichen nationalen Vorgaben entspricht.

Die Fördermaßnahme ist Teil des BMBF-Förderschwerpunktes "Nachhaltiges Wassermanagement - NaWaM" im Aktionsfeld „Nachhaltiges Wirtschaften und Ressourcen“ des BMBF-Rahmenprogramms „Forschung für nachhaltige Entwicklungen“ (FONA).

Ansprechpartner/in

Weiterführende Links

Direkteinstieg