GlobE – Globale Ernährungssicherung

eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

Eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts ist die Sicherung der weltweiten Ernährung. Vor dem Hintergrund der rapide wachsenden Weltbevölkerung muss eine Steigerung der landwirtschaftlichen Produktion erreicht werden. Diese wird jedoch global durch nutzbare Anbauflächen oder durch eine fortschreitende Bodendegradierung begrenzt. Die Agrarwirtschaft wird in Zukunft zudem von den Folgen des Klimawandels, wie beispielsweise langanhaltende Dürreperioden, Überflutungen oder der Ausbreitung von Pflanzenschädlingen betroffen sein.

Einreichungsfrist:Einreichungsfrist ( abgelaufen: 14. Juli 2011 – 04. Oktober 2011 )

Informationen zur Förderung


Wer wird gefördert?

Es werden ausschließlich Verbundprojekte gefördert, in denen je nach Projektausrichtung Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen oder Landes- und Bundeseinrichtungen mit Forschungsaufgaben und Unternehmen unter Einbezug von Partnern aus afrikanischen Ländern an interdisziplinären Projekten zusammenarbeiten. Die Koordination des Verbundes kann durch einen akademischen Partner übernommen werden.

Antragsberechtigt sind Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Landes- und Bundeseinrichtungen mit Forschungsaufgaben sowie Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft mit Sitz in Deutschland, darunter insbesondere auch KMU (Definition der Europäischen Gemeinschaft). Forschungseinrichtungen, die gemeinsam von Bund und Ländern grundfinanziert werden, kann nur unter bestimmten Voraussetzungen eine Projektförderung für ihren zusätzlichen Aufwand bewilligt werden.

Was wird gefördert?

Die Förderinitiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) „GlobE – Globale Ernährungssicherung“ zielt darauf ab, regionale Defizite der Agrarforschung in Regionen Afrikas zu identifizieren, den Transfer der Ergebnisse in die Anwendung betroffener Länder zu ermöglichen bzw. zu beschleunigen und den Aufbau von Forschungs- und Entwicklungsinfrastrukturen dort zu unterstützen. Dies erfordert, dass u. a. Kompetenzen aus Bereichen der Agrarforschung, der Landwirtschaft und der Anbaumethodik unter Beteiligung von Forschungseinrichtungen und Wirtschaftsunternehmen gebündelt werden. Die Entstehung neuer Netzwerke zwischen deutschen und afrikanischen Partnern mit themenübergreifender regional angepasster Forschungsausrichtung ist besonderes Merkmal dieser Initiative.

Wie wird gefördert?

In der ersten Stufe sollen auf der Grundlage von vorläufigen Konzeptskizzen Gesamtkonzepte erstellt werden. Es muss sich dabei um neue evidenzbasierte Forschungskonzepte handeln. Die Gesamtkonzepte dienen als Bewertungsgrundlage für die Zulassung zur zweiten Stufe der Förderung. Die eingegangenen Konzeptskizzen werden unter Beteiligung externer, international besetzter Gutachterkreise bewertet. Als Ergebnis der bis zu sechsmonatigen Förderung in der ersten Stufe sollen neben dem Gesamtkonzept vollständig ausgearbeitete Anträge für interdisziplinäre, systemisch angelegte Kooperationsprojekte vorliegen, die im Rahmen einer zweiten Begutachtungsrunde als Bewertungsgrundlage dienen. Die Erstellung des Gesamtkonzeptes stellt den Abschluss der ersten Stufe dar. Die vollständigen Gesamtkonzepte sollten 30 Seiten für die genannten Angaben sowie jeweils bis zu vier Seiten für die einzelnen Teilprojekte nicht überschreiten. Die Bewerbungsunterlagen stellen das Gesamtkonzept zur systemorientierten Verbundforschung dar, mit dem Ziel eine leistungsstarke und nachhaltige Agrarforschungslandschaft in Partnerregionen Afrikas zu unterstützen. Nach Auswahl der besten und aussichtsreichsten Gesamtkonzepte sollen Kooperationsprojekte unterstützt werden. Hierzu werden in Abstimmung mit dem Koordinator des Forschungsverbundes die jeweiligen Projektleiterinnen und -leiter zur förmlichen Antragstellung aufgefordert. Über diese Förderanträge wird dann nach abschließender Prüfung entschieden.

Die Zuwendungen können im Wege der Projektförderung als nicht rückzahlbare Zuschüsse gewährt werden.

 Bemessungsgrundlage für Zuwendungen an Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft sind die zuwendungsfähigen projektbezogenen Kosten, die in der Regel – je nach Anwendungsnähe des Vorhabens – bis zu 50 Prozent anteilfinanziert werden können. Nach BMBF-Grundsätzen wird eine angemessene Eigenbeteiligung – grundsätzlich mindestens 50 Prozent der entstehenden zuwendungsfähigen Kosten – vorausgesetzt.

Bemessungsgrundlage für Hochschulen, Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen und vergleichbare Institutionen sind die zuwendungsfähigen projektbezogenen Ausgaben (bei Helmholtz-Zentren und der Fraunhofer-Gesellschaft – FhG – die zuwendungsfähigen projektbezogenen Kosten, die individuell bis zu 100 Prozent gefördert werden können.

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