Systembiologie für die Gesundheit im Alter - GerontoSys

eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

Das Auftreten verschiedener Erkrankungen, wie  Demenz-, Stoffwechsel- oder Krebserkrankungen, ist eng mit dem Alter gekoppelt. Wichtige Ziele der Forschung bestehen deshalb darin, die dem Altern zugrundeliegenden biologischen Prozesse zu verstehen und ihre Bedeutung für die Entstehung von altersbedingten Erkrankungen aufzuklären. Mit dem Verständnis dieser biologischen Prozesse werden Grundlagen und Voraussetzungen geschaffen, um altersbedingten Erkrankungen besser vorzubeugen und entgegenzuwirken und so den Menschen ein hohes Maß an Gesundheit und damit an Selbstbestimmung bis ins hohe Alter erhalten zu können.

Die vorliegende Fördermaßnahme „Systembiologie für die Gesundheit im Alter - GerontoSys2" bietet neue Möglichkeiten die komplexe Biologie der Alterungsvorgänge und ihre Verknüpfung mit altersspezifischen Krankheiten zu erfassen, indem über die statische Erfassung von molekularen Daten hinausgegangen und die Dynamik des Gesamtgeschehens betrachtet werden soll. Dabei können biologische Organisationsebenen übergreifend analysiert und modelliert sowie verschiedene Einflussgrößen, zum Beispiel aus dem Umweltbereich oder der Ernährung, in ihrer Wirkung erfasst werden.

Die vorliegende Fördermaßnahme „Systembiologie für die Gesundheit im Alter - GerontoSys2" ergänzt und erweitert die bestehende Maßnahme GerontoSys. Innerhalb dieser ersten Ausschreibungsrunde in 2009 wurden die relevanten Kompetenzen des jungen Forschungszweiges Systembiologie mit der etablierten Alternsforschung in Deutschland verknüpft und ein Forschungskern sowie zwei anwendungsorientierte Kooperationsprojekte gestartet. Mit der Maßnahme GerontoSys2 sollen nun weitere wichtige, bisher nicht in ausreichendem Umfang bearbeitete Themenfelder aufgegriffen werden. Einen wichtigen Aspekt nimmt dabei auch die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses im Bereich der „systembiologischen Altersforschung" ein.

Gefördert werden

  • der Aufbau von bis zu zwei weiteren interdisziplinär und arbeitsteilig organisierten Forschungskernen der Systembiologie für die Gesundheit im Alter an Universitäten bzw. außeruniversitären Forschungseinrichtungen, die relevante Kernkompetenz unter einem Dach vereinigen
  •  anwendungsorientierte Forschungsvorhaben zwischen akademischen und industriellen Partnern, sowie zwischen akademischen Partnern, die in einem interdisziplinären Ansatz aus Theorie und Experiment innovative systembiologische Fragestellungen mit hoher Relevanz für die Gesundheit im Alter bearbeiten.
  •  bis zu zehn Nachwuchsgruppen zur systembiologisch ausgerichteten Alternsforschung: Insbesondere jüngere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland mit einschlägigen Erfahrungen in der Systembiologie und/ oder der Alternsforschung sollen die Möglichkeit erhalten, in einer Arbeitsgruppe neue systembiologisch angetriebene Forschungsansätze zu Ursachen der Alterung zu bearbeiten und sich damit wissenschaftlich zu qualifizieren.

Ansprechpartner/in

Publikationen

Direkteinstieg