Geschäftsfeld Lebenswissenschaften und Bioökonomie

Die Lebenswissenschaften tragen entscheidend zum Verständnis lebender Organismen und ökologischer Systeme bei. Die daraus resultierenden Erkenntnisse ebnen den Weg für eine langfristige Ernährungssicherheit einerseits und für den Übergang von fossilen Rohstoffquellen zu nachwachsenden Rohstoffen andererseits. Darüber hinaus bieten sie neue Ansatzpunkte für die Diagnose von Krankheiten und darauf aufbauend die Weiterentwicklung von Therapiemöglichkeiten. Der Projektträger Jülich (PtJ) unterstützt seine Auftraggeber auf Bundes- und Landesebene bei der Umsetzung ihrer forschungspolitischen Zielsetzungen im Kontext der Bioökonomie, Biotechnologie und Gesundheitsforschung.

Angesichts knapper Ressourcen und einer wachsenden Weltbevölkerung braucht die Menschheit neue, nachhaltige Arten des Wirtschaftens. Hier setzt das Forschungsgebiet der Bioökonomie an, das sich mit der effizienten und schonenden Nutzung von biologischen Ressourcen wie Pflanzen, Tieren und Mikroorganismen befasst. Mit der Nationalen Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030 legt die Bundesregierung die Grundlagen für eine moderne, nachhaltige und bio-basierte Wirtschaft, deren vielfältiges Angebot die Weltbevölkerung gesund ernährt und mit hochwertigen Produkten aus nachwachsenden Rohstoffen versorgt. Das Programm ist in fünf Handlungsfelder unterteilt: weltweite Ernährungssicherheit, nachhaltige Agrarproduktion, gesunde und sichere Lebensmittel, industrielle Nutzung nachwachsender Rohstoffe und Energieträger auf Basis von Biomasse.

Der Herausforderung des demografischen Wandels begegnet die Bundesregierung mit dem Rahmenprogramm Gesundheitsforschung. Sie möchte damit den Ergebnistransfer zur Weiterentwicklung von Diagnoseverfahren und Therapien beschleunigen und so dazu beitragen, die Verbreitung von Volkskrankheiten einzudämmen. PtJ betreut die Forschungsförderung zur Systembiologie, Systemmedizin und Infektionserkrankungen sowie zu Alternativmethoden zum Tierversuch und ist darüber hinaus an der Umsetzung des Aktionsfeldes Individualisierte Medizin beteiligt.

Die Programme werden in den Geschäftsbereichen Bioökonomie und Lebenswissenschaften, Gesundheit, Fachhochschulen im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) umgesetzt. Auf Landesebene betreut der Geschäftsbereich des Weiteren das Biotechnologieprogramm Bayern sowie das Forschungsprogramm Bioökonomie Baden-Württemberg.

Darüber hinaus bildet PtJ gemeinsam mit dem Projektträger im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt die Nationale Kontaktstelle Lebenswissenschaften und berät in diesem Rahmen Antragstellerinnen und Antragsteller zur europäischen Forschungsförderung. In die Gestaltung des europäischen Forschungsraums auf dem Themengebiet der Lebenswissenschaften bringt sich PtJ durch die Mitwirkung an zahlreichen europäischen Koordinierungsinitiativen ein. Im Bereich der Systembiologie und -medizin übernimmt er dabei die Funktion des Koordinators.

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