Geschäftsfeld Werkstofftechnologien

Für den Wirtschaftsstandort Deutschland haben neue leistungsfähige Werkstoffe eine herausragende Bedeutung: Als Ausgangsbasis zahlreicher Produkte des täglichen und industriellen Bedarfs sind sie der Schlüssel für Innovationen in fast allen Technologiebereichen. Der Projektträger Jülich (PtJ) zeichnet sich aus durch einschlägige Expertise in den Bereichen Materialwissenschaft, Werkstofftechnik, Nanotechnologien und chemische Technologien.

Neue Materialien sind nicht nur der Motor für innovative Produktionsverfahren und Produkte, sie können auch einen wesentlichen Beitrag zur Kostensenkung in der Produktion leisten – der Anteil der Materialkosten an den Gesamtproduktionskosten in der verarbeitenden Industrie beträgt immerhin rund 50 Prozent. Einsparungen durch einen effizienten Einsatz von Rohstoffen können daher einen erheblichen Wettbewerbsvorteil mit sich bringen. Mit dem Rahmenprogramm Werkstoffinnovationen für Industrie und Gesellschaft (WING) will das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) den interdisziplinär ausgerichteten Werkstofftechnologien neue Impulse geben. In dem Programm werden die klassische Materialentwicklung, die werkstofforientierten chemischen Technologien sowie die nanotechnologischen Werkstoffkonzepte integriert betrachtet. PtJ koordiniert das Programm im Geschäftsbereich Neue Materialien und Chemie. Eine seiner Kernkompetenzen ist dabei die Ausrichtung von Werkstofftechnologien auf die Bereiche Energie, Mobilität, Umwelt und Ressourcen.

Neben dem WING-Programm setzt PtJ auch das bayerische Programm Neue Werkstoffe um, mit dem landesspezifische Kompetenzen gestärkt werden sollen. Im Fokus des Programms stehen Werkstoffentwicklungen für die Energietechnik, für den Leichtbau und für mehr Ressourceneffizienz. Für das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie betreut PtJ darüber hinaus Vorhaben zur Elektromobilität in den Modellregionen Bayerischer Wald, Garmisch-Partenkirchen und Bad Neustadt an der Saale.

Die nationale Forschungsförderung des Bundes ist zunehmend in europäische Förderstrategien eingebunden. So ist der Geschäftsbereich Neue Materialien und Chemie an verschiedenen Koordinierungsinitiativen beteiligt, um den europäischen Forschungsraum strategisch mit vorzubereiten. Für das ERA-Net SIINN (Sichere Implementierung innovativer Nanowissenschaften und -technologien) fungiert er als Koordinator. Darüber hinaus betreibt PtJ im Auftrag des BMBF die Nationale Kontaktstelle Werkstoffe für die Beratung zur europäischen Forschungsförderung.

Ansprechpartner/in

Weiterführende Links