Höchstleistungswerkstoffe für mehr Energieeffizienz und CO2-Einsparung

eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

Bereits heute gehören Bauteile z.B. aus der Energietechnik und dem Motorenbau, zu den am stärksten belasteten Werkstoffen überhaupt. Dazu zählen z.B. insbesondere Turbinenschaufeln in modernen Gas- und Dampf-Kraftwerken.

Eine Effizienzsteigerung, beispielsweise in der Kraftwerkstechnik, ist somit nur durch die Entwicklung neuer Materialien möglich, die dieser Belastung standhalten und z.B. eine enorme thermomechanische Langzeitstabilität in korrosiver Umgebung aufweisen.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) beabsichtigt Forschungsprojekte zu diesem Thema zu fördern.

Im Zentrum der Förderung stehen Entwicklungen neuer oder entscheidend verbesserter Werkstoffe, die aufgrund erweiterter Belastungsgrenzen (thermisch, mechanisch sowie korrosiv bzw. chemisch) Steigerungen der Leistungsdichten und des Wirkungsgrades energetischer und motorischer Umwandlungsprozesse ermöglichen. Sie sollen auch zu einer deutlichen Erhöhung von Zuverlässigkeit, Sicherheit und Lebensdauer kritischer Komponenten besonders in der Energie- und Fahrzeugtechnik, im Maschinenbau und in der Luftfahrt beitragen.

Eingereichte Projekte

20 Projektvorschläge mit Bezug zum Themenfeld Kraftwerkstechnik und 25 zum Themenfeld Automobilindustrie sind eingereicht worden. Im Mittelpunkt der beantragten FuE-Vorhaben steht die Entwicklung von Höchstleistungswerkstoffen zur Erhöhung der Wirkungsgrade in der Energietechnik, zu Effizienzsteigerungen bei Antriebstechnologien und zur Entwicklung neuer Antriebskonzepte.

Begutachtung

Die Begutachtung von 45 eingegangenen Projektvorschlägen im Rahmen dieser BMBF-Bekanntmachung ist abgeschlossen und die zur Förderung empfohlenen Vorhaben wurden nach einer gutachterlichen Bewertung festgelegt. Demnach sind 19 Verbundprojekte mit einem Gesamt-Zuwendungsbedarf von 24,3 Mio. € zur Antragstellung aufgefordert worden. Insgesamt 99 Partner, davon 67 aus der gewerblichen Wirtschaft (darunter 20 klein- und mittelständische Unternehmen) und 32 universitäre und außeruniversitäre Institute werden sich hieran beteiligen.

Inhaltlich decken die Projekte ein weites Werkstoffspektrum ab:

  • hochfeste Stähle
  • Oxidkeramiken
  • keramische Verbundwerkstoffe
  • Hochleistungsschichten
  • hochtemperaturbeständige Leichtmetall-Legierungen

Alle Vorhaben wurden mit Laufzeitbeginn in 2009 bewilligt.

 

Ansprechpartner/in

Direkteinstieg