FUGATO-plus
Optimierte Züchtungsverfahren für komplexe Merkmale bei Nutztieren

eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

Ein steigender Bedarf an einer Versorgung mit hochwertigen und gesunden tierischen Nahrungsmitteln, aber auch das Auftreten von Infektionskrankheiten wie der Vogelgrippe oder der Schweinepest in Nutztierbeständen lassen Aspekte der Qualität von Nahrungsmitteln tierischer Herkunft sowie der Tierzucht, der Tiergesundheit und des Tierschutzes verstärkt in das Bewusstsein der Gesellschaft rücken.

Sie verdeutlichen die gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung einer qualitativ hochwertigen Lebensmittelproduktion im Zusammenspiel mit Tierschutz und Tiergesundheit. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat mit der Etablierung des Förderschwerpunkts "FUGATO – Funktionelle Genomanalyse im tierischen Organismus" im Jahr 2004 dem hohen Wertschöpfungspotential innovativer Problemlösungen für die landwirtschaftliche Nutztierzucht Rechnung getragen.

  • Einreichungsfrist 31. Januar 2007

FUGATO-plus baut auf der erfolgreichen Forschungs- und Fördermaßnahme FUGATO auf und hebt diese Forschung auf eine neue qualitative und quantitative Ebene in den Bereichen Qualität tierischer Nahrungsmittel, Tiergesundheit und Tierschutz. Durch FUGATO-plus sollen neue wissenschaftliche und wirtschaftliche Ziele erreicht und die kritische Masse an Fachkompetenz der beteiligten Forschungseinrichtungen und Wirtschaftsunternehmen gebündelt werden. Die gezielte Zusammenarbeit mit Forschungsprogrammen aus dem europäischen Ausland wird diesen Effekt verstärken. Die ökonomische Relevanz wird in FUGATO-plus durch Einbindung weiterer Industriepartner aus der Wertschöpfungskette erhöht.

Durch einen bedarfsorientierten Technologietransfer über eine Patent- und Lizenzagentur soll ein effizienter Eingang der aus der Förderinitiative resultierenden wissenschaftlichen Ergebnisse in die Nutztierproduktion und -zucht erreicht werden. Die Initiative FUGATO-plus leistet damit einen bedeutenden Beitrag zur Verbesserung der Rentabilität und Konkurrenzfähigkeit der Tierzucht und Tierproduktion in Deutschland. Eine wissenschaftliche Vernetzung mit den Aktivitäten zur Human-, Pflanzen- und Mikrobengenomforschung wird vor allem mit Blick auf das Thema Ernährungsforschung angestrebt. Darüber hinaus sind Forschungsvorhaben unter Federführung von Nachwuchswissenschaftlern Bestandteil von FUGATO-plus. Damit sollen der Forschung im tierzüchterischen Bereich neue Impulse gegeben und die beruflichen Perspektiven für qualifizierte Nachwuchswissenschaftler(innen) am Standort Deutschland verbessert werden.

Seit 2008 fördert das BMBF insgesamt zehn Verbundvorhaben über drei Jahre und fünf Nachwuchsgruppen über fünf Jahre mit einem Gesamtvolumen von 14,7 Millionen Euro.

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