Geoforschung für Nachhaltigkeit (GEO:N)

ein Programm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

Geowissenschaftliche Fragestellungen sind verstärkt in den Fokus von Öffentlichkeit und Politik gerückt. Über die Endlichkeit der natürlichen Ressourcen wird ebenso heftig diskutiert wie über den menschlichen Einfluss auf Klima, Biosphäre und den Planeten selbst. Gleichzeitig prägen Naturkatastrophen immer wieder die Schlagzeilen und machen die Verletzlichkeit der menschlichen Zivilisation bewusst. All das zeigt: Auf einem Planeten, der durch natürliche Vorgänge oder als Folge menschlichen Handelns ständig im Wandel ist, ist es entscheidend, die an der Oberfläche und im Untergrund ablaufenden Prozesse besser zu verstehen.

Geowissenschaftliche Forschung muss daher in drängenden Fragen der Gesellschaft die Faktenbasis für eine Bewertung bereitstellen und mögliche Lösungswege aufzeigen. Zu diesen Fragen gehören z. B. die Auswirkungen des Klimawandels oder die umweltschonende Versorgung mit Rohstoffen. Um wissenschaftliche Ergebnisse in die Gesellschaft zu transferieren, müssen die Natur- und Ingenieurwissenschaften zukünftig mit den Sozial- und Kommunikationswissenschaften kooperieren. So sind in gesellschaftspolitisch kontroversen Themenbereichen neue Dialogformen mit der Öffentlichkeit nötig, die auf Erkenntnissen der naturwissenschaftlichen und der sozialwissenschaftlichen Forschung aufbauen.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat bereits von 2000 bis 2014 im Rahmen des GEOTECHNOLOGIEN-Programms verschiedene geowissenschaftliche Themenfelder gefördert. Das Programm hat die Vernetzung zwischen außeruniversitären Forschungseinrichtungen, Hochschulen und Unternehmen erheblich gestärkt und das Zusammenspiel von grundlagen- und anwendungsorientierter Forschung intensiviert.

Diese erfolgreiche Forschungsförderung soll ab 2015 durch das neue geowissenschaftliche BMBF-Fachprogramm "Geoforschung für Nachhaltigkeit (GEO:N)" fortgeführt werden. Das Fachprogramm GEO:N ist Teil des BMBF-Rahmenprogramms "Forschung für Nachhaltige Entwicklung (FONA3)".

Die Schwerpunkte des Programms GEO:N liegen im Bereich der terrestrischen und marinen Geowissenschaften sowie der geowissenschaftlichen Erdbeobachtung. Zu der themengebundenen Forschung treten Querschnittsthemen wie z. B. Geodaten als wesentliche Bestandteile.

Das Fachprogramm GEO:N ist offen angelegt, so dass über mehrere Jahre aktuelle Themenfelder identifiziert und die jeweiligen Prioritäten neu gesetzt werden können. Die Auswahl von Themen erfolgt primär unter forschungsstrategischen Aspekten und berücksichtigt den voraussichtlichen Bedarf in wichtigen Zukunftsfeldern, etwa bei der Erschließung des geologischen Untergrundes oder der geowissenschaftlichen Erkundung des Meeresbodens.

Dabei werden alle notwendigen Partner frühzeitig in den Diskurs zu den Themenschwerpunkten eingebunden. So kann das Programm mit Förderbekanntmachungen flexibel auf aktuelle forschungspolitische Entwicklungen reagieren.

Das Fachprogramm GEO:N soll die grundlagen- und anwendungsorientierte geowissenschaftliche Forschung stärker verbinden sowie die interdisziplinäre Forschung fördern. Die im Folgenden dargestellten Themenfelder weisen daher bewusst Überschneidungen auf und sollen im Rahmen von GEO:N themenübergreifend bearbeitet werden.

Die vielfachen Berührungspunkte und das Zusammenwirken mit anderen Disziplinen im Bereich der Erdsystemforschung machen eine intensive Abstimmung mit angrenzenden Forschungsförderprogrammen des BMBF sowie anderer Ressorts nötig.

Offene Förderinitiativen Ministerium Einreichungsfrist
Nutzung unterirdischer Geosysteme BMBF 20160415 (nicht beachten, wird zur Sortierung benötigt)15.04.2016
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